Althaus
Das Althuus ischt e guet bsuechti „Bäiz“ gsii und hät en Huuffe Stammgescht ghaa. Verschtoot si, binere attraktive Wirtene und au öppe-n-ere rassige Uufwärtene. Hauptsächli won „d Germaine“ gserwiert hät, ischt schon fascht eh es Glöiff gsii is „Althuus“ abe. Bsunderhäitli es paar elteri Junggselle müend dem rassige Wiibsbild no lang nowetruuret haa. Sogar d Fasnachtzittig ischt säb Joor mit Althuusgschichte bimüet worde. „Germania ging ins Welschland……!“ häts do ghässe. Zwee vos Schlosserchuenzebuebe hebed derwäge no lengeri Ziit suur id Wältgschicht use glueget. Au der „Elba SChüll“ sejg nüd oogschore plibe. Von iim ischt s Greed umme ggange: „Wänn eer is Althuus chömm, schickeds ammel de „Schang“ an Paanhoofkiosk go de Tagesaazäiger chauffe. Dää hät dänn immer d Glägehäit binutzt, bim Braschler im „Schönegg“, wie dänn s Reschterant Paanhoof no ghäisse hät, äis go schnappe. Esoo ischt dänn d Luise sicherli für es „Schööfferschtündli“ oogschtört gsii. Die wo dänn händ welle cho „Hoorschniide oder Rasiere“, händ dänn s Pier oder de Kafi äifach vooruus müese gnämige. Em Vernää nowe isches schwirig gsii, im „Althuus“ en Platz am Stammtisch z ergattere, sind doch do esoo tröji Gescht gsii und hät jede uf siin aagschtannte Sitz pochet, dass jede Iidringlig ewägg gschickt worde ischt.
Kreuzstrasse
Im Restaurant Chrüzstrass hät emol en Wirt gewirtet, wo Sauter gheisse hät. Do hät emol en Spassvogel i de Suuserziit die Tafle gänderet vor de Wirtschaft use und statt Sauser im Stadium hät er gschriibe "Sauter im Stadium".
Zipfel
D Frau Honegger im Zipfel, hät vor hundert Joore under irne Stammgescht hauptsächli Fabrikante und besseri „Natrichslüüt“ ghaa.
Ase hät mer de Hans Brändli-Sänn a de Paanhoofschtross, vor öppe Driissgg Joore i der Sännhütte vorne verzellt, wie de „Hundsrugge-Schniider“, sin Vatter i dä illuschtri Chräis iechoo ischt.
Kreuz
De Jakob Hess vo de „Sillematt“, hät mängs Joor im „Chrüz“, wisewii vom Gmäindshuus gwirtet.
Villi Puure vo usset em Dorf, aber au vill Arbäiter und Aagschtellti im Dorf händ bi imm vercheert.
Esoo notürli immer au en Täil von Walder Pöschtler. Der Emil Walder, äine von ene, ischt immer öppe uf em Häiwääg „no vertschlipft“. Eer hät schiints de Frau vo de Tuur häi müese drüü Totz Eier bringe, und ischt debei ämmeö mit siiner Täsche au no im „Chrüz“ verhocket.
Di gchaufte Eier heb eer uf em Fäischtersims abgschtellt ghaa. Do hät en Spassvogel de Wiirti gsäit: „Wännt id Chuchi goscht go Spiegeleier brötle, spänd ich der d Eier dezue.
Glii händ esoo di erschte „Stammgescht“ iri „Stierenauge“ übercho.
D Frau Walder, won ire Ma ischt cho sueche, hebi mer grad au iiglade zum Mittässe. Sii hebi sogar de Maa ermunteret: „Emil iss, du bruchscht dänn nüüt me Znacht!“
No eme gmüetliche Oobig sejged s Walders dänn häizue. Deet hebi dänn aber „o häilige Schreck“, em Poschtler si Frau gmerkt, dass sii ghulffe hät di äigne Eier z ässe.
Restaurant Schönegg
Das "Buffet de la Gare" im Bahnhof war nicht nur Anlaufstelle für Reisende und Bahnpersonal, auch einige Walder mussten jeweils zum Güterschuppen, um nachzusehen, ob "die Sendung" bereits angekommen sei; ein Walder war bekannt dafür, regelmässig seine Uhr nach der "Eidgenössischen Bahnzeit" zu stellen, wobei ein Besuch am Buffet nicht ausbleiben durfte. Als das Buffet de la Gare wegen Vergrösserung der Büros weichen musste, wurde das Restaurant Schönegg in Bahnhof umbenannt.
