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GESCHICHTEN. Bilderzählungen

HEIMARBEIT UND MECHANISIERUNG

  • TITEL DER GESCHICHTE: HEIMARBEIT UND MECHANISIERUNG
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    • Image: HEIMARBEIT UND MECHANISIERUNG, Bildlegende:

      In Heimarbeit sponnen die Bauern zunächst Garn. Später woben sie Textilien an hölzernen Webstühlen. Das war nicht nur in Wald so: Die Heimweberei entwickelte sich zum europäischen Massenphänomen. Erst mechanische Spinnereien und später mechanische Webstühle führten zu einer raschen Industrialisierung, die eine gewaltige soziale Umschichtung mit sich brachte.

    • Image: ERSTE BLÜTEZEIT, Bildlegende:

      Etwa zwischen 1750 und 1820 erlebte die Heimweberei ihre Blütezeit. Doch die Verbesserung der Maschinen schritt unweigerlich fort und ermöglichte schliesslich den industriellen Einsatz.

    • Image: GARN, KORN & FLEISCH, Bildlegende:

      Heimindustrie ist ein europäisches Phänomen. Die Karte zeigt die Verbreitung im Kanton Zürich zum Ende des 18. Jahrhunderts: Je dunkler die Fläche, desto mehr Baumwollspinner arbeiteten zuhause. In manchen Gemeinde waren das bis zu 1'500 Personen. Unnötig darauf hinzuweisen, dass sich Wald im dunkelblau eingefärbten Kartenteil befindet.

    • Image: ZÜRCHER ZÜNFTE, Bildlegende:

      Die dominierende Rolle der Zürcher Zünfte führt zu wachsenden Konflikten und zur Ustertag 1830 eine Änderung der Verhältnisse.

    • Image: STADT UND LAND, Bildlegende:

      In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wuchs die Landbevölkerung sehr stark. Zum Vergleich: Die Stadt Zürich war damals gerade einmal viermal grösser als die Gemeinde Wald. Dennoch war alle Macht in der Stadt gebündelt. Das Zürcher Fabrikmandat schrieb vor, dass alle Verarbeitung von Wolle, Baumwolle und Seide nur durch Stadtbürger aufs Land vergeben werden durften.  1787 waren im Dienst städtischer Firmen rund 40'000 Menschen auf dem Land mit Spinnen und Weben beschäftigt.

    • Image: DER JAHRHUNDERTWECHSEL, Bildlegende:

      Die Schlachten von Zürich 1799 brachten nicht nur Hunger und Not, sondern auch wechselnde Staatsformen. Nach der zweiten Schlacht fiel das Gebiet der Alten Eidgenossenschaft kurze Zeit unter französische Hoheit.

    • Image: DIE ZUKUNFT VERHINDERN, Bildlegende:

      Mit dem Ustertag 1830 erkämpft sich die Landbevölkerung eine grössere Unabhängigkeit von der Stadt Zürich. Der Usterbrand zwei Jahre später war ein verzweifelter Maschinensturm, der die Mechanisierung nicht aufhalten konnte.

    • Image: NEUE WEGE GEHEN, Bildlegende:

      Junge Bauern wie der Walder Jakob Oberholzer erkennen die Gunst der Stunde und organisieren als Fergger die Verbindung zwischen Heimarbeitern und Textilhändlern. Sie verdienen ihr Geld nicht mehr in der handwerklichen Verarbeitung, sondern sind Pioniere eines frühindustriellen Verlagswesens.

    • Image: WALDER PIONIERE, Bildlegende:

      Mit dem Aufkommen der mechanischen Webstühle ist es für die erfahrenen Walder Fergger nur noch ein kleiner Schritt, selbst die Fabrikation in die Hand zu nehmen. Junge Männer wie Oberholzer, Spoerri, die Honeggers und Schaufelberger treiben damit die Industrialisierung innerhalb kurzer Zeit entscheidend voran.

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SOZIALE UNTERNEHMER

  • TITEL DER GESCHICHTE: SOZIALE UNTERNEHMER
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    • Image: SOZIALE UNTERNEHMER, Bildlegende:

      Nicht alle Unternehmer waren am puren Profit orientiert. Jakob Oberholzer etwa vergass nie seine Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen. Er wusste um die Bedürfnisse seiner Arbeiter und versuchte, die sozialen Standards im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu verbessern.

    • Image: WALDER KOSTHÄUSER, Bildlegende:

      Innerhalb kurzer Zeit stieg der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen stark an. Von den Fabrikanten errichtete Kosthäuser boten erschwinglichen (wenn auch bescheidenen) Wohnraum für die vielen Arbeiter.

    • Image: WOHNRAUM UND KURZE WEGE, Bildlegende:

      Die Kosthäuser befanden sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Fabriken. Die Arbeiter hatte also einen kurzen Arbeitsweg. Das war durchaus im Sinn der Unternehmer.

    • Image: MEDIZINISCHE ABSICHERUNG, Bildlegende:

      Betriebskrankenkassen legen das Solidarprinzip auf ärztliche Versorgung an. Die akribischen Statistiken und Jahresberichte zeugen von einer durchaus ganzheitlichen Herangehensweise.

    • Image: BETRIEBLICHE KINDERBETREUUNG, Bildlegende:

      Damit die Kinder betreut sind, wenn beide Eltern in der Fabrik arbeiten, entstehen Betriebskindergärten.

