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Walds Wachstumsmotor: Laupen

GESCHICHTEN
ANKOMMEN IN LAUPEN
ANKOMMEN IN LAUPEN

ANKOMMEN IN LAUPEN

Christian Häsler

LAUPEN

Offen liegt Laupen da – trotzdem begrenzt von den umgebenden Hügeln. Im Kontrast zu den anderen Wachten, die erhöht auf den Terrassenstufen liegen, sitzt Laupen in der Talsenke zwischen Hiltisberg und Farner. Auf der historischen Ansicht gut zu erkennen ist die einst schlossartige Anlage des Lungensanatoriums.

LAUPEN

In Laupen öffnet sich die Talschaft Wald. Gebildet wurde diese Topologie vom Linthgletscher, der mehrmals aus Richtung Südosten seine Seitenarme ins Tösstal ausstreckte.

DIEZIKON

Die dadurch geprägte Stufenlandschaft gehört zu den auffälligsten Merkmalen der Gegend.

WINKEL

Im Winkel ist die ländliche Entspanntheit noch spürbar.

WINKEL

Idyllische Ecken konnten ihren Charme bewahren.

LAUPEN

Der ungebremste Hunger nach Wohnraum ist unweit davon kaum zu übersehen.

LAUPEN

Auffallende Gebäude zeugen von der Vergangenheit Laupens. Es sind Relikte der Walder Textilblüte.

LAUPEN

Wie keine andere Aussenwacht zeigt Laupen ganz viele unterschiedliche Gesichter, wenn man seinen Verästelungen folgt.

LAUPEN

... und deshalb öffnen sich immer wieder neue Perspektiven, bei denen auch eingefleischte Walder stutzen.

OBER-LAUPEN

Und deshalb das Schönste zum Schluss: Malerisch wie im Bilderbuch präsentieren sich die ehemaligen Textilgebäude in Diezikon von Ober-Laupen aus betrachtet.

    ANKOMMEN IN LAUPEN

    Christian Häsler

    LAUPEN

    Offen liegt Laupen da – trotzdem begrenzt von den umgebenden Hügeln. Im Kontrast zu den anderen Wachten, die erhöht auf den Terrassenstufen liegen, sitzt Laupen in der Talsenke zwischen Hiltisberg und Farner. Auf der historischen Ansicht gut zu erkennen ist die einst schlossartige Anlage des Lungensanatoriums.

    LAUPEN

    In Laupen öffnet sich die Talschaft Wald. Gebildet wurde diese Topologie vom Linthgletscher, der mehrmals aus Richtung Südosten seine Seitenarme ins Tösstal ausstreckte.

    DIEZIKON

    Die dadurch geprägte Stufenlandschaft gehört zu den auffälligsten Merkmalen der Gegend.

    WINKEL

    Im Winkel ist die ländliche Entspanntheit noch spürbar.

    WINKEL

    Idyllische Ecken konnten ihren Charme bewahren.

    LAUPEN

    Der ungebremste Hunger nach Wohnraum ist unweit davon kaum zu übersehen.

    LAUPEN

    Auffallende Gebäude zeugen von der Vergangenheit Laupens. Es sind Relikte der Walder Textilblüte.

    LAUPEN

    Wie keine andere Aussenwacht zeigt Laupen ganz viele unterschiedliche Gesichter, wenn man seinen Verästelungen folgt.

    LAUPEN

    ... und deshalb öffnen sich immer wieder neue Perspektiven, bei denen auch eingefleischte Walder stutzen.

    OBER-LAUPEN

    Und deshalb das Schönste zum Schluss: Malerisch wie im Bilderbuch präsentieren sich die ehemaligen Textilgebäude in Diezikon von Ober-Laupen aus betrachtet.

      WALDS WACHSTUMSMOTOR
      WALDS WACHSTUMSMOTOR

      WALDS WACHSTUMSMOTOR

      Laupen wächst und wächst. Längst hat es Ried als Walds grösste Aussenwacht abgelöst. Gerade schickt es sich an, mit Wald zusammenzuwachsen. Dabei trennte noch um das Jahr 1900 herum die beiden Orte ein unwirtliches Sumpfgebiet.

