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Wo alles begann: Blattenbach

GESCHICHTEN
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Walter Honegger

BLATTENBACH

Während die meisten Aussenwachten Walds immer stolz auf ihre Unabhängigkeit von der Dorfwacht waren, ist die Situation in Blattenbach etwas anders. Als einzige Aussenwacht verfügte Blattenbach nie über eine eigene Schule. Die Kinder mussten immer hinunter ins Dorf laufen. Vor diesem Hintergrund konnte sich eine engere Beziehung zwischen Blattenbach und Wald entwickeln.

BLATTENBACH

Blattenbach ist die Wiege Walds. Von hier haben wir die ersten Zeugnisse für eine Besiedlung der Gegend.

BLATTENBACH

BLATTENBACH

Man kann sich hier gut am Hang verstecken.

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    Walter Honegger

    BLATTENBACH

    Während die meisten Aussenwachten Walds immer stolz auf ihre Unabhängigkeit von der Dorfwacht waren, ist die Situation in Blattenbach etwas anders. Als einzige Aussenwacht verfügte Blattenbach nie über eine eigene Schule. Die Kinder mussten immer hinunter ins Dorf laufen. Vor diesem Hintergrund konnte sich eine engere Beziehung zwischen Blattenbach und Wald entwickeln.

    BLATTENBACH

    Blattenbach ist die Wiege Walds. Von hier haben wir die ersten Zeugnisse für eine Besiedlung der Gegend.

    BLATTENBACH

    BLATTENBACH

    Man kann sich hier gut am Hang verstecken.

      RUINE BALIKON
      RUINE BALIKON

      RUINE BALIKON

      Die Ruine Balikon ist eine spezielle Zeugin früher Befestigungsbauten rund um Wald. Sie weist einen fünfeckigen Grundriss auf und ist ein gut erreichbares Wanderziel.

      BURGSTELLEN

      Von den einst zahlreichen Befestigungsanlagen wissen wir meist nur aus alten – und was den genauen Ort betrifft: nicht immer zuverlässigen – Quellen.

        RUINE BALIKON

        Die Ruine Balikon ist eine spezielle Zeugin früher Befestigungsbauten rund um Wald. Sie weist einen fünfeckigen Grundriss auf und ist ein gut erreichbares Wanderziel.

        BURGSTELLEN

        Von den einst zahlreichen Befestigungsanlagen wissen wir meist nur aus alten – und was den genauen Ort betrifft: nicht immer zuverlässigen – Quellen.

          DIE URSPRÜNGE WALDS
          DIE URSPRÜNGE WALDS

          DIE URSPRÜNGE WALDS

          Der Weiler Rickenbach ist die Keimzelle der Gemeinde Wald. Hier siedelten nachweislich bereits um das Jahr 820 Menschen.

          STIFTUNGSURKUNDE

          Eine Stiftungsurkunde vom 13. Mai 820 ist das erste schriftliche Zeugnis. Mehr dazu in der Geschichte Wald.

          HOF WALD

          Die Menschen vom Hof Waldwaren damit den Vögten des Klosters Schänis unterstellt und gehörten ab 1264 zu den Grafen von Habsburg.

          FREIE GOTTESHAUSLEUT

          Als Freie Gotteshausleut' unter den Habsburgern mussten die Walder nie länger als einen Tag Kriegsdienst führen. Sie rückten am Morgen aus, und mit Sonnenuntergang kehrten sie nach Hause zurück.

            DIE URSPRÜNGE WALDS

            Der Weiler Rickenbach ist die Keimzelle der Gemeinde Wald. Hier siedelten nachweislich bereits um das Jahr 820 Menschen.

            STIFTUNGSURKUNDE

            Eine Stiftungsurkunde vom 13. Mai 820 ist das erste schriftliche Zeugnis. Mehr dazu in der Geschichte Wald.

            HOF WALD

            Die Menschen vom Hof Waldwaren damit den Vögten des Klosters Schänis unterstellt und gehörten ab 1264 zu den Grafen von Habsburg.

            FREIE GOTTESHAUSLEUT

            Als Freie Gotteshausleut' unter den Habsburgern mussten die Walder nie länger als einen Tag Kriegsdienst führen. Sie rückten am Morgen aus, und mit Sonnenuntergang kehrten sie nach Hause zurück.

