WALD − RÜTI
Die Idee einer Bahnverbindung Wald - Rüti entsteht. Entscheidend sind die günstigen Konditionen der „Vereinigten Schweizer Bahnen“. Ausserdem wollte man die Verbindung mit den finanzstarken Gemeinden des Zürcher Oberlandes sowie der Stadt sicherstellen.
VERRÜCKTE VORSCHLÄGE
Angesichts der starken Steigung tauchten die wildesten Vorschläge für die lokale Linienführung auf: ein Tunneldurchstich durch den Batzberg bei Kraueren-Ziegelhütte etwa. Oder südlich des Bachtel mit einem Bahnhof im Hinterdorf sowie einer Zahnradverbindung oder Kehrtunnels hinauf bis Ried.
SCHWEIZER TUNNELBAU
Selbst ein Tunnel durch den Bachtel wurde in Erwägung gezogen.
WALD − RÜTI
Die Idee einer Bahnverbindung Wald - Rüti entsteht. Entscheidend sind die günstigen Konditionen der „Vereinigten Schweizer Bahnen“. Ausserdem wollte man die Verbindung mit den finanzstarken Gemeinden des Zürcher Oberlandes sowie der Stadt sicherstellen.
VERRÜCKTE VORSCHLÄGE
Angesichts der starken Steigung tauchten die wildesten Vorschläge für die lokale Linienführung auf: ein Tunneldurchstich durch den Batzberg bei Kraueren-Ziegelhütte etwa. Oder südlich des Bachtel mit einem Bahnhof im Hinterdorf sowie einer Zahnradverbindung oder Kehrtunnels hinauf bis Ried.
SCHWEIZER TUNNELBAU
Selbst ein Tunnel durch den Bachtel wurde in Erwägung gezogen.
WALD IM AUFSCHWUNG
Wald 1873: Der Ort erlebt einen unvergleichlichen Aufschwung. Die Einwohnerzahl nimmt sprunghaft zu. Die Textilfabriken wachsen rasant. Damit steigt das Bedürfnis nach Mobilität und Warentransport – sowohl der Rohstoffe als auch der fertigen Produkte.
EISENBAHN-FIEBER
Von Wald nach Mailand... Ganz Europa hat ein Eisenbahnfieber gepackt. Die Vision eines eng geknüpften Streckennetzes begeistert viele: Ein Bahnhof ist ein Anschluss zur grossen Welt. Die Eisenbahn ermöglicht bislang ungeahnte Reisen.
MÜHSAMES REISEN
Man darf nicht vergessen: Das moderne Automobil wird erst 1886 erfunden; bis zum Massenprodukt ist noch ein weiter Weg.
SCHWIERIGE ANSCHLÜSSE
Verkehrstechnisch liess Wald vieles zu wünschen übrig. Das Jonatobel zwischen Wald und Rüti war immer noch ein Nadelöhr für den Transport nach Zürich. Erst 1846 wurde gegen grösste Bedenken die Strasse gebaut. Überschwemmungen, Felsstürze, Erdrutsche, im Winter auch Schnee und Eis machten sie immer wieder unpassierbar.
WALD IM AUFSCHWUNG
Wald 1873: Der Ort erlebt einen unvergleichlichen Aufschwung. Die Einwohnerzahl nimmt sprunghaft zu. Die Textilfabriken wachsen rasant. Damit steigt das Bedürfnis nach Mobilität und Warentransport – sowohl der Rohstoffe als auch der fertigen Produkte.
EISENBAHN-FIEBER
Von Wald nach Mailand... Ganz Europa hat ein Eisenbahnfieber gepackt. Die Vision eines eng geknüpften Streckennetzes begeistert viele: Ein Bahnhof ist ein Anschluss zur grossen Welt. Die Eisenbahn ermöglicht bislang ungeahnte Reisen.
MÜHSAMES REISEN
Man darf nicht vergessen: Das moderne Automobil wird erst 1886 erfunden; bis zum Massenprodukt ist noch ein weiter Weg.
