WALD UND WELTPOLITIK
- TITEL DER GESCHICHTE: WALD UND WELTPOLITIK
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Den Jahrhundertwechsel nach der Französischen Revolution bekommt die Gemeinde Wald brutal zu spüren. Politische Umbrüche bedeuten auch wirtschaftliche Zwänge für die noch junge Textilindustrie. Kriegswirren, wechselnde Staatsformen (helvetische Republik, Mediation, Restauration) und entsprechend unstabile Machtverhältnisse vor allem zwischen Stadt und Land verhindern eine kontinuierliche Entwicklung.
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Die aufgestellten Freiheitsbäume können nicht darüber hinweg täuschen: Napoleons Einmarsch in die Schweiz bringt Elend über das Land, Verwüstungen und Plünderungen.
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1799 marschieren kaiserliche Truppen in Wald ein. Acht prominente Walder werden festgenommen. Der Verdacht macht die Runde, sie seien durch Pfarrer Bernhard Meyer, einen früheren Feldprediger, verraten worden. Drohungen werden laut: Sobald Meyer auf die Kanzel gehe, werde man ihn „obe abe schlage“. Es folgen jahrelange Anfeindungen, bis Meyer nach Uster übersiedelt.
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Als der aufgeklärte Theologe David Friedrich Strauss 1839 auf einen Lehrstuhl berufen wurde, formierte sich in den konservativen Landgemeinden starker Widerstand, der als „Straussenhandel“ in die Geschichte einging. In Wald wurde der Fabrikant Jakob Oberholzer zur Figur dieses Protests. Im Sagenrain rief er eine Bibelgruppe ins Leben und baute eine eigene Kapelle. Viele angesehene Walder Persönlichkeiten schlossen sich ihm an. Später ging die Bibelgruppe in der Chrischonagemeinde auf.
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