              TEXTIL-PIONIERE
              TEXTIL-PIONIERE

              TEXTIL-PIONIERE

              Walder Textil-Pioniere stammen aus Blattenbach: im Bild die Brüder Johannes und Kaspar Honegger. Als erfolgreiche Unternehmer hatten sie wesentlichen Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung des Dorfes.

              GEBURTSHAUS

              Die Brüder stammten aus einer armen Familie vom Tändler. Im Bild ist das Geburtshaus zu sehen.

              GETRENNTE WEGE

              Die Brüder begannen gemeinsam. Als ihre erste Fabrik in Hueb abbrannte, trennten sich ihre Wege.

                TEXTIL-PIONIERE

                Walder Textil-Pioniere stammen aus Blattenbach: im Bild die Brüder Johannes und Kaspar Honegger. Als erfolgreiche Unternehmer hatten sie wesentlichen Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung des Dorfes.

                GEBURTSHAUS

                Die Brüder stammten aus einer armen Familie vom Tändler. Im Bild ist das Geburtshaus zu sehen.

                GETRENNTE WEGE

                Die Brüder begannen gemeinsam. Als ihre erste Fabrik in Hueb abbrannte, trennten sich ihre Wege.

                  RUDOLF HONEGGER
                  RUDOLF HONEGGER

                  RUDOLF HONEGGER

                  Rudolf Honegger begann im Keller der Wirtschaft Dändler mit der Herstellung von Webblättern. Er verlegte den Betrieb in den Ferch...

                  VON BLATTENBACH INS DORF

                  ...und später in den Sagenrain. Heute wird dort das Hybridflugzeug Archaeopterix hergestellt. 1905 baut er die Weberei Steg-Fischenthal. Kurz darauf stellt er die Webblätter-Fabrikation in Wald ein und konzentriert sich ausschliesslich auf die Weberei.

                    RUDOLF HONEGGER

                    Rudolf Honegger begann im Keller der Wirtschaft Dändler mit der Herstellung von Webblättern. Er verlegte den Betrieb in den Ferch...

                    VON BLATTENBACH INS DORF

                    ...und später in den Sagenrain. Heute wird dort das Hybridflugzeug Archaeopterix hergestellt. 1905 baut er die Weberei Steg-Fischenthal. Kurz darauf stellt er die Webblätter-Fabrikation in Wald ein und konzentriert sich ausschliesslich auf die Weberei.

                      PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE
                      PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                      PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                      Können Worte diesen Blick beschreiben? Nach den Strapazen eines langen Pilgerwegs öffnet sich in Blattenbach plötzlich die Landschaft zum Zürichsee und den Alpen.

                      KURZ VOR DEM ZIEL

                      Das nächste Etappenziel der Pilgerreise – nämlich das Kloster Einsiedeln – lässt sich bereits erahnen.

                      PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                      Doch der bevorstehende Abstieg durch das wilde Grundtal ist kein Zuckerschlecken.

                      PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                      Zwar ist ein Steg für Pilger über die Jona seit dem 10. Jahrhundert belegt. Aber der Weg war nur ein Pfad durch das wilde Grundtal. Für Fuhrwerke wurde die Schlucht erst 1840 mühsam erschlossen.

                      PILGERHERBERGE „SCHWERT“

                      Im „Schwert“ fanden die Pilger Unterkunft und Verpflegung vor der letzten Etappe. Heute ist die ehemalige Herberge ein Wohnhaus.

                      FROMMER WUNSCH

                      „Mein Wandeln soll in Himmel sein, / Obschon ich leb auf Erden, / Ein Pilger bin ich hier, allein / Dort hoff ich Bürger werden.“
                      (Inschrift an der alten Pilgerherberger zum „Roten Schwert“ im Blattenbach, 1621)

                      MEMENTO MORI

                      „Der gestrig Tag der ist vergangen / Laßt uns den Hüttigen wol anfangen. / Der Mensch gar liechtlich fallt zu grund / Muß sterben weißt nicht welche Stund.“
                      (Inschrift an der alten Pilgerherberge zum „Roten Schwert“ im Blattenbach, 1621)

                        PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                        Können Worte diesen Blick beschreiben? Nach den Strapazen eines langen Pilgerwegs öffnet sich in Blattenbach plötzlich die Landschaft zum Zürichsee und den Alpen.

                        KURZ VOR DEM ZIEL

                        Das nächste Etappenziel der Pilgerreise – nämlich das Kloster Einsiedeln – lässt sich bereits erahnen.