SCHWIERIGE ANSCHLÜSSE
Verkehrstechnisch liess Wald vieles zu wünschen übrig. Das Jonatobel zwischen Wald und Rüti war immer noch ein Nadelöhr für den Transport nach Zürich. Erst 1846 wurde gegen grösste Bedenken die Strasse gebaut. Überschwemmungen, Felsstürze, Erdrutsche, im Winter auch Schnee und Eis machten sie immer wieder unpassierbar.
EINE ÖFFENTLICHE ANGELEGENHEIT
Für den Bahnhof standen zunächst zwei Standorte zur Debatte. Entweder auf der Wiese beim Hotel „Ochsen“, oder auf der Spittelwiese (dem Gebiet des heutigen Clarida-Parks). Die Standortwahl war ausdrücklich dem Stimmvolk überlassen - mit der Vorgabe, dass ein Anschluss an die Tösstalbahn Richtung Bauma gewährleistet wäre.
VERKEHRSPLANUNG
Im „Ochsen“ wurde 1871 ein Komitee gewählt, das die Linie projektieren und eine Konzession beantragen sollte. Die Fahrt nach Rüti sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Geplant waren täglich fünf Zugpaare. Die Gemeinde Wald sollte 140‘000 Franken beisteuern.
LAUTER EXPERTEN
Wald bestand nunmehr aus lauter Eisenbahnexperten. Die Scharmützel wurden wortreich in den Zeitungen ausgetragen: „Warum diese Bahn von Winterthur, einer solchen durchs Kempttal gegenüber, so auffallend unterstützt wird, ist höhere potenzierte Eisenbahnpolitik, die nicht jedem gewöhnlichen Menschenkind verständlich ist.“
STANDORTFRAGEN
Die Standortfrage für den Bahnhof entwickelte sich zum Musterbeispiel für lokalen Sackpatriotismus: Der „Althaus“-Wirt wetterte gegen den Wirt vom „Ochsen“. Der Ochsenwirt wiederum stellte sich strikt gegen den Standort Spittelwiese. Beide Gastronomen schielten aufs lukrative Geschäft mit den Reisenden.
GEMEINWOHL IM BLICK
Der Apotheker Schoch wiederum plädierte für den Standort „Neuhof“ gleich bei seiner neuen Apotheke im Hinterdorf. Die hat er dort vorsichtshalber schon einmal hin gebaut.
STIMMBERECHTIGTE STURKÖPFE
Das Stimmvolk favorisierte die Spittelwiese entgegen einer lange Reihe praktischer Einwände. Nur: Von dort aus war der Anschluss nach Bauma technisch nicht zu realisieren. Und genau das war ja die einzige Bedingung gewesen.
EINE ÖFFENTLICHE ANGELEGENHEIT
Für den Bahnhof standen zunächst zwei Standorte zur Debatte. Entweder auf der Wiese beim Hotel „Ochsen“, oder auf der Spittelwiese (dem Gebiet des heutigen Clarida-Parks). Die Standortwahl war ausdrücklich dem Stimmvolk überlassen - mit der Vorgabe, dass ein Anschluss an die Tösstalbahn Richtung Bauma gewährleistet wäre.
VERKEHRSPLANUNG
Im „Ochsen“ wurde 1871 ein Komitee gewählt, das die Linie projektieren und eine Konzession beantragen sollte. Die Fahrt nach Rüti sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Geplant waren täglich fünf Zugpaare. Die Gemeinde Wald sollte 140‘000 Franken beisteuern.