    • Image: „KINDERBEWAHRANSTALTEN“, Bildlegende:

      Jacob Oberholzer erhält  1877 die Bewilligung, eine „Kinderbewahranstalt“ zu führen. Eine Lehrerin durfte nicht mehr als 50 Kinder betreuen. Der Bedarf war gross: Im Sagenrain waren nicht selten bis zu 70 Kinder, darunter auch die Allerjüngsten.

    • Image: SOMMERFRISCHE, Bildlegende:

      Nicht zuletzt gehören Naherholungsangebote zu den sozialen Errungenschaften aus der Textilblüte. Von der Anlage des Sagenraintobel profitiert die Gemeinde Wald noch heute.

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WALD IM AUFSCHWUNG

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALD IM AUFSCHWUNG
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    • Image: WALD IM AUFSCHWUNG, Bildlegende:

      Wald 1873: Der Ort erlebt einen unvergleichlichen Aufschwung. Die Einwohnerzahl nimmt sprunghaft zu. Die Textilfabriken wachsen rasant. Damit steigt das Bedürfnis nach Mobilität und Warentransport – sowohl der Rohstoffe als auch der fertigen Produkte.

    • Image: EISENBAHN-FIEBER, Bildlegende:

      Von Wald nach Mailand... Ganz Europa hat ein Eisenbahnfieber gepackt. Die Vision eines eng geknüpften Streckennetzes begeistert viele: Ein Bahnhof ist ein Anschluss zur grossen Welt. Die Eisenbahn ermöglicht bislang ungeahnte Reisen.

    • Image: MÜHSAMES REISEN, Bildlegende:

      Man darf nicht vergessen: Das moderne Automobil wird erst 1886 erfunden; bis zum Massenprodukt ist noch ein weiter Weg.

    • Image: SCHWIERIGE ANSCHLÜSSE, Bildlegende:

      Verkehrstechnisch liess Wald vieles zu wünschen übrig. Das Jonatobel zwischen Wald und Rüti war immer noch ein Nadelöhr für den Transport nach Zürich. Erst 1846 wurde gegen grösste Bedenken die Strasse gebaut. Überschwemmungen, Felsstürze, Erdrutsche, im Winter auch Schnee und Eis machten sie immer wieder unpassierbar.

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WALD ROLLT

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALD ROLLT
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    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      Verkehrsberuhigt? Wenn alle zwei Jahre „Wald rollt“, dann knattern Oldtimer unterschiedlichster Provenienz durch die Bahnhofstrasse. Und das Publikum ist meist stilecht gekleidet.

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      Ob motorisiert...

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      ...oder per pedes...

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      ...die sprichwörtlichen guten alten Zeiten...

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      ...mit ihrem gemächlichen Rhythmus...

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      ...scheinen manchmal in Wald...

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      ...noch gar nicht so lange vergangen zu sein..

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WALDER UMEZÜG

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALDER UMEZÜG
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    • Image: WALDER UMEZÜG, Bildlegende:

      Die „Walder Umezüge“ zur Fasnachtszeit haben ihren Ursprung in den militärischen Tauglichkeitsprüfungen des 16. und 17. Jahrhunderts. Die wehrpflichtigen Männer der gesamten Gemeinde wurden zur Musterung im Dorf zusammengezogen. Dafür marschierten die einzelnen Gruppen von den Aussenwachten hinunter nach Wald.

    • Image: SPEKTAKEL FÜR JUGENDLICHE, Bildlegende:

      Jugendliche stellten diese Märsche in mehreren Oberländer Gemeinden nach. Angeführt von Hauptmann, Fähndrich und Leutnant zogen sie musizierend durchs Dorf, und für einen Zustupf böllerten sie Salut. Gehalten hat sich der alte Brauch nur in Wald und Fischental. Es gab allerdings auch kritische Stimmen: „... ob es nicht endlich an der Zeit wäre, diese veraltete Sitte oder nicht eher Unsitte, gänzlich abzuschaffen. Oder hat dieser Spektakel, dieses Schiessen, dieser eintönige Trommeln und Pfeifen auch nur den geringsten Wert?“ (Leserbrief im Volksblatt vom Bachtel, 1879).

    • Image: KOSTÜME UND REQUISITEN, Bildlegende:

      Die Beschaffung der Ausrüstung war mühsam. „Bei Anlass der Pariser Weltausstellung 1887 hat Seiler Hess um Stuck noch eine Anzahl neue Büsche [für Taschokkos und Schnitthüte] heimgebracht, seither wusste man nicht, wo man solche beziehen konnte“, berichtet die Walder Chronik.

    • Image: SICHER LÄRMEN, Bildlegende:

      Die heute verwendeten Draguner sind moderne Sonderanfertigungen aus dem Jahr 1981, ungefährlich in der Handhabung und ohne Rückstoss. Ein echter Kavallerist in früheren Zeiten hat in seinem ganzen Leben nicht so viele Schüsse abgegeben wie ein junger Schütze heute während eines einzigen Umzugs.

    • Image: MUSIKALISCHES TRAINING, Bildlegende:

      Das richtige Trommeln und Pfeifen will gelernt sein. Spätestens seit den 1990er Jahren sind die Knabenumzüge keine reinen Buben-Veranstaltungen mehr.

    • Image: MÄDCHEN FÜHREN AN, Bildlegende:

      Ohne Mädchen geht es nicht! Die Zeiten, in denen sich junge Menschen um die Teilnahme an einem der bis zu sechs Umzüge (die traditionell alle nach Wachten benannt sind) rissen, sind auch in Wald vorbei.

