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GESCHICHTEN. Bilderzählungen

ENDE EINER ÄRA

  • TITEL DER GESCHICHTE: ENDE EINER ÄRA
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    • Image: ENDE EINER ÄRA, Bildlegende:

      Mit der Weberei Keller schliesst 2011 die letzte der traditionsreichen Walder Textilfabriken ihre Tore. Die Textilverarbeitung hatte Wald geprägt, schon bevor die ersten Fabriken entstanden. Mutige Pioniere bauten grosse Unternehmen auf und sorgten in Wald für Wohlstand - aber auch Abhängigkeiten von der Weltpolitik.

    • Image: MANCHESTER DER SCHWEIZ, Bildlegende:

      Die Keller-Fabrik ist die letzte Zeugin einer Epoche, die Wald die Bezeichnung „Manchester der Schweiz“ eingebracht hat. Auf dem Höhepunkt der Textilverarbeitung gab es in der Gemeinde 14 Webereien und vier Spinnereien und eine Seidenweberei.

    • Image: INDUSTRIE UND ARBEIT, Bildlegende:

      Die gewaltige Anzahl von 2'448 Webstühlen und 27'000 Spindeln waren in Betrieb. Entsprechend war die Einwohnerzahl im 19. Jahrhundert angestiegen: innerhalb von vierzig Jahren von 3'800 auf über 6'000.

    • Image: GLOBALER WETTBEWERB, Bildlegende:

      Der globale Wettbewerb zwang die Webereien zuletzt in immer kürzere Produktzyklen. Mit innovativen Textilien und speziellen Maschinen besetzten sie einen Nischenmarkt im Highend-Bereich.

    • Image: AUSVERKAUF UND ABBRUCH, Bildlegende:

      Alles muss raus: Die Maschinen wurden nach Indien verkauft.

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WARUM WALD?

  • TITEL DER GESCHICHTE: WARUM WALD?
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    • Image: WARUM WALD?, Bildlegende:

      Wie konnte Wald zu einem Zentrum für die Textilindustrie werden? Die vielen Wasserläufe waren optimale Voraussetzung für den Energiebedarf der Fabriken ­– aber das traf auch auf andere Gebiete zu. Hier kommt die bei den vielen Bauern weit verbreitete Heimarbeit ins Spiel. Das entsprechende Fachwissen war also längst vorhanden.

    • Image: LEBEN ­– UND ÜBERLEBEN, Bildlegende:

      Man muss sich die Lebensumstände vergegenwärtigen: Die Berghänge rund um Wald eigneten sich nicht zum Bau von zusammenhängenden Wohnsiedlungen. Auf den Talnischen, Terrassen und Plateaus gab es nur Platz für Einzelhöfe und Weiler. Flächen für Ackerland mussten sich die Bauern erst mühsam durch Rodung erkämpfen; Sumpfland musste entwässert werden.

    • Image: INDUSTRIE UND ARBEIT, Bildlegende:

      Im ersten Bevölkerungsverzeichnis von Wald (1634) sind 570 Einwohner vermerkt ­– verteilt auf 33 Siedlungen. Das um die Kirche gruppierte Dorf zählte 20 Familien mit 76 Einwohnern und hatte rein bäuerlichen Charakter.

    • Image: ALLE MÜSSEN HELFEN, Bildlegende:

      Ihre Erzeugnisse verkaufen die Bauern auf dem Markt, aber die Einkünfte reichen kaum zum Überleben. Seit dem Mittelalter war die gesamte Familie damit beschäftigt, durch Nebenverdienste das Überleben zu sichern.

    • Image: NEBENVERDIENSTE, Bildlegende:

      Neben der Holzverarbeitung, dem Korbflechten und dem Köhlern gewann die Garngewinnung an Bedeutung. Anfangs mit der Handspindel, später am Spinnrad verarbeiteten die Frauen und Mädchen Hanffasern aus dem „Hanfäckerli“ vor dem Haus zu Garn.

    • Image: BAUERN ALS KLEINUNTERNEHMER, Bildlegende:

      Mit dem Garn ging man hausieren oder verkaufte es auf den Wochenmärkten in der Umgebung. Von jeher traten die Bauern also auch als findige Kleinunternehmer in Erscheinung: „Der zürcherische Bergbauer ist heute Fabrikant, morgen wieder Landbauer und mit den Jahreszeiten wechselt ständig seine Beschäftigung.“

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VOM SPINNEN ZUM WEBEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: VOM SPINNEN ZUM WEBEN
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    • Image: VOM SPINNEN ZUM WEBEN, Bildlegende:

      Erst mit dem Aufkommen brauchbarer Webstühle verlor die Heimspinnerei an Bedeutung. Webstühle um 1750 verfügten bereits über eine vergleichsweise komplexe Steuerung für unterschiedliche Webmuster. Mehr als zwei Drittel der etwa 2000 Einwohner beschäftigten sich mit der Baumwollverarbeitung.