LAUTER EXPERTEN
Wald bestand nunmehr aus lauter Eisenbahnexperten. Die Scharmützel wurden wortreich in den Zeitungen ausgetragen: „Warum diese Bahn von Winterthur, einer solchen durchs Kempttal gegenüber, so auffallend unterstützt wird, ist höhere potenzierte Eisenbahnpolitik, die nicht jedem gewöhnlichen Menschenkind verständlich ist.“
STANDORTFRAGEN
Die Standortfrage für den Bahnhof entwickelte sich zum Musterbeispiel für lokalen Sackpatriotismus: Der „Althaus“-Wirt wetterte gegen den Wirt vom „Ochsen“. Der Ochsenwirt wiederum stellte sich strikt gegen den Standort Spittelwiese. Beide Gastronomen schielten aufs lukrative Geschäft mit den Reisenden.
GEMEINWOHL IM BLICK
Der Apotheker Schoch wiederum plädierte für den Standort „Neuhof“ gleich bei seiner neuen Apotheke im Hinterdorf. Die hat er dort vorsichtshalber schon einmal hin gebaut.
STIMMBERECHTIGTE STURKÖPFE
Das Stimmvolk favorisierte die Spittelwiese entgegen einer lange Reihe praktischer Einwände. Nur: Von dort aus war der Anschluss nach Bauma technisch nicht zu realisieren. Und genau das war ja die einzige Bedingung gewesen.
WALD WIDER DIE VERNUNFT
Die Lokalposse wurde politisch, als sich Bern einschaltete und Zuschüsse von einem landesweiten Interesse abhängig machte. Als sinnvolle Lösung entpuppte sich ein Bahnhof am Nordholz. Die Strecke verlängerte sich dadurch zwar etwas. Dafür war die Steigung Richtung Bauma zu meistern. Ende gut, alles gut? Die Walder stellen auf stur.
WUCHTIGE LOKALPOSSE
Ein Bahnhof so weit weg vom Dorf? „Was isch au mit de Iisebahn / Vom Pilgersteg uf Wald? / Es frögt efange jedermann / was goht ächt öppe bald? / So mänge möcht gern neime hii, / doch lauft er gar nüd gern, / und warte scho sit fern. / De Bahnhof wünsch ich nächer zie / suscht stiig I erscht nüd ii / Is Hinternord bruuchts gar viil Schue / und mir wänd gspare sii.“ (Leserbrief im Volksblatt 1873)
WINKELZÜGE
Den Höhepunkt der Auseinandersetzung markierte eine Gemeindeversammlung, an der man längst fällige Aktienbeteiligungen an der Tösstalbahn aus fadenscheinigen Gründen nicht bewilligen wollte. Aus Protest traten Gemeindepräsident Reimann und Gemeinderat Zangger zurück. Der Bezirksrat akzeptierte die Rücktritte nicht und erklärte die Abstimmung aus rechtlichen Gründen für gesetzwidrig. Die erneute Abstimmung 1874 wendete die Schildbürger-Blamage schliesslich ab.
VIP-WANDERWEG
Der Fischenthaler Johannes Schoch, in Mailand zu Reichtum gekommen, unterstützte den Tösstalbahn-Anschluss mit der gewaltigen Summe von 652‘000 Franken, um sein Heimatdorf ans Schienennetz anzuschliessen. Im Gegenzug wurde eine der ersten Dampfloks auf seinen Namen getauft. Ausserdem, so wird berichtet, war ihm gestattet, nach Gusto auf den Geleisen spazieren zu gehen.
WALD WIDER DIE VERNUNFT
Die Lokalposse wurde politisch, als sich Bern einschaltete und Zuschüsse von einem landesweiten Interesse abhängig machte. Als sinnvolle Lösung entpuppte sich ein Bahnhof am Nordholz. Die Strecke verlängerte sich dadurch zwar etwas. Dafür war die Steigung Richtung Bauma zu meistern. Ende gut, alles gut? Die Walder stellen auf stur.