    • Image: ZUM MITPFEIFEN, Bildlegende:

      Gespielt wird in Wald der markante „Güntisberger“ oder Schlegelimarsch. Und selbstredend gilt ein strenges Reglement: „Beim sogenannten Spiel kommandiert der Hauptmann dem Umezug ‚Halt‘. Er lässt den Umezug gegen die Person schwenken, die eine Geldgabe gespendet hat. Der angefangene Marschteil wird fertig gespielt und anschliessend ein Wirbel getrommelt, auf dessen Ende der Leutnant sofort das Kommando ‚Feuer‘ gibt. Die Gaben werden vom Kassier jeweils mit Hornstössen dem Hauptmann gemeldet.“

    • Image: DIE RICHTIGE ROLLENVERTEILUNG, Bildlegende:

      Eine Schrift um 1900 beschreibt den Brauch folgendermassen: „De Hauptme goht näbet-noe und isch wönli en schöne, grosse Purscht. De Bieliträger (aber es hät nüd bi allne Umezüg en serige) sett echli gueti Bei ha. Als Fähneri nimmt mer gern echli en lange, als Chübler und Pfyfer serig, wo-n-es bitzeli meh Musigghör und Takt händ weder dis. Als Seckelmeister bruucht mer zwee tiftige Purschtli und als Schütze wackeri Puurebuebe. De Lütnant mues nüt Appartis sy, wänn er nur i de Ornig cha laufe.“

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RUDOLF HONEGGER

  • TITEL DER GESCHICHTE: RUDOLF HONEGGER
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    • Image: RUDOLF HONEGGER, Bildlegende:

      Rudolf Honegger begann im Keller der Wirtschaft Dändler mit der Herstellung von Webblättern. Er verlegte den Betrieb in den Ferch...

    • Image: VON BLATTENBACH INS DORF, Bildlegende:

      ...und später in den Sagenrain. Heute wird dort das Hybridflugzeug Archaeopterix hergestellt. 1905 baut er die Weberei Steg-Fischenthal. Kurz darauf stellt er die Webblätter-Fabrikation in Wald ein und konzentriert sich ausschliesslich auf die Weberei.

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LANDWIRTSCHAFT

  • TITEL DER GESCHICHTE: LANDWIRTSCHAFT
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    • Image: LANDWIRTSCHAFT, Bildlegende:
      Die schwierige und mühsame Landwirtschaft zwang die Kleinbauern im Hüebli schon früh, sich um zusätzliche Erwerbsquellen zu bemühen.
    • Image: NEBENERWERB, Bildlegende:

      Eine dieser zusätzlichen Einnahmequellen wurde die Herstellung von Holzwerkzeug. Ein „Hanfäckerli“ vor dem Hof diente dem Anbau von Hanf. Die Fasern der Nutzhanfpflanze wurden später in der Stube zu Garn versponnen.

    • Image: HEIMARBEIT, Bildlegende:

      Entsprechend verbreitet war das Heimspinnen und später Heimweben gerade im Hüebli: Der Rohstoff wuchs direkt vor der Tür.

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LUFTIGE IDYLLE

  • TITEL DER GESCHICHTE: LUFTIGE IDYLLE
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    • Image: LUFTIGE IDYLLE, Bildlegende:

      Der Neubau eines Sanatoriums konnte dank einer erfolgreichen Spendenaktion realisiert werden. Aber bald schon musste erweitert werden. Den damaligen Vergabebedingungen verdankt Wald die zusätzliche Auffahrt über die Sanatoriumstrasse. In der Klinik spiegeln sich mehr als ein Jahrhundert medizinischer Fortschritt, dynamische Anforderungen und wechselnde wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

    • Image: IM WANDEL, Bildlegende:

      Erst nach dem zweiten Weltkrieg konnte ein lange geplanter Umbau stattfinden. Endlich gab es wirksame Medikamente zur Behandlung der Tuberkulose. Seit 1967 ist das Haus kein reines Lungensanatorium mehr. In den 1980-er Jahren erfolgt im Zug einer Generalsanierung auch eine Neuausrichtung als Spezial- und Rehaklinik.

    • Image: BESTEHEN IM WETTBEWERB, Bildlegende:

      Der Kostendruck führte auch im Medizinsektor zu einem verschärften Wettbewerb. Die Zukunft der Höhenklinik insgesamt stand 2014 auf dem Spiel: Die medizinische Versorgung sollte in Uster konzentriert werden.  Eine breite Allianz setzte sich fantasie- und schliesslich erfolgreich für den Fortbestand ein. Als Arbeitgeberin ist die Höhenklinik auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.

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ANLAGE UND ERÖFFNUNG

  • TITEL DER GESCHICHTE: ANLAGE UND ERÖFFNUNG
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    • Image: ANLAGE UND ERÖFFNUNG, Bildlegende:

      Die Winterthurer Architekten Jung und Bridler gestalteten ein modifiziertes Pavillonsystem. Die Anlage mit mehreren Stockwerken und die Unterteilung in einzelne Krankenzimmer ermöglichten eine Beibehaltung der lufthygienischen Grundidee, die Patienten in möglichst alleinstehenden Gebäudeteilen voneinander zu trennen. Die Modifikation verkürzte allerdings die Wege und erwies sich im Krankenalltag als praktischer.

