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    WALDS ZAUBERBERG


    „Erst akklimatisiere dich mal, das ist gar nicht so leicht, sollst du sehen. Und dann ist das Klima auch nicht das einzig Sonderbare bei uns.“ Thomas Mann: Der Zauberberg
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    ANSCHLUSS NICHT VERPASSEN


    Das 20. Jahrhundert war noch nicht angebrochen, aber weitsichtige Walder suchen nach Alternativen zur Textilindustrie. Der Tourismus wird erfunden! Mit der wachsenden Mobilität durch die neuen Eisenbahnverbindungen entstehen überall Kurorte undAusflugsziele. Ein Trend, den Wald zu verschlafen droht.
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    AKRIBISCHE RECHERCHEN


    Den Zuschlag für das kantonale Lungensanatorium bekommt man nicht einfach nur für schöne Landschaft alleine. Der Gewerbeverein will es genau wissen und sammelt an möglichen Standorten akribisch Wetterdaten. Wald kam auf 289 Stunden Sonnenschein – verglichen mit mageren 132 Stunden in Zürich. „Zwei Stunden Vorsprung auf Davos“, hielt das Messprotokoll im Dezember 1896 zufrieden fest. Ausserdem: „Temperatur günstiger als Zürich, Windverhältnisse ebenfalls, Wasser als vorzüglich befunden.“
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    BAUBEGINN SANATORIUM


    Damit Visionen Wirklichkeit werden, muss man auch Fakten schaffen. Der Baubeginn erfolgte, obwohl das nötige Geld noch lange nicht beisammen war. Zu den projektierten 520‘000 Franken fehlte immerhin noch knapp die Hälfte.
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    ANLAGE UND ERÖFFNUNG


    Die Winterthurer Architekten Jung und Bridler gestalteten ein modifiziertes Pavillonsystem. Die Anlage mit mehreren Stockwerken und die Unterteilung in einzelne Krankenzimmer ermöglichten eine Beibehaltung der lufthygienischen Grundidee, die Patienten in möglichst alleinstehenden Gebäudeteilen voneinander zu trennen. Die Modifikation verkürzte allerdings die Wege und erwies sich im Krankenalltag als praktischer.
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    AUSBAU UND VERÄNDERUNGEN


    Die ehemalige Fremdenpension Sonnenberg konnte 1910 günstig erworben werden. Diese Klinikerweiterung markiert eine erste Neuorientierung in der medizinischen Ausrichtung. Trotz grossen Patientenandrangs wurden die 30 Betten nicht für die Heilung genutzt, sondern zur Pflege schwerstkranker Frauen, die an fortgeschrittener Tuberkulose litten und voraussichtlich dauerhaft pflegebedürftig bleiben würden.
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    SCHWIERIGE BEDINGUNGEN


    Seit den 1940-er Jahren war ein grösserer Umbau geplant. Der zweite Weltkrieg verzögerte das Projekt. Die Zustände in der Klinik blieben schwierig. „Das Fehlen von Liften ... zwingt uns, Kranke treppauf, treppab durch im Winter kalte Gänge zu transportieren, wobei als Transportmittel Bahre und Tragstuhl und als Träger die Handwerker des Hauses in Frage kommen...“
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    UMSTRUKTURIERUNG


    Mit wirksamen Medikamenten verlor die Behandlung der Tuberkulose kontinuierlich an Bedeutung. 1967 wurde deshalb eine Spitalabteilung mit 40 Betten im Ostflügel eröffnet: Das Lungensanatorium wurde zur Mehrzweckheilstätte. 1983 befanden sich durchschnittlich zehn Tuberkulose-Patienten in der Klinik. Vier Jahre später waren es nur noch 50 Patienten auf das gesamte Jahr verteilt.
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    HÖHENKLINIK


    Etwa 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt die Höhenklinik. Damit ist sie eine der grossen Arbeitgeberinnen in der Region. Stationäre und ambulante Behandlungen summieren sich 2013 auf knapp 50'000 Behandlungstage. Das entspricht einer Auslastung von mehr als 90 Prozent. Der mit Abstand grösste Anteil der stationären Patienten stammt aus dem Kanton Zürich.
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