HEIMARBEIT UND MECHANISIERUNG
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In Heimarbeit sponnen die Bauern zunächst Garn. Später woben sie Textilien an hölzernen Webstühlen. Das war nicht nur in Wald so: Die Heimweberei entwickelte sich zum europäischen Massenphänomen. Erst mechanische Spinnereien und später mechanische Webstühle führten zu einer raschen Industrialisierung, die eine gewaltige soziale Umschichtung mit sich brachte.
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Etwa zwischen 1750 und 1820 erlebte die Heimweberei ihre Blütezeit. Doch die Verbesserung der Maschinen schritt unweigerlich fort und ermöglichte schliesslich den industriellen Einsatz.
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Heimindustrie ist ein europäisches Phänomen. Die Karte zeigt die Verbreitung im Kanton Zürich zum Ende des 18. Jahrhunderts: Je dunkler die Fläche, desto mehr Baumwollspinner arbeiteten zuhause. In manchen Gemeinde waren das bis zu 1'500 Personen. Unnötig darauf hinzuweisen, dass sich Wald im dunkelblau eingefärbten Kartenteil befindet.
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Die dominierende Rolle der Zürcher Zünfte führt zu wachsenden Konflikten und zur Ustertag 1830 eine Änderung der Verhältnisse.
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In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wuchs die Landbevölkerung sehr stark. Zum Vergleich: Die Stadt Zürich war damals gerade einmal viermal grösser als die Gemeinde Wald. Dennoch war alle Macht in der Stadt gebündelt. Das Zürcher Fabrikmandat schrieb vor, dass alle Verarbeitung von Wolle, Baumwolle und Seide nur durch Stadtbürger aufs Land vergeben werden durften. 1787 waren im Dienst städtischer Firmen rund 40'000 Menschen auf dem Land mit Spinnen und Weben beschäftigt.
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Die Schlachten von Zürich 1799 brachten nicht nur Hunger und Not, sondern auch wechselnde Staatsformen. Nach der zweiten Schlacht fiel das Gebiet der Alten Eidgenossenschaft kurze Zeit unter französische Hoheit.
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Mit dem Ustertag 1830 erkämpft sich die Landbevölkerung eine grössere Unabhängigkeit von der Stadt Zürich. Der Usterbrand zwei Jahre später war ein verzweifelter Maschinensturm, der die Mechanisierung nicht aufhalten konnte.
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Junge Bauern wie der Walder Jakob Oberholzer erkennen die Gunst der Stunde und organisieren als Fergger die Verbindung zwischen Heimarbeitern und Textilhändlern. Sie verdienen ihr Geld nicht mehr in der handwerklichen Verarbeitung, sondern sind Pioniere eines frühindustriellen Verlagswesens.
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Mit dem Aufkommen der mechanischen Webstühle ist es für die erfahrenen Walder Fergger nur noch ein kleiner Schritt, selbst die Fabrikation in die Hand zu nehmen. Junge Männer wie Oberholzer, Spoerri, die Honeggers und Schaufelberger treiben damit die Industrialisierung innerhalb kurzer Zeit entscheidend voran.
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