WUCHTIGE LOKALPOSSE
Ein Bahnhof so weit weg vom Dorf? „Was isch au mit de Iisebahn / Vom Pilgersteg uf Wald? / Es frögt efange jedermann / was goht ächt öppe bald? / So mänge möcht gern neime hii, / doch lauft er gar nüd gern, / und warte scho sit fern. / De Bahnhof wünsch ich nächer zie / suscht stiig I erscht nüd ii / Is Hinternord bruuchts gar viil Schue / und mir wänd gspare sii.“ (Leserbrief im Volksblatt 1873)
WINKELZÜGE
Den Höhepunkt der Auseinandersetzung markierte eine Gemeindeversammlung, an der man längst fällige Aktienbeteiligungen an der Tösstalbahn aus fadenscheinigen Gründen nicht bewilligen wollte. Aus Protest traten Gemeindepräsident Reimann und Gemeinderat Zangger zurück. Der Bezirksrat akzeptierte die Rücktritte nicht und erklärte die Abstimmung aus rechtlichen Gründen für gesetzwidrig. Die erneute Abstimmung 1874 wendete die Schildbürger-Blamage schliesslich ab.
VIP-WANDERWEG
Der Fischenthaler Johannes Schoch, in Mailand zu Reichtum gekommen, unterstützte den Tösstalbahn-Anschluss mit der gewaltigen Summe von 652‘000 Franken, um sein Heimatdorf ans Schienennetz anzuschliessen. Im Gegenzug wurde eine der ersten Dampfloks auf seinen Namen getauft. Ausserdem, so wird berichtet, war ihm gestattet, nach Gusto auf den Geleisen spazieren zu gehen.
BAU DER BAHNHOFSTRASSE
Für die Anbindung des Bahnhofs ans Dorf stehen drei Optionen zur Wahl. Die Bahnhofstrasse wird durch sumpfiges Gelände aufgeschüttet.
VERSCHIEBUNG DES DORFLEBENS
In der Folge verschiebt sich das öffentliche Leben mehr und mehr vom Dorfplatz hin zur Bahnhofstrasse. Ladenlokale und Restaurants siedeln sich an.
ERÖFFNUNG 1875
Innerhalb von zwei Wochen werden 1875 zunächst die Verbindung Wald-Rüti, dann die Tösstalbahn eingeweiht. Der Bahnhof gehört der Tösstalbahn, das Rollmaterial für den durchgängigen Betrieb stellt die Wald-Rüti-Bahn.
WORTFÜHRER GEGEN MAULHELDEN
Massgeblicher Kopf hinter der klugen Bahn-Lösung ist der Gibswiler Nationalrat Johann Jakob Keller. Bei der Einweihungsfeier im Schwert-Saal hält er eine Ansprache: „Ich han scho gwüsst, das mer zur Uusfüerig vo sonige Werch zweierlei bruucht: uf einere Siite s'Muul und uf de andere s'Geld. S'erscht han ich gliiferet und s letschter en Andere.“
UMSONST IST DER TOD
Zwischen 1873 und 1904 erhob die Gemeinde Wald so genannte Eisenbahnsteuern von insgesamt 762‘923 Franken. Mit diesem Geld wurden Zinsen gezahlt und Anleihen amortisiert.
BAU DER BAHNHOFSTRASSE
Für die Anbindung des Bahnhofs ans Dorf stehen drei Optionen zur Wahl. Die Bahnhofstrasse wird durch sumpfiges Gelände aufgeschüttet.
VERSCHIEBUNG DES DORFLEBENS
In der Folge verschiebt sich das öffentliche Leben mehr und mehr vom Dorfplatz hin zur Bahnhofstrasse. Ladenlokale und Restaurants siedeln sich an.
ERÖFFNUNG 1875
Innerhalb von zwei Wochen werden 1875 zunächst die Verbindung Wald-Rüti, dann die Tösstalbahn eingeweiht. Der Bahnhof gehört der Tösstalbahn, das Rollmaterial für den durchgängigen Betrieb stellt die Wald-Rüti-Bahn.