    • Image: HANF VOR DEM HAUS, Bildlegende:

      Ursprünglich hatten die Menschen strapazierfähige Hanffasern zu Garn versponnen. Noch der ärmste Bauer hatte deshalb sein kleines „Hanfäckerli“ vor dem Haus. Hanf wurde von Flachs abgelöst. Mitte des 18. Jahrhunderts trat die Baumwolle ihren Siegeszug an. Diese wurde aus Amerika importiert.

    • Image: BESSERES LEBEN, GRÖSSERE FAMILIEN, Bildlegende:

      Die Heimarbeit führte zu besseren Lebensbedingungen - das lässt sich auch an der Einwohnerzahl ablesen. Die vervierfacht sich innerhalb eines Jahrhunderts: 1739 zählte Wald bereits 2124 Bewohner. Die Kindersterblichkeit geht zurück. Die Familien werden grösser: Mit der Heimarbeit sind Kinder nicht mehr in erster Linie Belastung, sondern günstige Arbeitskräfte.

    • Image: DIE FERGGER, Bildlegende:

      Diese Blüte der Heimarbeit wäre ohne die Arbeit der Fergger nicht denkbar gewesen. Sie organisierten die Versorgung mit Rohstoffen, holten die fertigen Produkte ab und nahmen die Bezahlung vor.

    • Image: BESCHEIDENER WOHLSTAND, Bildlegende:

      Durch die Heimarbeit hatten Menschen mehr Geld zur Verfügung. Nicht immer gingen sie damit verantwortlich um. Häufig profitierten die Wirtshäuser. Periodisch beklagen Pfarrherren „ausuferndes Kegeln, Verarmung durch Schwelgerei, unbändiges Saufen sowie überhandnehmende Liederlichkeiten an Hochzeiten“, zu denen man teilweise über hundert Gäste einlade.

    • Image: SOZIALE AUSWIRKUNGEN, Bildlegende:

      Nicht die Landwirtschaft, sondern die Heimarbeit wurde zum sozial bestimmenden Element. Es heisst, dass leichtsinnig frühe Ehen geschlossen wurden zwischen Leuten, „die zwar zwei Spinnräder, aber kein Bett zusammenbringen konnten“.

    • Image: RAUHES LAND, RAUHE LEUTE, Bildlegende:

      „Es ist hier ein unebenes rauhes Land. Ein gleiches kann man überhaupt von den Einwohnern desselben sagen. Noch ist bei vielen grosse Unwissenheit und Dummheit, Unordnung und Lieblosigkeit, Trunkenheit, da selten die sechs Wirtshäuser der Gemeinde leer, auch einige Heldinnen im Weinsaufen oftmals mit ihren Kindern darin anzutreffen sind.“ (1763)

    • Image: ... UND RAUHE SITTEN, Bildlegende:

      „Die Gemeinde ist verderbt. Neben sieben öffentlichen Gaststätten bestehen 28 Winkelwirtschaften; in der Gemeinde Wald werden jährlich wohl gegen 200‘000 Flaschen Wein und Bränz verbraucht. Am letzten Jahrmarkt ist fast drei Tage lang aneinander in öffentlichen und Privathäusern getanzt worden.“ (1766)

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WALD UND WELTPOLITIK

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALD UND WELTPOLITIK
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    • Image: WALD UND WELTPOLITIK, Bildlegende:

      Den Jahrhundertwechsel nach der Französischen Revolution bekommt die Gemeinde Wald brutal zu spüren. Politische Umbrüche bedeuten auch wirtschaftliche Zwänge für die noch junge Textilindustrie. Kriegswirren, wechselnde Staatsformen (helvetische Republik, Mediation, Restauration) und entsprechend unstabile Machtverhältnisse vor allem zwischen Stadt und Land verhindern eine kontinuierliche Entwicklung.

    • Image: ENDE DER ALTEN EIDGENOSSENSCHAFT, Bildlegende:

      Die aufgestellten Freiheitsbäume können nicht darüber hinweg täuschen: Napoleons Einmarsch in die Schweiz bringt Elend über das Land, Verwüstungen und Plünderungen.

    • Image: DER PFARRER ALS VERRÄTER, Bildlegende:

      1799 marschieren kaiserliche Truppen in Wald ein. Acht prominente Walder werden festgenommen. Der Verdacht macht die Runde, sie seien durch Pfarrer Bernhard Meyer, einen früheren Feldprediger, verraten worden. Drohungen werden laut: Sobald Meyer auf die Kanzel gehe, werde man ihn „obe abe schlage“. Es folgen jahrelange Anfeindungen, bis Meyer nach Uster übersiedelt.