    • Image: EINLADENDE ARCHTEKTUR, Bildlegende:

      Mit weiss getünchten Mauern und grünen Fensterläden, Holzwerk vor den Liegehallen, Schindeln am obersten Gebäudeteil und Schieferdach sollte das Gebäude bewusst einladend wirken. Ein Frauen- und ein Männer-Trakt war der strikten Geschlechtertrennung geschuldet. Im Mittelbau befanden sich Speisesaal, Verwaltung und Räumlichkeiten für den Arzt. Die Schweizerische Bauzeitschrift widmete dem Neubau eine ausführliche Betrachtung, die online nachzulesen ist.

    • Image: ANFÄNGLICHE EINSCHRÄNKUNGEN, Bildlegende:

      Elektrischen Strom gab es anfangs nicht. „Gerne hätte man die Anstalt elektrisch beleuchtet; allein die rege Industrie des Oberlands hat jedes benutzbare Wässerlein längst mit Beschlag belegt, und da man vom Petroleum seiner vielen Mängel wegen absah, führte man Acetylenbeleuchtung ein. Es ist ein prachtvolles Licht, das die Räume sonnenhell beleuchtet, hygienisch nicht von der Vollkommenheit des Glühlichtes, sonst aber jeder andern Beleuchtungsart vorzuziehen. Die Kosten sind leider sehr beträchtlich und die Bedienung der Apparate ist für den damit Betrauten nicht ganz ohne Gefahr.“

    • Image: AUSWIRKUNGEN AUF DIE WACHT, Bildlegende:

      Nicht nur Patienten kamen nach Wald. Auch das Personal trug dazu bei, dass die Aussenwacht Hittenberg mit der neuen Klinik wuchs.

    • Image: AN DIE KINDER GEDACHT, Bildlegende:

      Seit 1716 gibt es in Hittenberg eine Nebenschule. Der Bevölkerungszuwachs durch das Sanatorium sicherte den Fortbestand. Schulbildung war aber auch ein Thema für die Kinder im Sanatorium selbst, die häufig monate- oder gar jahrelang bleiben mussten. Auch sie erhielten Schulunterricht. Die Lehrerin konnte im Sanatorium kostenlos wohnen und essen, wurde aber von der kantonalen Erziehungskommission bezahlt. Von 1908 an gab es auch eine fest angestellte Kindergärtnerin. Kein Mittel gab es gegen Heimweh: Die ursprünglich drei Besuchstage pro Woche wurden sogar reduziert.

    • Image: ANGEBUNDEN, Bildlegende:

      Von der notwendigen Verkehrsanbindung des Sanatoriums profitierte die ganze Aussenwacht.

    • Image: KLINIK-ROMANZE, Bildlegende:

      Klinikleiter Dr. Heinrich Staub war nicht nur von den medizinischen Fähigkeiten seiner Assistenzärztin begeistert. Zur Hochzeit der beiden überreichte die Aufsichtskommission eine Uhr im stolzen Wert von 450 Franken. 1915 übernahm das Paar die Direktion des Sanatoriums Clavadel in Davos, das damals noch nicht dem Kanton Zürich gehörte.

    • Image: UNKONVENTIONELLE AMTSFÜHRUNG, Bildlegende:

      Über Staubs Nachfolger wurden schnell Klagen laut. Hermann Müller untersuche mangelhaft, benehme sich taktlos und sei häufig abwesend. Müller hatte, offenbar aus Langeweile, unnötige Blinddarmoperationen durchgeführt. Seine Amtsführung sei so liederlich und gewissenlos, dass die Kranken ohne jede Disziplin seien, etwa ins Wirtshaus gingen und trinken würden. Die Gasthäuser „Lauf“ und „Bannholz“ boten sich dafür an. Um das Ehepaar Staub wieder nach Wald zu holen, wurde noch während der Kriegsnot mit dem Bau der grosszügigen Arztvilla begonnen. Ironischer Weise blieben die Staubs nur bis 1918, um erneut das Sanatrium Clavadel zu leiten.

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AUF DEM THRON

  • TITEL DER GESCHICHTE: AUF DEM THRON
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    • Image: AUF DEM THRON, Bildlegende:

      Wer von Wald aus ins Tösstal hinein fährt, muss erst einen Hügel erzwingen. Ried liegt auf einer Endmoräne – Gesteinsmassen, die der Linthgletscher bis hierhin geschoben hat. Ried markiert also den Endpunkt des einstigen Gletschers.

    • Image: ZWISCHEN BACHTEL UND SCHEIDEGG, Bildlegende:

      Derart exponiert, nimmt Ried eine Brückenposition ein zwischen den Bergen Bachtel und Scheidegg. Seine zugehörigen Weiler und Gehöfte erstrecken sich in beide Richtungen.

    • Image: ZWISCHEN ZWEI TÄLERN, Bildlegende:

      Ried markiert auch den Übergang von zwei Tälern: Hier grenzen Jonatal und Tösstal aneinander.

    • Image: AN DER WASSERSCHEIDE, Bildlegende:

      Denn Ried ist eine Wasserscheide: Die Jona fliesst Richtung Wald. Schon einige Meter weiter aber, in Gibswil, fliessen alle Bäche in der Töss zusammen. Lange hielt sich das Gerücht, die gierigen Textilfabrikanten hätten den Bach in Ried abgegraben, um die Wasserkraft für ihre Fabriken zu nutzen.