Sommerau
Stuck
Tea Room Vollenweider
Toggenburg
Thalegg
Thalhof
Weinhalde
Wilhelm Tell
Zum Kramen
Zürcherhof
Hirschen
Hotel Schweizerhof
Linde
Platte
Rosenthal
Fabrik für Webblätter Sagenrain
gegründet 1883 von Kaspar Honegger, Dändler. Von 1908 an bis zur Schliessung 1945 eine Weberei. Heute Ruppert Composite.
Rössli
Spinnerei Elba
gegründet 1826 von den Gebrüdern Spörri aus Fischenthal. Betrieb eingestellt um 1960. Heute Nutzung als Gewerbeareal.
Scheidegg
Weberei Bleiche
gegründet 1873 von Johannes Honegger, Hueb. Wurde bis 1888 die grösste Weberei der Schweiz. Nach der Schliessung 1988 Umnutzung zu Hotel, Bad, Restaurant sowie Nutzung durch Handwerk und Gewerbe.
Schönau
Schwert
Traualtar
War die Braut noch Jungfrau, so durfte sie mit dem "Schäppel" (Brautkrone) vor den Taufstein treten, im anderen Falle nur mit dem Kopftüchli; in ersterem Fall wurde mit der zweitgrössten Glocke eingeläutet, im andern nur mit der kleinen. Launig meinte einst ein Hochzeiter, als er zum Pfarrer kam und ihn dieser wegen dem Läuten fragte, es wäre ihm schon recht mit der grossen Glocke, er könnte aber zur Sicherheit auch die kleine einigemale anschlagen lassen. Gegen unberechtigtes Tragen des "Schäppels" waren schwere entehrende Strafen zu gewärtigen.
Wenn sich ein Paar verlobte, und das eine davon irgend eine etwas anstößige Vergangenheit hatte, so wurde dem Betreffenden in der Nacht vor der Hochzeit Asche oder Spreuer vor die Haustüre oder um das Haus gestreut. Auch sonst wurde gelegentlich von bösen Nachbarn etc. einem anderen Spreuer gestreut. Es war dies die grösste Beleidigung, die man jemandem zufügen konnte und wurde seiner Lebtag nachgetragen.
Ebenso beleidigend ist es für die es angeht, wie erfreuend für jene, die es nichts angeht, wenn jemand beim Umzuge (aus einem Hause oder Dorfe in ein anderes) geschossen wird. Es kam dies meistens bei zänkischen und händelsüchtigen Leuten vor. Man wird noch lange mit dem Finger auf sie deuten: "es ist sebe gschosse worde"!
("Aus alter Zeit. Die Jugendzeit.")
Geburtshaus Robert Grimm
Geburtshaus von Robert Grimm (1881–1958).
Weitere Ressourcen:
Weberei Hubwies Laupen
gegründet 1866. Bau durch Heinrich Spoerry und Johann Schaufelberger, Diezikon. Stillgelegt 1979. Heute Gewerbe.
Windegg
Der majestätische Riegelbau wure 1709 vom Gerber Hans Krauer und seiner Frau Maria Brändli erbaut. In seiner Stattlichkeit ist es einer der wenigen Zeugen eines gesteigerten Selbstbewusstseins des Landpatriziats im sonst eher bescheidenen Zürcher Oberland. Im Erdgeschoss befindet sich seit 1937 ein historisches Zimmer, das als Teil des Heimatmuseums unverändert zugänglich ist.
Gotthard
Badi
Badeordnung von 1955
1. Das Bad ist während der Saison für Erwachsene täglich von 6-11 Uhr morgens und von 2 Uhr nachmittags bis zur Dämmerung geöffnet. Kindern ist die Zeit von 11-12 Uhr und von 4-6 Uhr abends eingeräumt. Die Badetaxe beträgt für sie die Hälfte.
2. Ohne Billet darf die Anstalt nicht betreten werden.
3. Die Badetaxen sind wie folgt:
a. Für Benutzung des Ab- und Ankleidezimmers und offenen Bades 10 Rp.
b. Baden im grossen Bassin 15 Rp.
c. Baden im geschlossenen Bassin 30 Rp.