      ALTE QUELLEN

      Bewohnt ist die Gegend seit dem 13. Jahrhundert. Mehrere Quellen berichten von einer Burganlage in Oberlaupen. Vermutlich diente sie dazu, den Weg ins Toggenburg zu sichern.

      ACKERBAU UND VIEHZUCHT

      Einige Ortsbezeichnungen weisen auf die landwirtschaftliche Prägung durch Vieh- und Milchwirtschaft: Weid, Farnweid, Altweid und Hubwies. Andere erinnern an den Ackerbau: Hubacher, Hofacher und Mettelacher.

      ERBSEN AUS DER CHEFI

      Im Chefi etwa wurde einst grossflächig die Erbsenart Kefe angepflanzt. Heute ist es die grösste zusammenhängende Industriezone Walds.

      WOHNHAUSBAU

      Zweckmässige Wohnraummaximierung hat in Laupen eine gewisse Tradition. Auf dem Bild die Blöcke hinter dem Fussballplatz. Umso stärker der Kontrast zu den ursprünglichen Höfen mit Streuobstwiesen im Hintergrund.

        WALDS WACHSTUMSMOTOR

        Laupen wächst und wächst. Längst hat es Ried als Walds grösste Aussenwacht abgelöst. Gerade schickt es sich an, mit Wald zusammenzuwachsen. Dabei trennte noch um das Jahr 1900 herum die beiden Orte ein unwirtliches Sumpfgebiet.

        ALTE QUELLEN

        Bewohnt ist die Gegend seit dem 13. Jahrhundert. Mehrere Quellen berichten von einer Burganlage in Oberlaupen. Vermutlich diente sie dazu, den Weg ins Toggenburg zu sichern.

        ACKERBAU UND VIEHZUCHT

        Einige Ortsbezeichnungen weisen auf die landwirtschaftliche Prägung durch Vieh- und Milchwirtschaft: Weid, Farnweid, Altweid und Hubwies. Andere erinnern an den Ackerbau: Hubacher, Hofacher und Mettelacher.

        ERBSEN AUS DER CHEFI

        Im Chefi etwa wurde einst grossflächig die Erbsenart Kefe angepflanzt. Heute ist es die grösste zusammenhängende Industriezone Walds.

        WOHNHAUSBAU

        Zweckmässige Wohnraummaximierung hat in Laupen eine gewisse Tradition. Auf dem Bild die Blöcke hinter dem Fussballplatz. Umso stärker der Kontrast zu den ursprünglichen Höfen mit Streuobstwiesen im Hintergrund.

          ENERGIE AUS WASSER
          ENERGIE AUS WASSER

          ENERGIE AUS WASSER

          Laupen ist geprägt von vielen fliessenden Gewässern in den Geländefalten. Diese natürliche Energiequelle wurde früh genutzt. Die Bäche waren ideale Voraussetzungen für Textilindustrie.

          INDUSTRIE AM LATTENBACH

          Der Lattenbach wurde intensiv bewirtschaftet durch diverse Stauweiher zwischen Giebel und Unterlaupen. Entlang des Wasserlaufs wurden mehrere Fabriken gebaut.

          MECHANISCHE WEBEREI

          Die erste mechanische Weberei wurde 1851 von Jakob Oberholzer und Heinrich Spörri in Diezikon errichtet. Für 5.200 Gulden erwarb er die ehemalige Drechslerei Heusser. Das Gebäude am Lattenbach verfügte bereits über ein Wasserrad zur mechanischen Krafterzeugung. Danach entstanden Webereien in Laupen, Hubwies und Winkel.

          KLUGE WASSERWIRTSCHAFT

          Um die unregelmässige Wasserführung auszugleichen, entstand auf Basis mehrerer Ausgleichsweiher ein komplexes System, um die Wasserzufuhr zu steuern. Als die Wasserräder durch Turbinen zur Stromerzeugung ersetzt wurden, konnte die Produktivität durch den Anschluss zusätzlicher Webstühle deutlich gesteigert werden.