    • Image: STRAUSSENHANDEL IM SAGENRAIN, Bildlegende:

      Als der aufgeklärte Theologe David Friedrich Strauss 1839 auf einen Lehrstuhl berufen wurde, formierte sich in den konservativen Landgemeinden starker Widerstand, der als „Straussenhandel“ in die Geschichte einging. In Wald wurde der Fabrikant Jakob Oberholzer zur Figur dieses Protests. Im Sagenrain rief er eine Bibelgruppe ins Leben und baute eine eigene Kapelle. Viele angesehene Walder Persönlichkeiten schlossen sich ihm an. Später ging die Bibelgruppe in der Chrischonagemeinde auf.

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KONKURRENZ DURCH MASCHINEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: KONKURRENZ DURCH MASCHINEN
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    • Image: KONKURRENZ DURCH MASCHINEN, Bildlegende:

      In England wird die mechanische Spinnerei erfunden. Um 1800 gelangen diese Maschinen auch ins Zürcher Oberland. Die Folge: Billige Maschinengarne überschwemmen das Land. Die Bewohner des Oberlandes sind mit ihrer traditionellen Produktionsweise nicht mehr konkurrenzfähig und bleiben auf ihren Erzeugnissen sitzen.

    • Image: JAHR OHNE SOMMER, Bildlegende:

      Die Landwirtschaft allein kann die vielen Menschen nur mit Mühe ernähren. Dazu kommen Missernten. 1816 und 1817 gehen als katastrophale Hungerjahre in die Geschichte ein. Wobei Wald und Fischental zumindest 1817 glimpflich davon gekommen zu sein scheinen: „Der Sommer 1817 war fruchtbar. Die Kühe und Ziegen gaben viel Milch. Mit Milchspeisen, dem wenigen Mehl, das sie aufzutreiben wußten und ihren spärlichen Vorräten (auch an Erdäpfeln, die zerkleinert sogar gedörrt aufbewahrt wurden) wussten diese Bergbewohner sich über die schlimmste Zeit hinwegzuhelfen.“ (Geschichte der Schulgemeinde Strahlegg)

    • Image: BÄUERLICHER PRAGMATISMUS, Bildlegende:

      Wegen ihrer schönen Blüte galt die Kartoffel anfangs als Zierpflanze. Als Nahrungsmittel wurde sie als „Teufelsfrucht“ weithin gering geschätzt und verbreitete sich erst im Lauf des 18. Jahrhunderts in Europa. Spätestens um 1750, wahrscheinclih schon deutlich früher, wurden „in großen Mengen, selbst in kleinen Pflanzplätzen ‚bis hoch in die Berge hinauf‘“ (Krebser) Kartoffeln angepflanzt. Stadtarzt Hirzel hält fest: „...die Pflanzung der Erdapfel, dieses nicht genug erkannte und verehrte Geschenk der Vorsehung zur Vorbauung der Hungersnot ist bey der Zunahme der Fabriken zuerst in den Gemeinden Wald und Fischenthal allgemein eingeführt worden.“ (Auserlesene Schriften zur Förderung der Landwirtschaft)

    • Image: MECHANISCHE SPINNEREIEN, Bildlegende:

      Kleine mechanische Spinnereien schossen jetzt wie Pilze aus dem Boden. Das waren unrationelle, von einem Wasserrad angetriebene Handwerksbetriebe. Nach und nach fanden die arbeitslosen Handspinner dort eine neue Verdienstmöglichkeit.

    • Image: ERSTE HEIMWEBEREI, Bildlegende:

      Viele der ehemaligen Handspinner versuchen ihr Glück und wechseln auf ihrem Bauernbetrieb in die Heimweberei, die um 1820 eine kurze Blütezeit erlebte. Die dazu nötigen Maschinen wurden aus Holz und in grossen Stückzahlen hergestellt. Der Verkaufspreis richtete sich nach Gewicht.

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UMWÄLZUNGEN MIT DEM USTERTAG

  • TITEL DER GESCHICHTE: UMWÄLZUNGEN MIT DEM USTERTAG
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    • Image: UMWÄLZUNGEN MIT DEM USTERTAG, Bildlegende:

      Der Ustertag läutet neue politische Verhältnisse ein: 10‘000 Menschen fordern 1830 die Gleichstellung von Stadt und Land. Ergebnis ist eine neue Verfassung. Es ist auch die Geburtsstunde industrieller Textilproduktion im Zürcher Oberland. In der Folge können junge Pioniere in Wald unternehmerisch erfolgreich tätig werden.