4. Es werden Abonnement auf den Namen lautend zu ermäßigten (sic) Preisen (nach besonderer Aufstellung) abgegeben.
5. Für die Benutzung vom Bademeister bezogener Lingen gelten folgende Bestimmungen: a. Badehosen 10 Rp., Umschlagtuch 10 Rp., Handtuch 5 Rp., fürs Aufbewahren und Trocknen von Privat-Lingen pro St. 5 Rp
Weberei Kühweid
gegründet 1856 von Honegger (Dändler) und Fischer (Jonathal). Bis 2002 Feinweberei Elmer. Heute Gewerbe und Lofts.
Höhenklinik
Schöner konnte der schwierige Kampf gegen die Tuberkulose kaum geführt werden. Heute offiziell das Zürcher RehaZentrum Wald und wichtige Arbeitgeberin.
Weitere Ressource:
Frohsinn (1)
Zirkus Knie
6. Januar 1869: "Arena Knie. Die Künstler- und Ballett-Tänzergesellschaft Knie wird die Ehre haben, hier etliche Vorstellungen zu geben (im Schweizerhof). Mittwoch, Donnerstag und Freitag um 1/2 3 Uhr. Produktion auf dem Seil und auf dem Kronenplatz. Die ersten Produktionen haben bereits den Beifall des Publikums gefunden. Urteil: Kunstvolle, ans Wunderbare grenzende Leistungen! "
Abschiedsinserat: "Edle Bewohner des Dorfes Wald und Umgebung. Da Sonntags unwiderruflich die zwei letzten Vorstellungen stattfinden, so sage ich all denen, die meine Vorstellungen mit ihren werten Besuchen beehrt haben, den verbindlichsten Dank und sind Sie versichert, dass auch in der weitesten Entfernung ich Ihrer mich erinnern werde; denn Ihre Teilnahme war mir und meiner Gesellschaft der Mühe Lohn, der Beifall aber unser Stolz. Hochachtungsvoll Wwe. Knie mit Familie und Gesellschaft."
Hinweis zu Vorstellungen der Arena Knie 1879: "Jede Person, welche dem Schauspiel zusieht, zahlt 20 Rp., Kinder 10 Rp., bei Besteigung des hohen Seils nochmals dasselbe. Man ersucht die Eltern, ihren Kindern Geld mitzugeben."
Weberei Neuthal
gegründet 1861 von Caspar Honegger, Hueb. Später Keller AG und Verlegung nach Wald 1990. Heute Lofts.
Frohsinn (2)
Tirggel-Beck
Der Tirggel ist Slow Food für Spezialisten und gehörte bis in die jüngste Vergangenheit zum lebendigen Brauchtum Walds: Die hohe Kunst seiner handwerklichen Fertigung wurde nur noch hier gepflegt. 2017 ging der Tirggel-Beck Heinrich Honegger in Pension und schloss das Ladengeschäft mit dem legendären 24-Stunden-Tirggelautomaten an der Tösstalstrasse. Die Zürcher St. Jakob-Stiftung führt das Erbe fort. Die „Zunge geht mit dem Tirggelsplitter um wie ein Brautwerber mit der Schwiegermutter: Das ist ein Einwickeln und Umwenden, ein Befühlen und ein Abtasten! Der Tirggel öffnet sein Innerstes nicht auf den ersten Zahnhieb; erst nach und nach löst er sich und es dauert eine Zeit, bis er seinen wahren Charakter, seine Vorzüge und seinen Wert offenbart.“ (Edwin Arnet)
Weitere Ressourcen:
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Leichenzug
Dem Sarge einer männlichen Person folgten nach dem 'Leid' (nächsten Angehörigen) die teilnehmenden Männer, bei einer weiblichen Person zuerst die Frauen. Es war Brauch, dass aus jeder Familie jemand an einer Beerdigung teilnahm.
Sehr wurde darauf geachtet, ob der Leichenzug schön regelmäßig ging oder etwa "verzütteret", d.h. in aufgelösten Reihen. In letzterem Falle hiess es, es werde bald wieder einen Todesfall geben.