          ARBEIT FÜR LAUPEN

          Für die Bewohner bedeuteten die Fabriken Arbeit – wie in den meisten anderen Wachten waren Heimspinnerei und Heimweberei weit verbreitet. Laupens erste Weberei zählte bald mehr als 150 Mitarbeiter.

          FABRIKEN VOR DER TÜR

          Anders als etwa im Hüebli mussten die Menschen aber nicht ihre Heimat verlassen, um in den Fabriken zu arbeiten.

            ENERGIE AUS WASSER

            Laupen ist geprägt von vielen fliessenden Gewässern in den Geländefalten. Diese natürliche Energiequelle wurde früh genutzt. Die Bäche waren ideale Voraussetzungen für Textilindustrie.

            INDUSTRIE AM LATTENBACH

            Der Lattenbach wurde intensiv bewirtschaftet durch diverse Stauweiher zwischen Giebel und Unterlaupen. Entlang des Wasserlaufs wurden mehrere Fabriken gebaut.

            MECHANISCHE WEBEREI

            Die erste mechanische Weberei wurde 1851 von Jakob Oberholzer und Heinrich Spörri in Diezikon errichtet. Für 5.200 Gulden erwarb er die ehemalige Drechslerei Heusser. Das Gebäude am Lattenbach verfügte bereits über ein Wasserrad zur mechanischen Krafterzeugung. Danach entstanden Webereien in Laupen, Hubwies und Winkel.

            KLUGE WASSERWIRTSCHAFT

            Um die unregelmässige Wasserführung auszugleichen, entstand auf Basis mehrerer Ausgleichsweiher ein komplexes System, um die Wasserzufuhr zu steuern. Als die Wasserräder durch Turbinen zur Stromerzeugung ersetzt wurden, konnte die Produktivität durch den Anschluss zusätzlicher Webstühle deutlich gesteigert werden.

            ARBEIT FÜR LAUPEN

            Für die Bewohner bedeuteten die Fabriken Arbeit – wie in den meisten anderen Wachten waren Heimspinnerei und Heimweberei weit verbreitet. Laupens erste Weberei zählte bald mehr als 150 Mitarbeiter.

            FABRIKEN VOR DER TÜR

            Anders als etwa im Hüebli mussten die Menschen aber nicht ihre Heimat verlassen, um in den Fabriken zu arbeiten.

              BLÜHENDES LEBEN
              BLÜHENDES LEBEN

              BLÜHENDES LEBEN

              Der wirtschaftliche Aufschwung führt im 19. Jahrhundert zu einer raschen Bevölkerungszunahme. Auch ohne eigene Kirche wurde in Laupen Ende Juni Chilbi gefeiert.

              KINDERGARTEN

              Spoerry & Schaufelberger gründeten 1883 den ersten Betriebskindergarten in der Hubwies. Später wurde er auch für andere Kinder geöffnet. Erst im Jahr 1961 übernahm die Schulgemeinde Wald den Kindergartenbetrieb Laupen.

              SCHULE

              Auch im Schulwesen spiegeln sich die Veränderungen. Lange hatte ein kleines Häuschen am Weg gegen das Restaurant „Warteck“ als Schule genügt. 1864 wurde ein Neubau errichtet (das heutige Lehrerhaus). Um die Wende zum 20. Jahrhundert stieg die Schülerzahl noch einmal an, so dass 1903 der Einzug ins heutige Schulhaus erfolgte.

              BÜRGERPFLICHTEN

              Ein neues Schulhaus war auch um 1860 herum nicht kostenlos zu haben. Aus Protest gegen die zusätzlichen Steuern verlegte ein Bürger seinen Wohnsitz kurzerhand nach Wald. Als er später reumütig nach Laupen zurückkehrte, bot er freiwillig 1‘000 Franken an. Seinen Stolz hatte der verlorene Sohn aber nicht verloren: Der Schulverwalter solle das Geld gefälligst persönlich abholen. Dieser weigerte sich und pochte darauf, es gehöre sich, das Geld zu bringen. Wer die Walder Sturköpfe kennt, der weiss: Die Sache kam nie zu einem Ende.