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HILTISBERG

  • TITEL DER GESCHICHTE: HILTISBERG
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    • Image: HILTISBERG, Bildlegende:
      Hiltisberg ist Walds Sonnenterrasse. Eine Tribüne mit grandioser Sicht hinein in die Linthebene und die Alpenkette.
    • Image: WEIN AUS WALD, Bildlegende:

      Das milde Klima macht manches möglich: Rolf Altenburger baut hier mit Hingabe auf winzigen Parzellen Rotwein an. Das eigentlich Erstaunliche ist, dass man ihn sogar trinken kann.

    • Image: HILTISBERGER WARZEBIISSER, Bildlegende:

      Der „Hiltisberger Warzebiisser“ hat seinen Namen von einer Heuschreckenart. In weiten Teilen bereits stark gefährdet, ist sie in Hiltisberg heimisch.

    • Image: MIT AUSBLICK, Bildlegende:
      Ein paar Meter unterhalb des Weinbergs kann man den Tropfen gleich im Restaurant verkosten. Die Terrasse lädt genauso wie die nahe gelegene Gartenwirtschaft zur Rast bei Wanderungen ein.
    • Image: SAISONALES LEBEN, Bildlegende:

      Beschaulich hängen die Ferienhäuser am Hang. Hiltisberg ist, wenn man so will, der einzige Ort Walds mit Haupt- und Nebensaison.

    • Image: SONNENTERRASSE, Bildlegende:

      Trotz der vielen Ferienwohnungen ist Hiltisberg keine Zombie-Siedlung, sondern hat sich seine unprätentiöse Ursprünglichkeit bewahrt.

    • Image: DURCHBLICKE

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ANKOMMEN IN LAUPEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: ANKOMMEN IN LAUPEN
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    • Image: ANKOMMEN IN LAUPEN , Bildlegende:

      Christian Häsler

    • Image: LAUPEN, Bildlegende:

      Offen liegt Laupen da – trotzdem begrenzt von den umgebenden Hügeln. Im Kontrast zu den anderen Wachten, die erhöht auf den Terrassenstufen liegen, sitzt Laupen in der Talsenke zwischen Hiltisberg und Farner. Auf der historischen Ansicht gut zu erkennen ist die einst schlossartige Anlage des Lungensanatoriums.

    • Image: LAUPEN, Bildlegende:

      In Laupen öffnet sich die Talschaft Wald. Gebildet wurde diese Topologie vom Linthgletscher, der mehrmals aus Richtung Südosten seine Seitenarme ins Tösstal ausstreckte.

    • Image: DIEZIKON, Bildlegende:

      Die dadurch geprägte Stufenlandschaft gehört zu den auffälligsten Merkmalen der Gegend.

    • Image: WINKEL, Bildlegende:

      Im Winkel ist die ländliche Entspanntheit noch spürbar.

    • Image: WINKEL, Bildlegende:

      Idyllische Ecken konnten ihren Charme bewahren.

    • Image: LAUPEN, Bildlegende:

      Der ungebremste Hunger nach Wohnraum ist unweit davon kaum zu übersehen.

    • Image: LAUPEN, Bildlegende:

      Auffallende Gebäude zeugen von der Vergangenheit Laupens. Es sind Relikte der Walder Textilblüte.

    • Image: LAUPEN, Bildlegende:

      Wie keine andere Aussenwacht zeigt Laupen ganz viele unterschiedliche Gesichter, wenn man seinen Verästelungen folgt.

    • Image: LAUPEN, Bildlegende:

      ... und deshalb öffnen sich immer wieder neue Perspektiven, bei denen auch eingefleischte Walder stutzen.

    • Image: OBER-LAUPEN, Bildlegende:

      Und deshalb das Schönste zum Schluss: Malerisch wie im Bilderbuch präsentieren sich die ehemaligen Textilgebäude in Diezikon von Ober-Laupen aus betrachtet.

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INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG

  • TITEL DER GESCHICHTE: INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG
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    • Image: INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG, Bildlegende:

      Der Schmittenbach war für den Wasser- und Energiebedarf der Textilfabriken wichtig. Das lässt sich an vielen Stellen noch heute erkennen. Das Thema Wasserrecht – also wer wann wie viel Wasser entnehmen darf – war von entscheidender unternehmerischer Bedeutung.

    • Image: INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG, Bildlegende:

      Alte Schieber, Stauwehre und Wasserfassungen sind Zeugen der früheren Nutzung.

    • Image: INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG, Bildlegende:

      Es gab sogar Pläne, an der „Chürzi“ zwischen Oberholz und Hübli, die zusammenfliessenden Bäche aus dem Scheidegg-, Farner- und Schwarzenberggebiet aufzustauen, um zusätzlich Energie zu gewinnen.

    • Image: INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG, Bildlegende:

      Der so genannte Plättliweg ist nicht zu übersehen und, sobald man ihn betritt, auch nicht zu überhören. Über 800 Meter wurde hier in einem Kanal Wasser vom Hinterwald in den Haltbergweiher geführt.

    • Image: INDUSTRIELLE WASSERNUTZUNG, Bildlegende:

      Dank des Plättliwegs konnten im Turbinenraum der Weberei Kühweid gegen 120'000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produziert werden.

    • Image: TRINKWASSERVERSORGUNG, Bildlegende:

      Für die Wasserversorgung ist das Sagenraintobel noch heute von zentraler Bedeutung. Neben dem Wasserfall am Eingang des Tobels führt seit 1932 der „Laupnerstollen“ zu unterirdischen Quellfassungen. Hier fliessen in jeder Minute 720 Liter Trinkwasser zusammen.