    • Image: LÄNDLICHES SELBSTBEWUSSTSEIN, Bildlegende:

      Bis zum Ustertag befand sich das Zürcher Oberland im Würgegriff der Stadt Zürich – obwohl die Landbevölkerung längst zahlenmäßig überlegen war. Mit den Ferggern, Tüechlern, Wirten, Müllern und hauptberuflichen Heimwebern hatte sich eine selbstbewusste bürgerliche Schicht gebildet. Diese will mit ihrer Forderung nach mehr Mitspracherecht als politische und wirtschaftliche Kraft ernst genommen werden.

    • Image: GÜNSTIGE VORAUSSETZUNGEN..., Bildlegende:

      Durch die vielen arbeitslosen Heimspinner und Heimweber ist in Wald ein großer Pool an fachkundigen (und günstigen) Arbeitskräften vorhanden, auf die die neuen Unternehmer zurückgreifen können.

    • Image: ...FÜR MUTIGE UNTERNEHMER, Bildlegende:

      Mit dem Wasserreichtum der Gegend ist die Grundvoraussetzung gegeben, um die vielen mechanischen Webstühle anzutreiben.

    • Image: SPEZIELLER KLAPP-STUHL, Bildlegende:

      Mit dem klappbaren Gebärstuhl auf dem Rücken gingen die Hebammen zu den Entbindungen. Zusammen mit verbesserter Hygiene und medizinischer Versorgung sank die Kindersterblichkeit. Ideale Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum.

    • Image: IMPORT – EXPORT, Bildlegende:

      Im grossen Stil wurde Baumwolle importiert und aufbereitet. Als Naturprodukt musste es an jede Fabrik und für jede Maschine exakt angepasst zu Garn versponnen werden. Deshalb wurde Baumwolle als Rohstoff geliefert und ortsnah verarbeitet.

    • Image: USTERBRAND, Bildlegende:

      Mit der Verbreitung des mechanischen Webstuhls ereilt die Heimweberei das gleiche Schicksal wie die Heimspinnerei. Gegen die entstehenden großen Webereien konnte sie sich nicht behaupten. Da nützte es auch nichts, dass Oberländer Weber 1832 in ihrer Ohnmacht die Weberei Korrodi und Pfister in Uster in Brand steckten. Der Usterbrand ist der bekannteste Fall eines Maschinensturms in der Schweiz.

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WO LIEGT WALD?

  • TITEL DER GESCHICHTE: WO LIEGT WALD?
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    • Image: WO LIEGT WALD?, Bildlegende:

      Wenn der Nebel wieder auf dem Zürichsee sitzt, ist die Antwort eigentlich immer eindeutig. Wald liegt in der Sonne!

    • Image: 47°16'N 8°54'O, Bildlegende:

      Die GPS-Koordinaten führen ins Zürcher Oberland: Wald liegt in einer Talmulde, umgeben von seinen Aussenwachten. Die Stadt Zürich ist in Griffnähe und doch gleichzeitig weit genug entfernt. Hinunter an den Zürisee nach Rapperswil ist es ein Katzensprung. Und der Blick in die Alpen? Unbezahlbar.

    • Image: WALDER GESICHTER: MIA SMIT, Bildlegende:
    • Image: IN GRUND GEFRÄST, Bildlegende:

      Wald liegt im Zürcher Oberland. Die Landschaft entstand, als sich das Meer (das noch bis zu den Alpen reichte) allmählich zurückzog und sich Bäche und Rinnsale in den Nagelfluhboden gruben. Bergspitzen wie Bachtel, Scheidegg, Hörnli und Schnebelhorn markieren das ursprüngliche Bodenniveau.

    • Image: LINTHGLETSCHER, Bildlegende:

      Während der Eiszeit stiess der Linthgletscher bis ins Zürcher Oberland vor und lagerte Schutt ab. Übrig geblieben sind Moränen und Findlinge.

    • Image: GRÖSSER ALS MAN DENKT, Bildlegende:

      Wald schmiegt sich in eines dieser Täler. Die gut 10‘000 Einwohner würde man hier nicht auf den ersten Blick vermuten. Aber Wald ist mehr als der Dorfkern: Seine Aussenwachten flankieren ihn entlang der Stufenlandschaft. Ihr nach wie vor eigenständiger Charakter trägt wesentlich zur Walder Vielfalt und Vielstimmigkeit bei.

    • Image: 1897, Bildlegende:

      Wald zum Ende des 19. Jahrhunderts: Textilfabriken samt Arbeiterwohnungen prägen das Bild. Beim Vergleich mit aktuellen Aufnahmen zeigt sich, wie stark der historische Baubestand erhalten wurde. Zur zeitlichen Einordnung des Bildes geben die Dampfbahn sowie der spitze Kirchturm Hinweise. Die kleinere katholische Kirche ist noch nicht gebaut.