              POSTSTELLE

              Als einzige Aussenwacht verfügte Laupen lange über eine eigene Poststelle. Mit der Eröffnung der Pferdepostverbindung Wald–Goldingen erhielt Laupen 1899 das erste öffentliche Verkehrsmittel. 1927 wurde das Pferdegespann durch eine grosse Limousine abgelöst.

                BLÜHENDES LEBEN

                Der wirtschaftliche Aufschwung führt im 19. Jahrhundert zu einer raschen Bevölkerungszunahme. Auch ohne eigene Kirche wurde in Laupen Ende Juni Chilbi gefeiert.

                KINDERGARTEN

                Spoerry & Schaufelberger gründeten 1883 den ersten Betriebskindergarten in der Hubwies. Später wurde er auch für andere Kinder geöffnet. Erst im Jahr 1961 übernahm die Schulgemeinde Wald den Kindergartenbetrieb Laupen.

                SCHULE

                Auch im Schulwesen spiegeln sich die Veränderungen. Lange hatte ein kleines Häuschen am Weg gegen das Restaurant „Warteck“ als Schule genügt. 1864 wurde ein Neubau errichtet (das heutige Lehrerhaus). Um die Wende zum 20. Jahrhundert stieg die Schülerzahl noch einmal an, so dass 1903 der Einzug ins heutige Schulhaus erfolgte.

                BÜRGERPFLICHTEN

                Ein neues Schulhaus war auch um 1860 herum nicht kostenlos zu haben. Aus Protest gegen die zusätzlichen Steuern verlegte ein Bürger seinen Wohnsitz kurzerhand nach Wald. Als er später reumütig nach Laupen zurückkehrte, bot er freiwillig 1‘000 Franken an. Seinen Stolz hatte der verlorene Sohn aber nicht verloren: Der Schulverwalter solle das Geld gefälligst persönlich abholen. Dieser weigerte sich und pochte darauf, es gehöre sich, das Geld zu bringen. Wer die Walder Sturköpfe kennt, der weiss: Die Sache kam nie zu einem Ende.

                POSTSTELLE

                Als einzige Aussenwacht verfügte Laupen lange über eine eigene Poststelle. Mit der Eröffnung der Pferdepostverbindung Wald–Goldingen erhielt Laupen 1899 das erste öffentliche Verkehrsmittel. 1927 wurde das Pferdegespann durch eine grosse Limousine abgelöst.

                  SCHOGGI-PARADIES
                  SCHOGGI-PARADIES

                  SCHOGGI-PARADIES

                  Laupen wurde Schokoladenparadies: 1932 stellte eine der drei Webereien von Spoerry & Schaufelberger auf Waffel- und Pralinenfabrikation um. „Sposa“ wurde 1967 von Chocolats Halba übernommen und ging damit im Coop-Konzern auf. Neben dem Fabrikladen „Schoggihüsli“ gab es auch den „Schoggibus“, mit dem die Angestellten nach Wald pendeln konnten. 2000 wurde die Produktion komplett nach Hinwil verlegt.

                  KUNSTSTOFF FÜR SPEZIALISTEN

                  In der ehemaligen Weberei Laupen produziert heute die SKS AG hochpräzise Kunststoffteile.

                    SCHOGGI-PARADIES

                    Laupen wurde Schokoladenparadies: 1932 stellte eine der drei Webereien von Spoerry & Schaufelberger auf Waffel- und Pralinenfabrikation um. „Sposa“ wurde 1967 von Chocolats Halba übernommen und ging damit im Coop-Konzern auf. Neben dem Fabrikladen „Schoggihüsli“ gab es auch den „Schoggibus“, mit dem die Angestellten nach Wald pendeln konnten. 2000 wurde die Produktion komplett nach Hinwil verlegt.

                    KUNSTSTOFF FÜR SPEZIALISTEN

                    In der ehemaligen Weberei Laupen produziert heute die SKS AG hochpräzise Kunststoffteile.