WORTFÜHRER GEGEN MAULHELDEN
Massgeblicher Kopf hinter der klugen Bahn-Lösung ist der Gibswiler Nationalrat Johann Jakob Keller. Bei der Einweihungsfeier im Schwert-Saal hält er eine Ansprache: „Ich han scho gwüsst, das mer zur Uusfüerig vo sonige Werch zweierlei bruucht: uf einere Siite s'Muul und uf de andere s'Geld. S'erscht han ich gliiferet und s letschter en Andere.“
UMSONST IST DER TOD
Zwischen 1873 und 1904 erhob die Gemeinde Wald so genannte Eisenbahnsteuern von insgesamt 762‘923 Franken. Mit diesem Geld wurden Zinsen gezahlt und Anleihen amortisiert.
NEUE BERUFLICHE HERAUSFORDERUNGEN
„Für die Stations-Verwalterstellen der Tössthalbahn haben sich unter der Legion Bewerber unter Andern auch ein Brauer, ein Schreiner, ein Zahnoperateur und ein Schneidergeselle gemeldet. Jetzt fehlte nur noch der Gevatter Lampenanzünder, Messmer, und Todtengräber, und da kann es der Tössthalbahn nicht mehr fehlen, tüchtige im Eisenbahnbetriebsdienste routinierte Stationsverwalter zu gewinnen!“ (eine Glosse im Volksblatt vom Bachtel)
EISENBAHN-ROMANTIK
„Während des Selbstbetriebes (1875-1918) haftete der Tössthalbahn stets etwas Heimeliges, Trauliches an. Dazu trug neben den kleinen, getauften Lokomotivchen und Wägelein, dem gemächlich-muntern Gehopfe und den urchristlichen Oellampen das Betriebspersonal viel bei. Es war fast ausnahmslos dem Oberland entnommen, dem es ja nie an knorrigen Sprösslingen fehlt.“
BITTE ALLE AUSSTEIGEN!
Die Strecke wurde von beiden Bahngesellschaften gemeinsam betrieben. Immer wieder mussten die Passagiere im Ried aussteigen, damit die Lokomotiven die Steigung bewältigen konnten.
SEINER ZEIT VORAUS
Für kurze Zeit kamen Doppelstock-Waggons zum Einsatz. Keine Überraschung: Auf der kurvenreichen, steilen Strecke konnten sie sich nicht bewähren.
UNGLÜCK IM GRUNDTAL
Immer wieder das Grundtal: Am 31. März 1979 entgleiste ein Steuerwagen auf der Bahnstrecke im Grundtal und stürzt 15 Meter tief. Sechs Schwerverletzte konnten geborgen werden. Der Unfallwagen wurde repariert.
ELEKTRISCH DAMPFEN
Der Kohlenmangel während des 2. Weltkriegs trieb die Elektrifizierung der Bahnen voran. Die Strecke Wald−Rüti wurde vom 29. April 1944 an elektrisch betrieben.
DRAHT NACH OBEN
Es dauert bis 1951, bis auch die Strecke durchs Tösstal bis Winterthur elektrifiziert ist.
TECHNISCHE REKORDE
Bis heute ist die Strecke eine technische Meisterleistung und damit rekordverdächtig. Die 11,4 Kilometer zwischen Rüti und Gibswil führen über 57 Brücken und Durchlässe und schlängeln durch 39 Kurven - bisweilen unterschreitet ihr Kurvenradius 240 Meter. Die Steigung von 30 Promille schlägt sogar die Gotthard-Strecke.
NEUE BERUFLICHE HERAUSFORDERUNGEN
„Für die Stations-Verwalterstellen der Tössthalbahn haben sich unter der Legion Bewerber unter Andern auch ein Brauer, ein Schreiner, ein Zahnoperateur und ein Schneidergeselle gemeldet. Jetzt fehlte nur noch der Gevatter Lampenanzünder, Messmer, und Todtengräber, und da kann es der Tössthalbahn nicht mehr fehlen, tüchtige im Eisenbahnbetriebsdienste routinierte Stationsverwalter zu gewinnen!“ (eine Glosse im Volksblatt vom Bachtel)
EISENBAHN-ROMANTIK
„Während des Selbstbetriebes (1875-1918) haftete der Tössthalbahn stets etwas Heimeliges, Trauliches an. Dazu trug neben den kleinen, getauften Lokomotivchen und Wägelein, dem gemächlich-muntern Gehopfe und den urchristlichen Oellampen das Betriebspersonal viel bei. Es war fast ausnahmslos dem Oberland entnommen, dem es ja nie an knorrigen Sprösslingen fehlt.“
BITTE ALLE AUSSTEIGEN!