    • Image: WALD WÄCHST, Bildlegende:

      Die Eisenbahn bedeutete den Anschluss Walds an die grosse Welt. Bei seiner Einweihung stand der Bahnhof allerdings noch weit ausserhalb des Dorfes. Aber das ist eine eigene Geschichte...

    • Image: Das Dorf um 1900, Bildlegende:

      Der Textilindustrie verdankt Wald den schnellen Aufstieg zum „Manchester der Schweiz“. Ein hoch aufragender Kirchturm anstelle der bescheidenen Käsbisse – darin manifestierte sich das neue Selbstbewusstsein.

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PIONIERE

  • TITEL DER GESCHICHTE: PIONIERE
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    • Image: PIONIERE, Bildlegende:

      Mutige Unternehmer aus dem Oberland nutzen die Aufbruchstimmung. Zwei davon waren Johannes und Kaspar Honegger aus Blattenbach. Sie stammten aus einer armen Familie mit elf Kindern. Der Vater betrieb eine kleine Werkstatt, in der er Nägel für die Bauern der Umgebung herstellte. Von klein auf mussten die Kinder jeden Tag nach der Schule ins Dorf hinunter gehen, um mit der Arbeit in einer Fabrik die Familie zu unterstützen.

    • Image: EIN ERSTER VERSUCH, Bildlegende:

      Schon in jungen Jahren bauen Kaspar und Johannes Honegger die Weberei Hueb auf. Diese brennt allerdings kurz darauf ab.

    • Image: EIGENE WEGE, Bildlegende:

      Nach dem Rückschlag beschliesst Kaspar Honegger weiterzuziehen. Er gründet die Weberei Neuthal.

    • Image: NEU UND GRÖSSER, Bildlegende:

      Johannes Honegger baut die Weberei Hueb wieder auf. Und macht sie zur grössten Weberei der Schweiz. Anschliessend vergrössert er die Fabriken in der Bleiche und wird einer der erfolgreichsten Textilunternehmer des Landes.

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WALDER LANDSCHAFT: WASSER

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALDER LANDSCHAFT: WASSER
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    • Image: WALDER LANDSCHAFT: WASSER, Bildlegende:

      Die spezielle Landschaft hat die hier lebenden Menschen – und damit auch die Geschichte Walds – von Anfang an stark geprägt. Drei Merkmale waren immer wieder Herausforderung und Wohlstandsfaktor: Erstens das Wasser der vielen Quellen und Bäche...

    • Image: WALDER LANDSCHAFT: HOLZ, Bildlegende:

      ...zweitens der Wald: wertvoller Rohstofflieferant, der aber gleichzeitig grosse Teile des Geländes nur schwer zugänglich macht...

    • Image: WALDER LANDSCHAFT: HÜGEL, Bildlegende:

      ...drittens schliesslich die Hügel. Sie boten Schutz und optimale Sonnenausbeute. Der Preis dafür war (und ist noch immer) ein grosser Aufwand für Bebauung und Pflege.

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PIONIERE

  • TITEL DER GESCHICHTE: PIONIERE
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    • Image: PIONIERE, Bildlegende:

      Auch Jakob Oberholzer stammt aus einer armen Familie im Hüebli. Als Kind sitzt er selbstverständlich zuhause am Webstuhl, um zum Überleben der Familie beizutragen.

    • Image: TALENT AUS ARMEN VERHÄLTNISSEN, Bildlegende:

      Jakob Oberholzer erweist sich als ungewöhnlich talentiert im Reparieren von Webstühlen. Über die Jahre verbessert er die Webstühle sowie die Vorbereitung der Zettelfäden signifikant. Als erstem Fabrikanten in der Umgebung gelingt es ihm, Feingewebe herzustellen – und macht so den Produkten der Feinwebereien in Frankreich und England Konkurrenz.

    • Image: GELEGENHEITEN BEIM SCHOPF GEPACKT, Bildlegende:

      Den Grundstein für den Erfolg legt Oberholzer mit einer Ferggerei, in der er die Heimarbeit für die über 200 Handwerker vorbereitet, die er beliefert. Als er von einer schlecht laufenden Weberei in Wädenswil Webstühle angeboten bekommt, zögert er nicht lang und baut 1850 im Sagenrain ein kleines Fabrikgebäude, in dem er die Webstühle aufbaut.

    • Image: MUT, FLEISS UND SCHNELLER ERFOLG, Bildlegende:

      Bereits ein Jahr später wird ihm ein Lokal mit Wasserkraft in Diezikon angetragen. Neben diesem Betrieb baut Oberholzer den Sagenrain weiter aus. 1866 folgen die Weberei Hubwies und (gemeinsam mit Geschäftspartnern) die Spinnerei am Schildbach in Flums, welche bald über 10’000 Spindeln zählt.

