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GESCHICHTEN. Bilderzählungen

DER LANGE ABSTIEG

  • TITEL DER GESCHICHTE: DER LANGE ABSTIEG
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    • Image: DER LANGE ABSTIEG, Bildlegende:

      Der schleichende Niedergang der Textilindustrie erstreckt sich über das gesamte 20. Jahrhundert. Nach dem 2. Weltkrieg verschärft sich der Druck auf die Textilindustrie. Billigtextilien aus Ländern wie Bangladesch sind nicht der einzige Grund. Auch neuartige Kunststoffe, Strafzölle und Wechselkursschwankungen machen den Herstellern zu schaffen.

    • Image: HOFFEN AUF DIE NISCHE, Bildlegende:

      Schweizer Unternehmen spezialisierten sich auf Nischen wie besonders aufwendige oder technisch anspruchsvolle Produkte mit speziellen Materialeigenschaften.

    • Image: EINE WELTFIRMA VERABSCHIEDET SICH, Bildlegende:

      Innovative Webmaschinen brachten einen Produktionsvorteil. Aber es zeigte sich, dass Maschinen auch zu schnell sein können. Die einst von Caspar Honegger gegründete Maschinenfabrik Rüti war eine weltweit führende Ausstatterin für Weberei-Maschinen. Nach einer Reihe von erfolglosen Innovationen erfolgte 1996 der rapide Niedergang.

    • Image: ...UND DER REST MACHT AUCH DICHT, Bildlegende:

      Nach und nach schliessen alle alteingesessenen Walder Webereien und Spinnereien. Menschen verlieren nicht nur Arbeit, sondern auch ihre Identifikation und Perspektive. Wie soll es nur weitergehen?

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BAU DER BAHNHOFSTRASSE

  • TITEL DER GESCHICHTE: BAU DER BAHNHOFSTRASSE
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    • Image: BAU DER BAHNHOFSTRASSE, Bildlegende:

      Für die Anbindung des Bahnhofs ans Dorf stehen drei Optionen zur Wahl. Die Bahnhofstrasse wird durch sumpfiges Gelände aufgeschüttet.

    • Image: VERSCHIEBUNG DES DORFLEBENS, Bildlegende:

      In der Folge verschiebt sich das öffentliche Leben mehr und mehr vom Dorfplatz hin zur Bahnhofstrasse. Ladenlokale und Restaurants siedeln sich an.

    • Image: ERÖFFNUNG 1875, Bildlegende:

      Innerhalb von zwei Wochen werden 1875 zunächst die Verbindung Wald-Rüti, dann die Tösstalbahn eingeweiht. Der Bahnhof gehört der Tösstalbahn, das Rollmaterial für den durchgängigen Betrieb stellt die Wald-Rüti-Bahn.

    • Image: WORTFÜHRER GEGEN MAULHELDEN, Bildlegende:

      Massgeblicher Kopf hinter der klugen Bahn-Lösung ist der Gibswiler Nationalrat Johann Jakob Keller. Bei der Einweihungsfeier im Schwert-Saal hält er eine Ansprache: „Ich han scho gwüsst, das mer zur Uusfüerig vo sonige Werch zweierlei bruucht: uf einere Siite s'Muul und uf de andere s'Geld. S'erscht han ich gliiferet und s letschter en Andere.“

    • Image: UMSONST IST DER TOD, Bildlegende:

      Zwischen 1873 und 1904 erhob die Gemeinde Wald so genannte Eisenbahnsteuern von insgesamt 762‘923 Franken. Mit diesem Geld wurden Zinsen gezahlt und Anleihen amortisiert.

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BAU DER BAHNHOFSTRASSE

  • TITEL DER GESCHICHTE: BAU DER BAHNHOFSTRASSE
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    • Image: BAU DER BAHNHOFSTRASSE, Bildlegende:

      Der (nach langem Streit endlich geplante) Bahnhof lag eigentlich unvorteilhaft weit ausserhalb des Dorfes. Drei Varianten für die Anbindung standen 1876 zur Diskussion. Eine Strasse vom Dorfzentrum zum Bahnhof schien die vernünftigste Lösung.

    • Image: EIN WEG INS NICHTS, Bildlegende:

      Für einmal gab es schnelle und klare Entscheidungen. Obwohl für den Bau grosser Aufwand betrieben werden musste: Beinahe die Hälfte der Strasse führte durch sumpfiges Gebiet, in dem die Kinder Krebse und Molche fingen.

    • Image: BAUGRUND-ROCHADEN, Bildlegende:

      Hätte die Schulgemeinde 900 Quadratfuss, knapp 95 Quadratmeter, Land um die Primarschule (dem heutigen Gemeindehaus) nicht abgetreten, wäre der Bau der Bahnhofstrasse nicht möglich gewesen. Wald hätte heute ein anderes Gesicht.