Die Strecke wurde von beiden Bahngesellschaften gemeinsam betrieben. Immer wieder mussten die Passagiere im Ried aussteigen, damit die Lokomotiven die Steigung bewältigen konnten.
SEINER ZEIT VORAUS
Für kurze Zeit kamen Doppelstock-Waggons zum Einsatz. Keine Überraschung: Auf der kurvenreichen, steilen Strecke konnten sie sich nicht bewähren.
UNGLÜCK IM GRUNDTAL
Immer wieder das Grundtal: Am 31. März 1979 entgleiste ein Steuerwagen auf der Bahnstrecke im Grundtal und stürzt 15 Meter tief. Sechs Schwerverletzte konnten geborgen werden. Der Unfallwagen wurde repariert.
ELEKTRISCH DAMPFEN
Der Kohlenmangel während des 2. Weltkriegs trieb die Elektrifizierung der Bahnen voran. Die Strecke Wald−Rüti wurde vom 29. April 1944 an elektrisch betrieben.
DRAHT NACH OBEN
Es dauert bis 1951, bis auch die Strecke durchs Tösstal bis Winterthur elektrifiziert ist.
TECHNISCHE REKORDE
Bis heute ist die Strecke eine technische Meisterleistung und damit rekordverdächtig. Die 11,4 Kilometer zwischen Rüti und Gibswil führen über 57 Brücken und Durchlässe und schlängeln durch 39 Kurven - bisweilen unterschreitet ihr Kurvenradius 240 Meter. Die Steigung von 30 Promille schlägt sogar die Gotthard-Strecke.
ANSCHLÜSSE GESICHERT
Früher im Niemandsland gelegen, ist der Bahnhof ein effizienter Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr. Als Sehnsuchts-Symbol für die weite Welt hat er längst ausgedient.
UNROMANTISCHE SELBSTKONTROLLE
Die einst als Zwischentakt zwischen Rüti und Wald pendelnde S43 ist längst durch einen Bus abgelöst. Zwischen Rüti und Winterthur schnurren die Thurbo-Triebwägen der S26.
UMSTEIGEN LEICHT GEMACHT
Die grosse Eisenbahnromantik ist vorbei. Dafür sind die Buslinien optimal getaktet. Im Winter wartet hier sogar der kostenlose Skibus ins Oberholz auf umsteigende Wintersportler.
BIS IN DEN LETZTEN WINKEL
Und für alle Fahrten ins Blaue kann man auf Carsharing umsteigen: Der Mobility-Parkplatz ist nur ein paar Gehminuten entfernt.
ANSCHLÜSSE GESICHERT
Früher im Niemandsland gelegen, ist der Bahnhof ein effizienter Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr. Als Sehnsuchts-Symbol für die weite Welt hat er längst ausgedient.
UNROMANTISCHE SELBSTKONTROLLE
Die einst als Zwischentakt zwischen Rüti und Wald pendelnde S43 ist längst durch einen Bus abgelöst. Zwischen Rüti und Winterthur schnurren die Thurbo-Triebwägen der S26.
UMSTEIGEN LEICHT GEMACHT
Die grosse Eisenbahnromantik ist vorbei. Dafür sind die Buslinien optimal getaktet. Im Winter wartet hier sogar der kostenlose Skibus ins Oberholz auf umsteigende Wintersportler.
BIS IN DEN LETZTEN WINKEL
Und für alle Fahrten ins Blaue kann man auf Carsharing umsteigen: Der Mobility-Parkplatz ist nur ein paar Gehminuten entfernt.