    • Image: TRINKWASSERVERSORGUNG, Bildlegende:

      Die ungewöhnlich konstante Temperatur und Menge des Walder Wassers deuten auf den Weg, den es vermutlich aus dem Appenzellischen Alpsteingebiet zurücklegt.

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ZENTRUM EINER JUNGEN INDUSTRIE

  • TITEL DER GESCHICHTE: ZENTRUM EINER JUNGEN INDUSTRIE
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    • Image: ZENTRUM EINER JUNGEN INDUSTRIE, Bildlegende:

      Die Standortvorteile der Gegend, verknüpft mit dem Pioniergeist der Unternehmer, machten Wald rasch zum Zentrum der noch jungen Textilindustrie.

    • Image: ARBEIT FÜR VIELE, Bildlegende:

      Gruppenfotos der einzelnen Belegschaften zeigen den Stolz auf die wachsenden Betriebe.

    • Image: GRÜNDERBOOM, Bildlegende:

      Sie spriessen wie die Pilze aus dem Boden: Die Animation zeigt die Gründung von Webereien (blau) und Spinnereien (lila) sowie ihr Verschwinden im zeitlichen Verlauf.

    • Image: INTERNATIONALE AMBITIONEN, Bildlegende:

      Früh blicken die Walder Textil-Pioniere über den Tellerrand und stellen sich der internationalen Konkurrenz. Jakob Oberholzer etwa verbessert in jahrelanger Arbeit sowohl die Webstühle als auch die Vorbereitung der Zettelfäden. Damit gelingt ihm als erstem Fabrikanten in der Gegend, Feingewebe zu produzieren, das mit den besten Herstellern in Frankreich und England konkurrieren kann. Auszeichnungen bei Industrie- und Weltausstellungen belegen die Innovationskraft der Walder Fabrikanten.

    • Image: WOHNEN IN WALD, Bildlegende:

      Mit den Fabriken im Dorf kamen die Arbeiter, zunächst aus den Aussenwachten, bald aber aus der Ferne, aus Italien vor allem. Für sie entstand mit den Kosthäusern günstiger Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsort.

    • Image: KEHRSEITEN, Bildlegende:

      Mit dem Boom der Fabriken verlor die Heimarbeit in den Aussenwachten rasch an Bedeutung. Anwesen wurden aufgegeben und verfielen. Das Leben spielte sich mehr und mehr in der Dorfwacht ab.

    • Image: SCHULE UND BILDUNG, Bildlegende:

      1675 gab es Schulen in Wald und im Ried. Unterrichtet wurde allerdings nur saisonal: "Die Schul wird Sommerszeit nicht gehalten". Der Stundenplan: morgens Lesen, nachmittags Schreiben. 1716 ist von Schulen in den Aussenwachten Güntisberg und Hub die Rede, 1719 wird Laupen erwähnt. 25 Jahre später erscheint erstmals Hittenberg im Schulverzeichnis, 1756 das Hüebli an Stelle der Hub. Bis zur Gründung der Sekundarschulen dauerte es noch. Nachdem das entsprechende Gesetz 1833 in Kraft trat, dauert es nur ein Jahr, bis in Wald die erste Sekundarschule eröffnet wird.

    • Image: SOZIALES GEFÜGE, Bildlegende:

      Im Zug der Industrialisierung ziehen immer mehr katholische Arbeiter ins stark reformiert geprägte Wald. 1874 entsteht die erste katholische Kirche neben dem Wirtshaus zum Alten Ochsen. Heute als Wohnhaus genutzt, ist die ursprüngliche Bestimmung des Baus heute noch erkennbar.

    • Image: FRAUENPOWER, Bildlegende:

      Frauen waren bereits die Stützen der textilen Heimarbeit gewesen. Auch in den Fabriken gab es genügend Arbeit für sie.

    • Image: KINDERBETREUUNG, Bildlegende:

      Zur Betreuung der Kinder entstanden so genannte Kinderbewahrungsanstalten. Die Aufnahme zeigt den Kindergarten im Sagenrain.

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BERG- UND TALFAHRTEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: BERG- UND TALFAHRTEN
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    • Image: BERG- UND TALFAHRTEN, Bildlegende:

      Wie kaum eine andere Branche bekam die Textilindustrie alle politischen Krisen unmittelbar zu spüren. Nur mit unternehmerischem Weitblick konnten sich Fabrikbesitzer am Markt behaupten. Bisweilen profitierten sie auch von Konflikten.

    • Image: KONTINENTALSPERRE, Bildlegende:

      Napoleons Kontinentalsperre 1806 sollte England wirtschaftlich isolieren. Für die Heimarbeiter bedeutete das zunächst gute Einnahmen, da das englische Garn nicht mehr auf dem europäischen Festland in den Handel kam. Als die Sperre 1811 aufgehoben wurde, überschwemmte englisches Garn den Markt und ruinierte die Preise.

    • Image: SEZESSIONSKRIEG, Bildlegende:

      Selbst der amerikanische Bürgerkrieg 1861-1865 hatte Auswirkungen auf die Oberländer Textilbranche. Da die Einfuhr von Baumwolle aus den amerikanischen Südstaaten stockte, fehlte es am dringend benötigten Rohstoff für die Textilverarbeitung.