Manchmal hatte ein solcher Leichenzug eine weite Strecke bis zur Kirche und damit zum Friedhofe zurückzulegen – oft eine Stunde und mehr – und, da die Glocken nicht so lange geläutet werden konnten, so wurde mit dem Läuten ca. 10 MInuten vor Ankunft des Leichenzuges begonnen. Es hatte deshalb der Sigrist seine Boten ausgeschickt, die ihm mitteilten, wann der Zug eine bestimmte Stelle erreichte, worauf er mit dem Läuten begann.
("Aus alten Zeiten. Allerhald Lust und Leid das Jahr hindurch.")
Weberei Oberes Grundthal
gegründet 1857. Von 1897 an gehörte sie zur Weberei Unteres Grundthal der Spörri AG. Heute Gewerbebetriebe.
Weberei Riedwies
gegründet 1876. Übernahme durch Seiler und Fischer, später Spoerry. Um 1930 JOWA (Migros). Heute Lofts.
Feuerwehr-Museum
Brach eine Feuersbrunst aus, so wurde zuerst mit dem "Hörnli" oder "Fürhorn" gehornet, dann mit allen Glocken Sturm geläutet. Der "Fürlauf" oder "Fürreiter" wurde sofort avisiert und er ritt zu Pferd die nächste Gemeinde zu benachrichtigen und Hilfe zu holen. Dann wurden die hölzernen Handspritzen aus dem rot und weiß bemalten und mit entsprechenden Sprüchen versehenen "Sprützehüsli" hervorgeholt, auch die Schläuche und die Feuereimer. In langer Kette – vom nächstgelegenen Feuerweiher oder Bache – wurden die ledernen Feuereimer, mit Wasser gefüllt, von Hand zu Hand geboten und in das Spritzenreservoir entleert, von wo aus das Wasser in ähnlicher Weise, wie bei den heutigen Spritzen, durch das Wendrohr an den Feuerherd geleitet wurde. Gewöhnlich brannten die Gebäude bis auf die Brandmauern nieder und diese wurden nachträglich, bevor die Behörde (zum Abschätzen des Brandes) auf dem Platze erschien, mit langen "Fürhögge" (Feuerhacken) umgerissen oder eingestoßen, um einen möglichst grossen Schaden herauszuschlagen. Da half nun gerne jeder dem Andern, denn im ähnlichen Unglücksfalle konnte er auf gleiche Mithilfe zählen.
("Aus alter Zeit. Allerhand Lust und Leid das Jahr hindurch.")
Frohe Aussicht
Rigikulm
"1876 hat Herr Schoch (von Fischenthal in Mailand) das auf dem Tonhalleplatz in Zürich aufgestellte Meyersche Panorama vom Rigikulm käuflich erworben, um es ab Mai 1877 bei der Station Fischenthal aufzustellen, wo es täglich besichtigt werden konnte. Er wollte dadurch seiner abgelegenen Heimatgemeinde zu einer Attraktion verhelfen."
Weitere Ressourcen:
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Freihof
Weberei Spittel
gegründet 1903 von Ferdinand Oberholzer, Sagenrain. Von 1930 an Möbelfabrikation. Heute Gewerbebetriebe.
Hebammenwahl
(Bild: Transportabler Gebärstuhl, ausgestellt in der Windegg)
Die Hebammenwahl war lange Zeit ein Vorrecht der Dorffrauen. Besonders bei Neuwahlen und wenn gar zwei verschiedene Kandidatinnen vorhanden waren, konnte es in diesem Frauenparlament recht lebhaft zugehen. Nach der Wahl fand dann aber gewöhnlich die Versöhnung statt und die ganze Gesellschaft – 100 bis 200 Frauen – wanderte zu einem Trunke ins Hauptwirtshaus. Einzelne Gemeindebücher wissen zu erzählen, dass dieser gemütliche Teil des anstrengenden Geschäfts sich wie bei der grössten politischen Wahl stark in die Länge zog.
("Aus alter Zeit.")