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ERSTE SIEDLUNG

  • TITEL DER GESCHICHTE: ERSTE SIEDLUNG
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    • Image: ERSTE SIEDLUNG, Bildlegende:

      Rund um Wald gab es bereits im 9. Jahrhundert Siedlungen. „Ich in Gottes Namen OTRAM übergebe und vermache zu meinem und meiner Eltern Seelenheil an das Kloster St. Gallen was ich gegenwärtig im Dorfe Rickenbach genannt und in allen seinen Gemarkungen an Eigentum besitze, alles das soll samt und sonders übergeben sein...“ Diese Stiftungsurkunde vom 13. Mai 820 ist das erste schriftliche Zeugnis Walds. Das heutige Dorf war spätestens 1217 besiedelt.

    • Image: HOF WALD, Bildlegende:

      Als so genannte freie Gotteshausleute des Klosters Schänis waren die Menschen vom „Hof Wald“ den des Klosters unterstellt: zuerst den Grafen von Kyburg, von 1264 an den Habsburgern. Dabei führten die Walder ein durchaus angenehmes Leben: Kriegsdienst dauerte höchstens einen Tag. Am Morgen rückten sie aus, spätestens bei Sonnenuntergang kehrten sie heim. Ende des 14. Jahrhunderts erlaubte Schänis die Zuteilung Walds zu Grüningen. 1408 erfolgte zusammen mit Grüningen die Verpfändung an die Stadt Zürich.

    • Image: RODUNGEN, Bildlegende:

      Seinen Ursprung nimmt Wald eine Etage über dem heutigen Dorf. Auf den Hügelterrassen beginnen die ersten Siedler Land zu roden. So entstehen die Aussenwachten. Erst mit dem Marktrecht 1621 erfährt die Dorfwacht einen entscheidenden Aufschwung.

    • Image: HÜGELTERRASSEN, Bildlegende:

      Durch die glaziale Prägung der Landschaft sind relativ ebene Plateaus entstanden. Auf Höhe dieser natürlichen Terrassen befinden sich die Aussenwachten.

    • Image: BURGSTELLEN, Bildlegende:

      Entlang dieser Terrassen gab es eine Reihe von kleinen befestigten Burganlagen. Von den Burgstellen Ballikon und Batzberg sind heute noch Überreste zu sehen.

    • Image: BUURE AM BERG, Bildlegende:

      Das bäuerliche Leben in dieser Umgebung war hart. Es zwang die Menschen früh, sich nach zusätzlichen Einkommensquellen umzusehen. Holzbearbeitung, Köhlerei und Hanfanbau waren weit verbreitet.

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AUFSTIEG ZUM TEXTIL-ORT

  • TITEL DER GESCHICHTE: AUFSTIEG ZUM TEXTIL-ORT
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    • Image: AUFSTIEG ZUM TEXTIL-ORT, Bildlegende:

      Die Fabriken verändern Wald: Aus dem Bauerndorf wird ein Zentrum der jungen Textilindustrie. Aus Bauern werden Arbeiter.

    • Image: GOLDGRÄBERSTIMMUNG, Bildlegende:

      In rascher Folge werden von 1840 an entlang der Wasserläufe Fabriken gegründet und ausgebaut. Blaue Markierungen symbolisieren Webereien, violette Marker Spinnereien und Dienstleister für die Textil-Industrie.

    • Image: LÄRMENDE BETRIEBSAMKEIT, Bildlegende:

      Die Fabrikhallen waren laut. Und die mechanischen Maschinen benötigen ein hohes Mass an Betreuung bei Fadenriss oder technischen Problemen.

    • Image: GROBES TUCH UND FEINE STOFFE, Bildlegende:

      Neben Baumwolle wurde auch Seide verwoben.

    • Image: NEUES SELBSTBEWUSSTSEIN, Bildlegende:

      Der Aufstieg Walds zur Textil-Metropole geschieht in raschem Tempo. Damit verbunden wächst das Selbstbewusstsein im Ort.

    • Image: GELD ARBEITEN LASSEN, Bildlegende:

      Der rasante wirtschaftliche Aufschwung verlangte nach regionalen Kreditinstituten, die Investitionen auch für kleinere Unternehmen finanzieren und Gewinne sichern sollten. 1866 stimmten die Walder für eine „Leihkasse Wald“; 1870 startete die Zürcher Kantonalbank - ein großer politischer Triumph des Gibswiler „Bankvaters“ Johann Jakob Keller.

    • Image: FAULE KREDITE? FEHLANZEIGE., Bildlegende:

      Der Textilindustrie geht es zunächst ausgezeichnet. Es wird erfolgreich investiert. Kreditausfälle sind praktisch nicht zu verzeichnen. In Wald muss nur ein Betrieb wegen finanzieller Problemen aufgeben: 1881 wird die Weberei Laupen durch Spoerry und Schaufelberger übernommen.