    • Image: DEUTSCH-FRANZÖSISCHER KRIEG, Bildlegende:

      Im Krieg zwischen Deutschland und Frankreich 1870/71 profitierten die Walder. Weder die deutsche noch französische Textilindustrie konnte während dieser Zeit für den zivilen Markt produzieren. Die Schweiz sprang in die Bresche.

    • Image: WELTWIRTSCHAFTSKRISE, Bildlegende:

      Die Weltwirtschaftskrise erreichte mit etwas Verzögerung auch die Schweiz. Absatzmärkte brachen ein. Die Unsicherheiten über Lieferwege, Preise und Wechselkurse hatten Auswirkungen auf die Textilindustrie.

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EINE ÖFFENTLICHE ANGELEGENHEIT

  • TITEL DER GESCHICHTE: EINE ÖFFENTLICHE ANGELEGENHEIT
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    • Image: EINE ÖFFENTLICHE ANGELEGENHEIT, Bildlegende:

      Für den Bahnhof standen zunächst zwei Standorte zur Debatte. Entweder auf der Wiese beim Hotel „Ochsen“, oder auf der Spittelwiese (dem Gebiet des heutigen Clarida-Parks). Die Standortwahl war ausdrücklich dem Stimmvolk überlassen - mit der Vorgabe, dass ein Anschluss an die Tösstalbahn Richtung Bauma gewährleistet wäre.

    • Image: VERKEHRSPLANUNG, Bildlegende:

      Im „Ochsen“ wurde 1871 ein Komitee gewählt, das die Linie projektieren und eine Konzession beantragen sollte. Die Fahrt nach Rüti sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Geplant waren täglich fünf Zugpaare. Die Gemeinde Wald sollte 140‘000 Franken beisteuern.

    • Image: LAUTER EXPERTEN, Bildlegende:

      Wald bestand nunmehr aus lauter Eisenbahnexperten. Die Scharmützel wurden wortreich in den Zeitungen ausgetragen: „Warum diese Bahn von Winterthur, einer solchen durchs Kempttal gegenüber, so auffallend unterstützt wird, ist höhere potenzierte Eisenbahnpolitik, die nicht jedem gewöhnlichen Menschenkind verständlich ist.“

    • Image: STANDORTFRAGEN, Bildlegende:

      Die Standortfrage für den Bahnhof entwickelte sich zum Musterbeispiel für lokalen Sackpatriotismus: Der „Althaus“-Wirt wetterte gegen den Wirt vom „Ochsen“. Der Ochsenwirt wiederum stellte sich strikt gegen den Standort Spittelwiese. Beide Gastronomen schielten aufs lukrative Geschäft mit den Reisenden.

    • Image: GEMEINWOHL IM BLICK, Bildlegende:

      Der Apotheker Schoch wiederum plädierte für den Standort „Neuhof“ gleich bei seiner neuen Apotheke im Hinterdorf. Die hat er dort vorsichtshalber schon einmal hin gebaut.

    • Image: STIMMBERECHTIGTE STURKÖPFE, Bildlegende:

      Das Stimmvolk favorisierte die Spittelwiese entgegen einer lange Reihe praktischer Einwände. Nur: Von dort aus war der Anschluss nach Bauma technisch nicht zu realisieren. Und genau das war ja die einzige Bedingung gewesen.

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SILVESTERCHLÄUSE

  • TITEL DER GESCHICHTE: SILVESTERCHLÄUSE
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    • Image: SILVESTERCHLÄUSE, Bildlegende:

      Am Silvesterabend gehört die Bahnhofstrasse traditionell den Walder Silvesterchläusen. Vom Bahnhof ziehen sie gemeinsam zum Schwertplatz, um vor dem Gemeindehaus allen ein gutes neues Jahr einzuläuten.

    • Image: KULTURFEST, Bildlegende:

      Beim Kulturfest zeigte sich entlang der Bahnhofstrasse, wie viele Künstler in Wald ihre Heimat haben. Bekannte und verborgene Talente zeigten ihr Können. Von Musik bis zu spektakulären Feuerskulpturen bot das Fest eine beeindruckende Vielfalt.

    • Image: WALDER MÄRT, Bildlegende:

      Der Walder Märt – jeweils zwei Tage lang im Frühjahr und im Herbst – ist eine Institution...

    • Image: WALDER MÄRT, Bildlegende:

      ...für die man sich ruhig etwas Zeit nehmen sollte.

    • Image: WALDER MÄRT, Bildlegende:

      Hungern muss niemand. Nahrhaft-Hochkalorisches befindet sich damals wie heute im Angebot.

    • Image: WALDER MÄRT, Bildlegende:

      Der Märt ist eine Attraktion für alle. Auf dem Bild von 1977 etwa Luftballons für die Kleinen...

    • Image: WALDER MÄRT, Bildlegende:

      ...und Spielzeug für die Grossen. Bei manchen Standbetreibern war Wald als schwieriges Pflastergefürchtet: Der Walder lässt sich nicht jeden Kram andrehen.

    • Image: CAFE CITY, Bildlegende:

      Ein Zeichen mondäner Selbstüberschätzung? Das Café City in der Bahnhofstrasse war jedenfalls eine Ansage. Das Café ist längst Geschichte. Der überaus zweckmässige Bau steht leider immer noch.

    • Image: FRISCHES VOM MARKT, Bildlegende:

      Da doch lieber unprätentiöses Dorfleben am Schwertplatz. Grüne Kiste ganz ursprünglich.