Kirchturm
"Ist der von einzelnen Nachfahren der Generation von 1893 erhobene Vorwurf, diese hätte den Kirchturm und damit das Dorfbild verschandelt, berechtigt? Das darf doch wohl kaum behauptet werden. Man kann vielleicht einwenden, die zur Umgestaltung treibenden Motive seien zufällig gewesen und entbehrten eines Ideengehaltes. Doch wird kaum bestritten werden können, dass die Verabschiedung des Satteldaches und dessen Ersetzung durch den hoehn Helm dem allgemeinen Empfinden und Wünschen entsprach. Diese aber sagten: "Zur Zeit, da der Kösbissenturm errichtet wurde, bestand das Dorf zum grössten Teil aus Flarzhäusern, die zu Gruppen und Grüpplein vereint, ihn umlagerten. Da war es von ihm doch nur schicklich, dass gleich ihnen auch er sich duckte. Als sich im Laufe der Zeit die Räume zwischen den Flarzgruppen mit stattlicheren Steinbauten füllten und manch ein Glied in den ersteren eine Ausdehnung nach oben erfuhr, da musste auch der Kirchturm Schritt halten, wollte er seine Rolle als überragender Regent behalten und das blickfangende Wahrzeichen des Dorfes bleiben."
(1950)
Weberei Thal
gegründet 1856 von Jakob und Heinrich Honegger, Müller im Tobel. Bis 1925 eine Drechslerei. Heute Gewerbe.
Glocken-Geist
Es hät emol gheisse, jede Morge gseht mer en Geischt im Chileturm obe. Glii hät mer aber usegfunde, wie das gsii isch: Will de Sigrist nüme eso hät möge rüh ufstoh, aber mer hät müese Glogge vo Hand lüüte, hät sich de Beck Volleweider bereit erklärt, er ghängi in Turm ue go lüüte. Will er e wissi Bäckerschoss aa gha hät, häts die vom Wind vo de Glogge, wo hin und her gschwunge händ, immer eso umegwindet. Das hät vo de Stross us dänn amigs uusgseh, wie wenn es wisses Gspengscht im Turm obe wär.
Felsenau
Kühweid-Weiher
Wo heute Wohnungen stehen, war früher der Kühweidweiher: Erste Badeanstalt in Wald – aber keine sehr erfolgreiche. Das Wasser aus dem Schmittenbach war fürchterlich kalt. Die vielen Weiher waren Teil einer ausgeklügelten Infrastruktur zur Energiegewinnung für die Textilbetriebe.
Gemeindehaus Wald
Die ehemalige Primarschule ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung.
Weberei Unteres Grundthal
gegründet 1859. 1888 Ankauf durch Reimann und Spörri (Laupen). Stillgelegt 1984. Heute Gewerbe.
Friedhofstrasse 19
Letzten Montag wurde ein württembergischer Maurer, namens Georg Schänzle von Oberstetten, [wohnhaft in der Friedhofstrasse] polizeilich hierher und von da als geisteskrank ins Burghölzli bei Zürich gebracht. Es stellt sich heraus, dass dieser Schänzle, ein von Natur aus etwas tiefsinniger Charakter, bei einem hiess. Meister schon vor 2 Jahren und auch dieses Frühjahr wieder in Arbeit gestanden, vorletzten Montag nach Einsiedeln gepilgert ist, um sich, als Katholik, die Absolution zu erwerben. Der Beichtvater soll, wie man sagt, dem Sünder – aber so viel man weiss nur in dem Grad wie wir Alle sind – die Erlangung der Seligkeit total abgesprochen, jedenfalls die Hölle heiss genug gemacht haben, kurz und gut so, dass der sonst fleissige Arbeiter, am Dienstag oder Mittwoch hieher zurückgekehrt, am Freitag Nachmittag plötzlich die Arbeit verliess, am Samstag Morgen mir nichts dir nichts sich entfernte und am Sontag in Rapperswyl als ein ohne Schriften herumstreichendes Individuum abgefasst werden musste, nachdem er sich in der Kirche und dem Kirchhof durch sein auffallendes Benehmen verdächtig gemacht haben soll. Es ist nun mehr denn wahrscheinlich, dass durch diese pfäffische Impfung der seither immerwährend um die Seligkeit jammernde junge Mensch aus dem richtigen Gleise geraten.
Falken
Zollhaus
Von 1638 an wohnte hier der vereidigte Zoller, der die korrekten Zollabgaben auf dem Walder Wochenmarkt überwachte. Mit der Abschaffung der Zölle 1836 ging das Haus zunächst an die Gemeinde, danach betrieb hier ein ehemaliger Zoller eine Wirtschaft, Bäckerei sowie die Brückenwaage am Dorfplatz. Das markante Fachwerkhaus brannte 2006 ab und wurde abgerissen.