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AUFMERKSAME NACHBARN

  • TITEL DER GESCHICHTE: AUFMERKSAME NACHBARN
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    • Image: AUFMERKSAME NACHBARN, Bildlegende:

      Walter Honegger

    • Image: BLATTENBACH, Bildlegende:

      Während die meisten Aussenwachten Walds immer stolz auf ihre Unabhängigkeit von der Dorfwacht waren, ist die Situation in Blattenbach etwas anders. Als einzige Aussenwacht verfügte Blattenbach nie über eine eigene Schule. Die Kinder mussten immer hinunter ins Dorf laufen. Vor diesem Hintergrund konnte sich eine engere Beziehung zwischen Blattenbach und Wald entwickeln.

    • Image: BLATTENBACH, Bildlegende:

      Blattenbach ist die Wiege Walds. Von hier haben wir die ersten Zeugnisse für eine Besiedlung der Gegend.

    • Image: BLATTENBACH
    • Image: BLATTENBACH, Bildlegende:

      Man kann sich hier gut am Hang verstecken.

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WALDS ZAUBERBERG

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALDS ZAUBERBERG
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      „Erst akklimatisiere dich mal, das ist gar nicht so leicht, sollst du sehen. Und dann ist das Klima auch nicht das einzig Sonderbare bei uns.“ Thomas Mann: Der Zauberberg

    • Image: DIE HÖHENKLINIK, Bildlegende:

      Zimmer mit Ausblick. Die Walder Höhenklinik, offizieller Name: Zürcher RehaZentrum Wald.

    • Image: DIE HÖHENKLINIK, Bildlegende:

      Man sieht schnell: Auch die Walder Klinik hat noch Anklänge eines  „Zauberberg“-Charme, wie ihn Thomas Mann in seinem Roman beschrieben hat.

    • Image: DIE HÖHENKLINIK, Bildlegende:

      Idyll zu Füssen der Klinik.

    • Image: DIE HÖHENKLINIK, Bildlegende:

      Ranken am Personalhaus.

    • Image: DIE HÖHENKLINIK, Bildlegende:

      Blick in die Linth-Ebene mit Kanal.

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SOZIALE VERÄNDERUNGEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: SOZIALE VERÄNDERUNGEN
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    • Image: SOZIALE VERÄNDERUNGEN, Bildlegende:

      Der Textil-Boom wirkte sich auf andere Bereiche aus: Dienstleister, Handwerker und Baugewerbe profitierten vom Expansionskurs der Fabriken. Aber auch das Gemeindeleben veränderte sich unter den neuen Bedingungen.

    • Image: DIE KATHOLIKEN KOMMEN, Bildlegende:
      Durch die vor allem katholischen Zuzüger veränderte sich die konfessionelle Schichtung im stark reformiert geprägten Wald.
    • Image: BAU-BOOM, Bildlegende:

      Das Baugeschäft Strehler profitierte besonders von den Fabrikbauten und auch dem Bau der Höhenklinik. Pferde für sechs achtspännige Fuhrwerke standen bei Strehler im Stall. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigte Strehler mehr als 300 Arbeiter, darunter viele Italiener. Das Baugeschaft an der Unterpuntstrasse brennt 1925 ab.

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RUINE BALIKON

  • TITEL DER GESCHICHTE: RUINE BALIKON
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    • Image: RUINE BALIKON, Bildlegende:
      Die Ruine Balikon ist eine spezielle Zeugin früher Befestigungsbauten rund um Wald. Sie weist einen fünfeckigen Grundriss auf und ist ein gut erreichbares Wanderziel.
    • Image: BURGSTELLEN, Bildlegende:

      Von den einst zahlreichen Befestigungsanlagen wissen wir meist nur aus alten – und was den genauen Ort betrifft: nicht immer zuverlässigen – Quellen.

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WEITER HIMMEL

  • TITEL DER GESCHICHTE: WEITER HIMMEL
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      Hanna Tenüd

    • Image: HITTENBERG, Bildlegende:

      Hittenberg, gesehen durchs Teleobjektiv vom Tändler aus.

    • Image: CHRINNEN, Bildlegende:

      Chrinnen schmiegt sich eine Geländefalte genau auf der Kantonsgrenze. Der zugehörige Chrinnenberg gehört schon zu St. Gallen.

    • Image: NIEDERHOLZ, Bildlegende:

      Während Chrinnen sozusagen nach draussen“ blickt, gehört Niederholz auf der gegenüberliegenden Hangseite zum Walder Talkessel.

    • Image: FALTIGBERG, Bildlegende:

      Faltigberg thront oberhalb von Hittenberg. Hier befindet sich auch die Walder Höhenklinik mit den Personalbauten.