                        PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                        Doch der bevorstehende Abstieg durch das wilde Grundtal ist kein Zuckerschlecken.

                        PILGERSTEGE ÜBER JONA UND SEE

                        Zwar ist ein Steg für Pilger über die Jona seit dem 10. Jahrhundert belegt. Aber der Weg war nur ein Pfad durch das wilde Grundtal. Für Fuhrwerke wurde die Schlucht erst 1840 mühsam erschlossen.

                        PILGERHERBERGE „SCHWERT“

                        Im „Schwert“ fanden die Pilger Unterkunft und Verpflegung vor der letzten Etappe. Heute ist die ehemalige Herberge ein Wohnhaus.

                        FROMMER WUNSCH

                        „Mein Wandeln soll in Himmel sein, / Obschon ich leb auf Erden, / Ein Pilger bin ich hier, allein / Dort hoff ich Bürger werden.“
                        (Inschrift an der alten Pilgerherberger zum „Roten Schwert“ im Blattenbach, 1621)

                        MEMENTO MORI

                        „Der gestrig Tag der ist vergangen / Laßt uns den Hüttigen wol anfangen. / Der Mensch gar liechtlich fallt zu grund / Muß sterben weißt nicht welche Stund.“
                        (Inschrift an der alten Pilgerherberge zum „Roten Schwert“ im Blattenbach, 1621)

                          DER JAKOBSWEG
                          DER JAKOBSWEG

                          DER JAKOBSWEG

                          Pilgern auf dem Jakobsweg ist wieder populär geworden. Genauer gesagt handelt es sich dabei um ein Netz aus verschiedenen Routen, das sich durch die Ostschweiz erstreckt.

                          WEG DURCH WALDER GEBIET

                          Von Konstanz aus führte der „Schwabenweg“ Pilger aus dem Süddeutschen Raum nach Einsiedeln. Der Weg führt über Steg, Riedt, Tändler und Blattenbach über den Pilgersteg nach Rapperswil.

                          SCHWÄBISCHE PILGERGRUPPEN

                          Die Schwabenpilger zogen meistens in Gruppen und waren leicht als Pilger erkennbar. Sie sangen, beteten, sie hielten Rosenkränze in den Händen und wurden häufig von Geistlichen begleitet. Ihren Proviant trugen sie in Kornsäcken oder Bündeln mit sich.

                          KLOSTER EINSIEDELN

                          Das Kloster Einsiedeln war einerseits Ziel für viele Pilger, andererseits auch Meilenstein für all jene, die weiter zogen. Über die Alpenpässe ging es nach Rom oder Jerusalem. Über Entlebuch, Lausanne und Genf führte der Weg nach Santiago de Compostela.

                            DER JAKOBSWEG

                            Pilgern auf dem Jakobsweg ist wieder populär geworden. Genauer gesagt handelt es sich dabei um ein Netz aus verschiedenen Routen, das sich durch die Ostschweiz erstreckt.

                            WEG DURCH WALDER GEBIET

                            Von Konstanz aus führte der „Schwabenweg“ Pilger aus dem Süddeutschen Raum nach Einsiedeln. Der Weg führt über Steg, Riedt, Tändler und Blattenbach über den Pilgersteg nach Rapperswil.

                            SCHWÄBISCHE PILGERGRUPPEN

                            Die Schwabenpilger zogen meistens in Gruppen und waren leicht als Pilger erkennbar. Sie sangen, beteten, sie hielten Rosenkränze in den Händen und wurden häufig von Geistlichen begleitet. Ihren Proviant trugen sie in Kornsäcken oder Bündeln mit sich.

                            KLOSTER EINSIEDELN

                            Das Kloster Einsiedeln war einerseits Ziel für viele Pilger, andererseits auch Meilenstein für all jene, die weiter zogen. Über die Alpenpässe ging es nach Rom oder Jerusalem. Über Entlebuch, Lausanne und Genf führte der Weg nach Santiago de Compostela.

                              SPOTT FÜR DIE PILGER
                              SPOTT FÜR DIE PILGER

                              SPOTT FÜR DIE PILGER

                              Die frommen Pilger waren im reformierten Zürcher Oberland nicht immer gern gesehen. Die hart arbeitenden Bauern hatten wenig Sinn für die scheinbare Zeitverschwendung. „Eisidler, was bringed er hei?“ spotteten sie, um die Antwort gleich selbst zu geben: „Lääri Seck und müedi Bei.“ Weil sich diese Art der Gastfreundschaft herumsprach, versuchten die Pilger, das Zürcher Gebiet nach Möglichkeit in einem Tag hinter sich zu lassen.