Weberei Diezkion
gegründet 1859. 1888 Ankauf durch Reimann und Spörri (Laupen). Stillgelegt 1984. Heute Gewerbe.
Centralhof
Feuerwehr-Museum
Brach eine Feuersbrunst aus, so wurde zuerst mit dem "Hörnli" oder "Fürhorn" gehornet, dann mit allen Glocken Sturm geläutet. Der "Fürlauf" oder "Fürreiter" wurde sofort avisiert und er ritt zu Pferd die nächste Gemeinde zu benachrichtigen und Hilfe zu holen. Dann wurden die hölzernen Handspritzen aus dem rot und weiß bemalten und mit entsprechenden Sprüchen versehenen "Sprützehüsli" hervorgeholt, auch die Schläuche und die Feuereimer. In langer Kette – vom nächstgelegenen Feuerweiher oder Bache – wurden die ledernen Feuereimer, mit Wasser gefüllt, von Hand zu Hand geboten und in das Spritzenreservoir entleert, von wo aus das Wasser in ähnlicher Weise, wie bei den heutigen Spritzen, durch das Wendrohr an den Feuerherd geleitet wurde. Gewöhnlich brannten die Gebäude bis auf die Brandmauern nieder und diese wurden nachträglich, bevor die Behörde (zum Abschätzen des Brandes) auf dem Platze erschien, mit langen "Fürhögge" (Feuerhacken) umgerissen oder eingestoßen, um einen möglichst grossen Schaden herauszuschlagen. Da half nun gerne jeder dem Andern, denn im ähnlichen Unglücksfalle konnte er auf gleiche Mithilfe zählen.
("Aus alter Zeit. Allerhand Lust und Leid das Jahr hindurch.")
Erste Hilfe
D'Hebamme Kunz isch emol im Winter mit em Doktor Kuhn mit de Kutsche vom Jonethal her cho. Wos Brügle ab cho sind, hät de Dr. Kuhn nüme chöne bremse und isch im Neuhof une is Bruggegländer ie gschosse. D'Hebamme Kunz isch im höche Booge i d'Jona abe gheit. Dank em viele Schnee hät's ihre fascht nüt gmacht. Sie isch mit Prellige und Schürfige devo cho. No meh weh weder die Verletzige aber hät ihre weh to, dass sie em Dr. Kuhn, wo jo gschuld gsi isch, no hät müesse e Rechnig zahle zur Behandlig vo ihre Verletzige.
Hôtel de la Couronne-d'Or
Das erste Haus am Platz: Hier spielte sich bis zum Bau der Bahnhofstrasse das Dorfleben ab - bis hin zu artistischen Vorführungen der Familie Knie. "Bei aller ächt schweizerischen Eigenart hat die verehrte Geschäftsreisendenmutter 33 Jahre lang in wirklicher Liebe den gehetzt reisenden Kaufmann musterhafte Pflege angedeihen lassen." (Volksblatt am Bachtel 1896)
Café Künzler
Weberei Winkel Laupen
gegründet 1866 von Reimann (Laupen) und Spörri (Bäretswil). Schliessung 1979. Heute Gewerbe.
Pension Sonnenberg
Ursprünglich als Pension errichtet, wurde das Gebäude als Krankenstation für die Höhenklinik genutzt. Insbesondere Frauen mit fortgeschrittener Tuberkulose wurden hier gepflegt.
Buffet de la Gare
Chilbi
An der "Chilbi" (Kirchweih) führte der Knabe das Mädchen zum Tanz und trank mit ihr etwa eine "Halbe Gueten", dazu "e chli Sueßes", und begleitete seine Tänzerin gegen den Morgen nach Hause, wo sie ihm einen schwarzen Kaffee und e chli Kirsch oder "Brenz" (Tresterbranntwein) vorstellt. Die Mutter ging gewöhnlich bis zur Rückkehr ihres Meitli nicht ins Bett, sie "nickt" zum Scheine auf dem Choustbänkli; in Tat und Wahrheit aber machte sie die nicht immer unnötige Sittenpolizei, besonders wenn es noch zu keiner richtigen Verlobung gekommen war.