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ANSCHLUSS NICHT VERPASSEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: ANSCHLUSS NICHT VERPASSEN
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      Das 20. Jahrhundert war noch nicht angebrochen, aber weitsichtige Walder suchen nach Alternativen zur Textilindustrie. Der Tourismus wird erfunden! Mit der wachsenden Mobilität durch die neuen Eisenbahnverbindungen entstehen überall Kurorte und Ausflugsziele. Ein Trend, den Wald zu verschlafen droht.

    • Image: TREND: TOURISMUS, Bildlegende:

      Der Präsident des Gewerbevereins (so fasst das „Volksblatt“ 1894 ein Referat zusammen) "wirft einen Blick auf die umliegenden Orte, wo nichts gescheut wird, um neue Industrien zu schaffen. Orte, die nicht auf gleiche Höhe zu stellen seien mit Wald, haben es zu Kurorten gebracht. Wald aber mit seinem prächtigen Gebirgspanorama und den vielen, leicht zu erreichenden schönen Punkten Dändler, Lauf, Scheidegg und seinen guten Bahnverbindungen, habe hier Stillstand zu verzeichnen.“ 

    • Image: RENNEN UM DAS SANATORIUM, Bildlegende:

      Im Kanton steht der Neubau eines Lungensanatoriums an. Für das Projekt wird günstiger Bauplatz gesucht. Im Rennen um den Zuschlag sind Orte wie Davos, Wiesen, Flims, Braunwald und später noch Seelisberg ob Gibswil.

    • Image: DEN MUTIGEN DIE WELT!, Bildlegende:

      Wald nimmt die Herausforderung an. Das Protokoll von 1895 paart eine realistische Bewertung der eigenen Chancen mit vorsichtigem Optimismus: „dass die Aussichten hierfür gegenwärtig aus vielen Gründen geringe seien. Doch den Mutigen gehört die Welt!“

    • Image: FERDINAND KÜNG, Bildlegende:

      Immer wieder braucht es zupackende Persönlichkeiten, um das scheinbar unmögliche wahr zu machen. Ferdinand Küng hat Wald aus seiner Selbstzufriedenheit gelockt. Der Lehrer und Präsident des Gewerbevereins hat viele für Wald wichtige Projekte angestossen. Das Rennen um die Höhenklinik ist sein gewagtester Coup...

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VERWURZELT LEBEN

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      Albert Schoch

    • Image: GÜNTISBERG, Bildlegende:

      Steil ist der Weg, wenn man von Wald und Laupen auf den Batzberg fährt: Güntisberg thront wie eine Festung auf einer Insel – sozusagen ein Kontrapunkt zu den anderen Aussenwachten, die sich entlang der Talöffnung reihen.

    • Image: METTLEN, Bildlegende:

      Güntisberg und Mettlen bilden eine etwas seltsame Ausbuchtung im Gemeindegebiet. Vor allem Mettlen duckt sich ein wenig weg: mit dem Blick schon über den Zürichsee, mit einem Bein bereits in Ermenswil, beinahe so, als würde es nicht ganz dazugehören.

    • Image: HILTISBERG, Bildlegende:

      Hiltisberg perlt am Hang, berauscht vom weiten Blick hinein in die Linth-Ebene und hinüber zur Rigi.

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KULTURLAND

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      Unberührte Natur? Von wegen! Man übersieht leicht, dass es sich bei dem scheinbar ursprünglichen Idyll um eine aufwendig inszenierte Kulturlandschaft handelt.

    • Image: KULTURLAND, Bildlegende:

      Nicht nur die Wege und Stege müssen regelmässig gepflegt werden. Auch die vielen kleinen Staustufen und Treppen für den Schmittenbach und seine Nebenarme wollen unterhalten sein.


    • Image: KULTURLAND, Bildlegende:

      „Ist es dem Verschönerungsverein bekannt, dass die Anlagen im Sagenaintobel sich seit einiger Zeit im verwahrlosten Zustand befinden und dass bei dem Unwetter der letzten Woche die zur „Hölle“ führenden Brücken samt und sonderns vom Bach weggerissen worden sind, und was gedenkt er zu tun?“ (Volksblatt vom 11. Juli 1930)

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      Ende der 1970er Jahre konkretisieren sich Pläne, den Wanderweg bis zum Ger zu verlängern. Das bedeutete ein zusätzlicher Wanderweg durch anspruchsvolles Gelände, über zehn Brücken und drei Furte.

    • Image: KULTURLAND, Bildlegende:

      Am 24. Juni 1981 wird der neue Streckenabschnitt eröffnet.

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      Aber dass es sich hier um einen vergleichsweise jungen Wegteil handelt, spielt keine Rolle. Wer durch das Tobel läuft, hat das Gefühl, alles sei immer schon da gewesen.

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