                              REFORMIERTES UNVERSTÄNDNIS

                              Jakob Stutz (1801-1877) lässt sein Storchenegg-Anneli sagen: „Ach, s’isch eim grad, wie we mä z’Chile wär. / Lueg under säbe Tanne dert, / im Schatte sitzt e ganzes Gschäärli Pilger. / Mit ihrne Säcklene am ene Stäcke, müed und matt, die guete n arme Tröpf. / Was müends au us em Schwobeland / do here cho go bätte, wänn’s doch meined, / sie seied zäh mol besser weder mir, / Und gseht mä n’es doch am Gsicht, dass gwüss / So falsch sind wie de Hüehnerdieb.“

                              KULTURELLE UNTERSCHIEDE

                              „Letzte Woche kam ein fünfundachtzig Jahre altes Pilgerweibchen über das Hörnli. Als im jemand sein Erstaunen bezeugte, dass es als ein so betagtes Mütterchen noch einen so weiten Weg unternehme, gab es folgenden Aufschluss: In seiner Heimath, welche hundert Stunden von Einsiedeln, dem Wallfahrtsorte entfernt liege, sei das Dorf, worin es gewohnt, abgebrannt. Während sein Häuschen schon brannte, sei es in einem drei Stock hohen Zimmer gewesen; in seiner Todesangst habe es Gott gelobt, wenn er es errette, so wolle es noch einmal einen Wallfahrtsgang nach Mariaeinsideln tun. Da haben einige Männer lange Stangen hinauf an die Fenster seiner Wohnung gelehnt, woran hinabrutschend es sich habe retten können. - Eine fromme Erfüllung - nur schade, dass es nichts Nützlicheres zu geloben gewusst.“ (Tagebucheintrag von Jakob Senn im Leichacher, Steg, am 13. Mai 1850)

                              HAUS ZUM PILGERSTEG

                              Das „Haus zum Pilgersteg“ im Grundtal stammt aus dem Jahr 1854. Sein Tanzsaal wurde nach der Reformation der erste Gottesdienstraum für Katholiken aus Dürnten, Rüti und Wald.

                              ITALIENER IN WALD

                              Die Fabriken brauchten Arbeiter – und mit den Neuzuzügern vor allem aus Italien verschob sich das konfessionelle Gewicht.

                              ERSTE KATHOLISCHE KIRCHE

                              Eine erste katholische Kirche wurde 1874 neben dem alten Ochsen gebaut. Die Inschrift zur hl. Margaretha ist noch zu sehen. Die heutige Kirche wurde erst 1927 errichtet.

                                SPOTT FÜR DIE PILGER

                                Die frommen Pilger waren im reformierten Zürcher Oberland nicht immer gern gesehen. Die hart arbeitenden Bauern hatten wenig Sinn für die scheinbare Zeitverschwendung. „Eisidler, was bringed er hei?“ spotteten sie, um die Antwort gleich selbst zu geben: „Lääri Seck und müedi Bei.“ Weil sich diese Art der Gastfreundschaft herumsprach, versuchten die Pilger, das Zürcher Gebiet nach Möglichkeit in einem Tag hinter sich zu lassen.

                                REFORMIERTES UNVERSTÄNDNIS

                                Jakob Stutz (1801-1877) lässt sein Storchenegg-Anneli sagen: „Ach, s’isch eim grad, wie we mä z’Chile wär. / Lueg under säbe Tanne dert, / im Schatte sitzt e ganzes Gschäärli Pilger. / Mit ihrne Säcklene am ene Stäcke, müed und matt, die guete n arme Tröpf. / Was müends au us em Schwobeland / do here cho go bätte, wänn’s doch meined, / sie seied zäh mol besser weder mir, / Und gseht mä n’es doch am Gsicht, dass gwüss / So falsch sind wie de Hüehnerdieb.“