In früheren Jahren war es besonders die "Chilbi" von Wetzikon, die von den umliegenden Dörfern stark besucht war; es muss hie und da "chrutig" hergegangen sein, so dass deren Besuch bei schwerer Strafe verboten wurde. In den letzten Dezennien nimmt ihre Stelle der "Ustemermärt" ein, der indessen infolge des starken Anwachsens der Industriebevölkerung viel von seiner Urwüchsigkeit verloren hat und mehr zum Rendez-vous derselben geworden ist, während das bäuerliche Element mehr und mehr verschwindet.
("Aus alter Zeit. Die Jugendzeit.")
Weberei Wellenwaage
gegründet 1840 von Johannes Wild. Wellenwaage war die erste Weberei Walds und produzierte mit bis zu 200 Webstühlen. Von 1885 an Umbau zu Wohnungen.
Brauhof
Kreuz
De Jakob Hess vo de „Sillematt“, hät mängs Joor im „Chrüz“, wisewii vom Gmäindshuus gwirtet.
Villi Puure vo usset em Dorf, aber au vill Arbäiter und Aagschtellti im Dorf händ bi imm vercheert.
Esoo notürli immer au en Täil von Walder Pöschtler. Der Emil Walder, äine von ene, ischt immer öppe uf em Häiwääg „no vertschlipft“. Eer hät schiints de Frau vo de Tuur häi müese drüü Totz Eier bringe, und ischt debei ämmeö mit siiner Täsche au no im „Chrüz“ verhocket.
Di gchaufte Eier heb eer uf em Fäischtersims abgschtellt ghaa. Do hät en Spassvogel de Wiirti gsäit: „Wännt id Chuchi goscht go Spiegeleier brötle, spänd ich der d Eier dezue.
Glii händ esoo di erschte „Stammgescht“ iri „Stierenauge“ übercho.
D Frau Walder, won ire Ma ischt cho sueche, hebi mer grad au iiglade zum Mittässe. Sii hebi sogar de Maa ermunteret: „Emil iss, du bruchscht dänn nüüt me Znacht!“
No eme gmüetliche Oobig sejged s Walders dänn häizue. Deet hebi dänn aber „o häilige Schreck“, em Poschtler si Frau gmerkt, dass sii ghulffe hät di äigne Eier z ässe.
Weisses Kreuz Ried
Am Pilgerweg gelegen, gehört das 'Kreuz' zu den frühesten Gaststätten im Gemeindegebiet. Sprichwörtlich wurde die Inschrift in der Gaststube: "Hüt fürs Geld und morn umesonst."
Weberei Laupen
gegründet 1858 von Jakob Martin (Lehrer in Wald). 1882 Übernahme durch Spoerry & Schaufelberger. Schliessung 1984. Heute SKS Kunststoffteile.
Baugarten
Rickenbach
Hier beginnt die Geschichtsschreibung Walds: Der Hof Rickenbach wurde 820 dem Kloster St. Gallen gestiftet. Zuerst wurden die Hügelterrassen rund um das lange Zeit unbedeutende Dorf in der Talsenke bewohnt.
Zipfel
D Frau Honegger im Zipfel, hät vor hundert Joore under irne Stammgescht hauptsächli Fabrikante und besseri „Natrichslüüt“ ghaa.
Ase hät mer de Hans Brändli-Sänn a de Paanhoofschtross, vor öppe Driissgg Joore i der Sännhütte vorne verzellt, wie de „Hundsrugge-Schniider“, sin Vatter i dä illuschtri Chräis iechoo ischt.
Spinnerei Lindenhof
gegründet 1822 von Johannes Wild und Josef Solivo aus Männedorf. Nach der Schliessung 1988 ausgebaut zu Loft-Wohnungen.
Bachtel
Walder Echo
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus: In 8636 Wald gilt das vielleicht mehr als anderswo. Wer das einzige Echo selbst testen möchte, muss nur den Wanderwegweisern folgen.
Seidenweberei Felsau
gegründet 1898 von Jacques Honegger, Schlipf. Von 1968 an Keller AG, Weberei 1972 bis zur Schliessung 2011.
Kreuzstrasse
Im Restaurant Chrüzstrass hät emol en Wirt gewirtet, wo Sauter gheisse hät. Do hät emol en Spassvogel i de Suuserziit die Tafle gänderet vor de Wirtschaft use und statt Sauser im Stadium hät er gschriibe "Sauter im Stadium".