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WALDER SILVESTERCHLÄUSE

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALDER SILVESTERCHLÄUSE
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    • Image: WALDER SILVESTERCHLÄUSE, Bildlegende:
      Die erste Begegnung mit den würdevoll scheppernden Silvesterchläusen und vor allem den wild tanzenden Schnappeseln ist für alle Kinder ein bleibendes Erlebnis.
    • Image: KLEINE GESCHENKE, Bildlegende:

      Der Brauch wurde bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts gepflegt. Damals kannte man im Züri Oberland noch kein Weihnachtsfest mit Christbaum und Bescherung. Stattdessen brachte ein Chlaus in der Nacht auf Neujahr den Kindern Nüsse, Äpfel und kleine Geschenke.

    • Image: LEUCHTENDE POESIE, Bildlegende:

      Auf den Lichthüten sind unterschiedliche Sprüche zu lesen:

    • Image: GUTER RATSCHLAG, Bildlegende:

      „Wänn s’Bösi um die Hütte flüügt / Tue eifach d’Feischter zue / Und wänn dir s’Glück uf Bude stigt, / hock nüd verchehrt druf ue“

    • Image: MEMENTO MORI-MELANCHOLIE, Bildlegende:

      „Hüt sinkt scho wieder eis is Grab, / s isch grad, als würd's eim träume, / s fall Johr um Johr vom Läbe ab, / wie d Öpfel vo de Bäume.“

    • Image: HOFFENTLICH, Bildlegende:

      „Fahr wohl mit all dim Plunder / Alts Johr du bisch verbii, / mer hoffed s’gschäch es Wunder / s’neu wird viel besser sii.“

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PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

  • TITEL DER GESCHICHTE: PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE
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    • Image: PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE, Bildlegende:

      Können Worte diesen Blick beschreiben? Nach den Strapazen eines langen Pilgerwegs öffnet sich in Blattenbach plötzlich die Landschaft zum Zürichsee und den Alpen.

    • Image: KURZ VOR DEM ZIEL, Bildlegende:

      Das nächste Etappenziel der Pilgerreise – nämlich das Kloster Einsiedeln – lässt sich bereits erahnen.

    • Image: PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE, Bildlegende:

      Doch der bevorstehende Abstieg durch das wilde Grundtal ist kein Zuckerschlecken.

    • Image: PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE, Bildlegende:

      Zwar ist ein Steg für Pilger über die Jona seit dem 10. Jahrhundert belegt. Aber der Weg war nur ein Pfad durch das wilde Grundtal. Für Fuhrwerke wurde die Schlucht erst 1840 mühsam erschlossen.

    • Image: PILGERHERBERGE „SCHWERT“, Bildlegende:

      Im „Schwert“ fanden die Pilger Unterkunft und Verpflegung vor der letzten Etappe. Heute ist die ehemalige Herberge ein Wohnhaus.

    • Image: FROMMER WUNSCH, Bildlegende:

      „Mein Wandeln soll in Himmel sein, / Obschon ich leb auf Erden, / Ein Pilger bin ich hier, allein / Dort hoff ich Bürger werden.“
      (Inschrift an der alten Pilgerherberger zum „Roten Schwert“ im Blattenbach, 1621)

    • Image: MEMENTO MORI, Bildlegende:

      „Der gestrig Tag der ist vergangen / Laßt uns den Hüttigen wol anfangen. / Der Mensch gar liechtlich fallt zu grund / Muß sterben weißt nicht welche Stund.“
      (Inschrift an der alten Pilgerherberge zum „Roten Schwert“ im Blattenbach, 1621)

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FRAUEN AN DIE MACHT

  • TITEL DER GESCHICHTE: FRAUEN AN DIE MACHT
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    • Image: FRAUEN AN DIE MACHT, Bildlegende:
      Durch ihre Heimarbeit trugen Frauen ganz wesentlich zum Lebensunterhalt der Familie bei. Auch Kinder mussten selbstverständlich mithelfen. Der Sinn von regelmässigem Schulbesuch war in solchen armen Familien nicht einfach zu erklären: Bildung muss man sich erst einmal leisten können! 
    • Image: WEGE AUS DER ARMUT, Bildlegende:

      Das gesponnene Garn wurde auf dem Markt gehandelt. Später entwickelte sich das so genannte Verlagswesen – ein Logistik-System: Fergger kümmerten sich um die Belieferung mit Rohstoff, holten die fertigen Produkte ab und besorgten die Bezahlung im Auftrag der Fabrikanten. Die Fergger waren also keine Zwischenhändler, sondern organisierten die Lieferkette im Namen ihrer Auftraggeber.

    • Image: WACHSENDE UNABHÄNGIGKEIT, Bildlegende:

      Mit der Zeit konnten sich manche Familien einen bescheidenen Wohlstand erarbeiten. Anders als in der Landwirtschaft war durch die Heimarbeit der Frauen mehr oder weniger saisonunabhängig Geld im Haus.

    • Image: NEUE VERSUCHUNGEN, Bildlegende:

      Nicht alle konnten mit dem relativen Wohlstand umgehen. Klagen über ausufernden Alkoholkonsum und Müssiggang wurden laut. Man muss allerdings einschränken: Es gab in den Aussenwachten nur wenige Möglichkeiten, die beschränkte Freizeit zu verbringen. Die Wirtshäuser allerdings konnten sich über Zulauf nicht beklagen.

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