                                KULTURELLE UNTERSCHIEDE

                                „Letzte Woche kam ein fünfundachtzig Jahre altes Pilgerweibchen über das Hörnli. Als im jemand sein Erstaunen bezeugte, dass es als ein so betagtes Mütterchen noch einen so weiten Weg unternehme, gab es folgenden Aufschluss: In seiner Heimath, welche hundert Stunden von Einsiedeln, dem Wallfahrtsorte entfernt liege, sei das Dorf, worin es gewohnt, abgebrannt. Während sein Häuschen schon brannte, sei es in einem drei Stock hohen Zimmer gewesen; in seiner Todesangst habe es Gott gelobt, wenn er es errette, so wolle es noch einmal einen Wallfahrtsgang nach Mariaeinsideln tun. Da haben einige Männer lange Stangen hinauf an die Fenster seiner Wohnung gelehnt, woran hinabrutschend es sich habe retten können. - Eine fromme Erfüllung - nur schade, dass es nichts Nützlicheres zu geloben gewusst.“ (Tagebucheintrag von Jakob Senn im Leichacher, Steg, am 13. Mai 1850)

                                HAUS ZUM PILGERSTEG

                                Das „Haus zum Pilgersteg“ im Grundtal stammt aus dem Jahr 1854. Sein Tanzsaal wurde nach der Reformation der erste Gottesdienstraum für Katholiken aus Dürnten, Rüti und Wald.

                                ITALIENER IN WALD

                                Die Fabriken brauchten Arbeiter – und mit den Neuzuzügern vor allem aus Italien verschob sich das konfessionelle Gewicht.

                                ERSTE KATHOLISCHE KIRCHE

                                Eine erste katholische Kirche wurde 1874 neben dem alten Ochsen gebaut. Die Inschrift zur hl. Margaretha ist noch zu sehen. Die heutige Kirche wurde erst 1927 errichtet.

                                  BLEIBENDE ERINNERUNGEN
                                  BLEIBENDE ERINNERUNGEN

                                  BLEIBENDE ERINNERUNGEN

                                  Pilger hatten im „Schwert“ nicht nur drei Kreuze in die Tischplatte geritzt. Dem Schiefereinsatz fehlt ein Eck – französische Soldaten schlugen es um 1800 aus Zorn mit dem Gewehrkolben heraus und schossen in die Decke. Der Grund für das ungebührliche Verhalten? Vor ihnen hatten bereits andere Soldaten die Vorräte geplündert.

                                  WIRTSHUMOR I

                                  In der Gaststube „Zum Weissen Kreuz“ in Ried war die Inschrift zu lesen: „Hüt ums Gält und morn umesuscht.“ Zecher, die glaubten, nach Mitternacht sei alles gratis, hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Bezahlt wurde natürlich immer ‚heute‘ – ob vor oder nach Mitternacht. Diese Art Wirtshumor funktioniert mit durchreisenden Pilgern natürlich besser als mit Stammgästen...

                                  WIRTSHUMOR II

                                  „Sei willkommen , lieber Gast, / wenn du Geld im Beutel hast, / hast du aber keins bi der, so zäpf dich wieder“: Um 1530 gab es im Gemeindegebiet zwei Wirtschaften für Pilger: eine in Wald und das Rottenschwert am Pilgerweg in Blattenbach. 1541 gab es bereits vier Wirtschaften, nämlich „im Dorf zween, das Rottenschwert und das Kreuz in Ried“.

                                    BLEIBENDE ERINNERUNGEN

                                    Pilger hatten im „Schwert“ nicht nur drei Kreuze in die Tischplatte geritzt. Dem Schiefereinsatz fehlt ein Eck – französische Soldaten schlugen es um 1800 aus Zorn mit dem Gewehrkolben heraus und schossen in die Decke. Der Grund für das ungebührliche Verhalten? Vor ihnen hatten bereits andere Soldaten die Vorräte geplündert.

                                    WIRTSHUMOR I

                                    In der Gaststube „Zum Weissen Kreuz“ in Ried war die Inschrift zu lesen: „Hüt ums Gält und morn umesuscht.“ Zecher, die glaubten, nach Mitternacht sei alles gratis, hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Bezahlt wurde natürlich immer ‚heute‘ – ob vor oder nach Mitternacht. Diese Art Wirtshumor funktioniert mit durchreisenden Pilgern natürlich besser als mit Stammgästen...

                                    WIRTSHUMOR II

                                    „Sei willkommen , lieber Gast, / wenn du Geld im Beutel hast, / hast du aber keins bi der, so zäpf dich wieder“: Um 1530 gab es im Gemeindegebiet zwei Wirtschaften für Pilger: eine in Wald und das Rottenschwert am Pilgerweg in Blattenbach. 1541 gab es bereits vier Wirtschaften, nämlich „im Dorf zween, das Rottenschwert und das Kreuz in Ried“.