Spinnerei Bleiche
gegründet 1813 von Pfenninger aus Stäfa. Hier wurden die ersten Spinnmaschinen in Wald eingesetzt. 1819 Übernahme durch Johannes Wild. Schliessung 1988.
Alter Ochsen
Schwert Blattenbach
"Hier im 'Schwert' ruhte der schwäbische Pilgrim auf seiner Reise über das Hörnli nach 'Oisiidle' eine Weile, kramte seinen Speck, die gedörrten Birnen und Zwetschgen, das schwarze Roggenbrot aus und trank dazu ein Schöpple' des milden Seeweins - oder zwie. Daneben sassen die Tüchler und Fergger, die Vieh- und Käsehändler und legten die goldgefüllten Schweinsblasen klirrend auf den Eichentisch." (Aus einer Beschreibung des Zürcher Oberländer Wandergebiets)
Weisses Kreuz Ried
Am Pilgerweg gelegen, gehört das 'Kreuz' zu den frühesten Gaststätten im Gemeindegebiet. Sprichwörtlich wurde die Inschrift in der Gaststube: "Hüt fürs Geld und morn umesonst."
Spinnerei Jonatal
Spinnerei Jonatal: gegründet 1854 von Peter Gysling. 1877 bis 1945 Seiler und Fischer. Später Ornamin. Heute Lofts.
Alte Krone
Ruine Balikon
Spezielle Zeugin früher Befestigungsbauten rund um Wald: Die Ruine Balikon weist einen ungewöhnlichen fünfeckigen Grundriss auf und ist ein gut erreichbares Wanderziel.
Walder Echo
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus: In 8636 Wald gilt das vielleicht mehr als anderswo. Wer das einzige Echo selbst testen möchte, muss nur den Wanderwegweisern folgen.
Alkoholfreie Gemeindestube
Heimatmuseum
Ich bin auch eine Schatzkammer: Im ehemaligen Bürogebäude der Textil-Firma Spoerry und Schaufelberger befindet sich neben dem Gemeindemuseum das umfangreiche Chronik-Archiv. Dass Walds Kultur- und Sozialgeschichte akribisch und nach wissenschaftlichen Standards dokumentiert wurde, ist ein Verdienst Heinrich Krebsers.
Althaus
Das Althuus ischt e guet bsuechti „Bäiz“ gsii und hät en Huuffe Stammgescht ghaa. Verschtoot si, binere attraktive Wirtene und au öppe-n-ere rassige Uufwärtene. Hauptsächli won „d Germaine“ gserwiert hät, ischt schon fascht eh es Glöiff gsii is „Althuus“ abe. Bsunderhäitli es paar elteri Junggselle müend dem rassige Wiibsbild no lang nowetruuret haa. Sogar d Fasnachtzittig ischt säb Joor mit Althuusgschichte bimüet worde. „Germania ging ins Welschland……!“ häts do ghässe. Zwee vos Schlosserchuenzebuebe hebed derwäge no lengeri Ziit suur id Wältgschicht use glueget. Au der „Elba SChüll“ sejg nüd oogschore plibe. Von iim ischt s Greed umme ggange: „Wänn eer is Althuus chömm, schickeds ammel de „Schang“ an Paanhoofkiosk go de Tagesaazäiger chauffe. Dää hät dänn immer d Glägehäit binutzt, bim Braschler im „Schönegg“, wie dänn s Reschterant Paanhoof no ghäisse hät, äis go schnappe. Esoo ischt dänn d Luise sicherli für es „Schööfferschtündli“ oogschtört gsii. Die wo dänn händ welle cho „Hoorschniide oder Rasiere“, händ dänn s Pier oder de Kafi äifach vooruus müese gnämige. Em Vernää nowe isches schwirig gsii, im „Althuus“ en Platz am Stammtisch z ergattere, sind doch do esoo tröji Gescht gsii und hät jede uf siin aagschtannte Sitz pochet, dass jede Iidringlig ewägg gschickt worde ischt.
Spinnerei Sagenrain
gegründet 1850 von Jakob Oberholzer vom Hübli. Von 1936 an eine Hüppen-Fabrik. Später wechselnde Gewerbebetriebe. Heute Sitz der Bioengineering AG.
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