    • Image: JETZT NICHT TRÖDELN!, Bildlegende:

      Der Bau war offenbar in der Rekordzeit von 72 Arbeitstagen erledigt.

    • Image: RÜCKANSICHTEN, Bildlegende:

      Wieviel Erdreich für die Bahnhofstrasse bewegt und aufgeschüttet werden musste, fällt heute erst auf den zweiten Blick auf. Offensichtlich wird es, wenn man die Gebäude in Bahnhofsnähe von ihrer Rückseite betrachtet.

    • Image: RECYCLING, Bildlegende:

      Stein und Geröll, mit dem das Sumpfland aufgeschüttet und befestigt wurde, stammte von Durchbrüchen und Tunnelbauten entlang der neuen Bahnstrecke.

    • Image: NEUE ACHSE, Bildlegende:

      Die Bahnhofstrasse war keineswegs von Anfang an ein Boulevard. Anfangs fehlte zumindest teilweise die Pflästerung.

    • Image: FLANIER- UND EINKAUFSMEILE?, Bildlegende:

      Viele Hauseingänge entlang der Bahnhofstrasse sind erhöht. Ein Hinweis auf den anfangs schlechten Strassenzustand? Das Volksblatt am Bachtel klagt: „Wenn die Gräben geöffnet und dem Wasser Ablauf geschaffen würde... befänden [sie] sich nicht ... in so jämmerlichem, für die Gemeinde eigentlich beschämenden Zustand.“ (9. März 1905)

    • Image: , Bildlegende:

      Aller Klagen zum Trotz siedelten sich rasch Wirtshäuser und Ladenlokale an.

    • Image: INSTITUTIONEN ENTSTEHEN, Bildlegende:

      Was etwa wäre Wald ohne das „Café Gabriel“? Es ist eine der inoffiziellen Walder Institutionen und ein beliebter Treffpunkt nicht nur an sonnigen Sonntagmorgen.

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SHOWDOWN AM SCHWERTPLATZ

  • TITEL DER GESCHICHTE: SHOWDOWN AM SCHWERTPLATZ
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    • Image: SHOWDOWN AM SCHWERTPLATZ, Bildlegende:

      Wenn sich die neun Chlauspaare abends am Bahnhof besammeln, um schliesslich gemeinsam durch die Bahnhofstrasse zu ziehen, dann haben sie einen detaillierten, strengen Einsatzplan hinter sich. Der Tag begann frühmorgens in einer der Aussenwachten. Verlinkt ist ein Dokumentarfilm vom besonders schneereichen Silvestertag 2014.

    • Image: EIN BRAUCH FÜR ALLE, Bildlegende:

      Die Chläuse laufen nicht nur von Haus zu Hof, sondern besuchen auch die Höhenklinik, Seniorenheime oder das Behindertenzentrum WABE.

    • Image: APERO UNTER NACHBARN, Bildlegende:

      Im Quartier Heferen trifft sich die ganze Nachbarschaft zum Apero, wenn sich der Weg von zwei Chlauspaaren kreuzt: ein fröhliches Fest auf der Strasse.

    • Image: FISCH TRIFFT ESEL, Bildlegende:

      Ein Auftritt im Hallenbad darf nicht fehlen. Vom sonst rigoros durchgesetzten Zwang zur Badebekleidung gibt es eine Ausnahme.

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SPOTT FÜR DIE PILGER

  • TITEL DER GESCHICHTE: SPOTT FÜR DIE PILGER
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    • Image: SPOTT FÜR DIE PILGER, Bildlegende:

      Die frommen Pilger waren im reformierten Zürcher Oberland nicht immer gern gesehen. Die hart arbeitenden Bauern hatten wenig Sinn für die scheinbare Zeitverschwendung. „Eisidler, was bringed er hei?“ spotteten sie, um die Antwort gleich selbst zu geben: „Lääri Seck und müedi Bei.“ Weil sich diese Art der Gastfreundschaft herumsprach, versuchten die Pilger, das Zürcher Gebiet nach Möglichkeit in einem Tag hinter sich zu lassen.

    • Image: REFORMIERTES UNVERSTÄNDNIS, Bildlegende:

      Jakob Stutz (1801-1877) lässt sein Storchenegg-Anneli sagen: „Ach, s’isch eim grad, wie we mä z’Chile wär. / Lueg under säbe Tanne dert, / im Schatte sitzt e ganzes Gschäärli Pilger. / Mit ihrne Säcklene am ene Stäcke, müed und matt, die guete n arme Tröpf. / Was müends au us em Schwobeland / do here cho go bätte, wänn’s doch meined, / sie seied zäh mol besser weder mir, / Und gseht mä n’es doch am Gsicht, dass gwüss / So falsch sind wie de Hüehnerdieb.“

    • Image: KULTURELLE UNTERSCHIEDE, Bildlegende:

      „Letzte Woche kam ein fünfundachtzig Jahre altes Pilgerweibchen über das Hörnli. Als im jemand sein Erstaunen bezeugte, dass es als ein so betagtes Mütterchen noch einen so weiten Weg unternehme, gab es folgenden Aufschluss: In seiner Heimath, welche hundert Stunden von Einsiedeln, dem Wallfahrtsorte entfernt liege, sei das Dorf, worin es gewohnt, abgebrannt. Während sein Häuschen schon brannte, sei es in einem drei Stock hohen Zimmer gewesen; in seiner Todesangst habe es Gott gelobt, wenn er es errette, so wolle es noch einmal einen Wallfahrtsgang nach Mariaeinsideln tun. Da haben einige Männer lange Stangen hinauf an die Fenster seiner Wohnung gelehnt, woran hinabrutschend es sich habe retten können. - Eine fromme Erfüllung - nur schade, dass es nichts Nützlicheres zu geloben gewusst.“ (Tagebucheintrag von Jakob Senn im Leichacher, Steg, am 13. Mai 1850)

    • Image: HAUS ZUM PILGERSTEG, Bildlegende:

      Das „Haus zum Pilgersteg“ im Grundtal stammt aus dem Jahr 1854. Sein Tanzsaal wurde nach der Reformation der erste Gottesdienstraum für Katholiken aus Dürnten, Rüti und Wald.

    • Image: ITALIENER IN WALD, Bildlegende:

      Die Fabriken brauchten Arbeiter – und mit den Neuzuzügern vor allem aus Italien verschob sich das konfessionelle Gewicht.

    • Image: ERSTE KATHOLISCHE KIRCHE, Bildlegende:

      Eine erste katholische Kirche wurde 1874 neben dem alten Ochsen gebaut. Die Inschrift zur hl. Margaretha ist noch zu sehen. Die heutige Kirche wurde erst 1927 errichtet.

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ZWEI PIONIERE

  • TITEL DER GESCHICHTE: ZWEI PIONIERE
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    • Image: ZWEI PIONIERE, Bildlegende:

      Zwei Männer aus dem Hüebli treiben die Industrialisierung in Wald massgeblich voran. In ihren Fabriken, die sie unten im Dorf aufbauen, bieten Jakob Oberholzer und Johann Schaufelberger vielen Menschen Arbeit und Auskommen. Damit verursachen sie aber auch ein bislang unbekanntes Phänomen in Wald: Die Menschen verlassen ihre Heimat in den Aussenwachten, um in der Dorfwacht ein neues Leben zu beginnen.

    • Image: JAKOB OBERHOLZER, Bildlegende:

      Jakob Oberholzers Geburtshaus ist bis heute bewohnt.

    • Image: JOHANN SCHAUFELBERGER, Bildlegende:

      Das Geburtshaus Johann Schaufelbergers in unmittelbarer Nachbarschaft zur Familie von Jakob Oberholzer.

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ZIELGRUPPEN-MARKETING

  • TITEL DER GESCHICHTE: ZIELGRUPPEN-MARKETING
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    • Image: ZIELGRUPPEN-MARKETING, Bildlegende:

      Im Wettbewerb mit anderen Ausflugszielen und den zahlreichen Kurorten in der Nähe rührten die Walder Gastgeber die Werbetrommel. Neben den Touristen waren auch die zahlreichen Besucher von Sanatorium-Patienten interessante Umsatzbringer.

    • Image: WELLNESS FÜR ALLE, Bildlegende:

      Der Alte Ochsen war nicht nur eins der stolzesten Gasthäuser in Wald. Er bot auch gediegene Badegelegenheit am Nordholzrand.

    • Image: SCHANK-ANLAGE, Bildlegende:
      Die Nachfrage für Hotel-Unterkünfte war offenbar vorhanden. Das "Schwert" wurde von Brauer Hess erbaut. Entsprechend gab es in Wald Schwert-Bier.

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UMSTRUKTURIERUNG

  • TITEL DER GESCHICHTE: UMSTRUKTURIERUNG
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    • Image: UMSTRUKTURIERUNG, Bildlegende:

      Mit wirksamen Medikamenten verlor die Behandlung der Tuberkulose kontinuierlich an Bedeutung. 1967 wurde deshalb eine Spitalabteilung mit 40 Betten im Ostflügel eröffnet: Das Lungensanatorium wurde zur Mehrzweckheilstätte. 1983 befanden sich durchschnittlich zehn Tuberkulose-Patienten in der Klinik. Vier Jahre später waren es nur noch 50 Patienten auf das gesamte Jahr verteilt.

    • Image: NEUE GESCHÄTFSFELDER, Bildlegende:

      Chefarzt Dr. Otto Brändli trieb eine Neuausrichtung voran. Krankheiten wie Lungenkrebs und chronische Bronchitis rückten in den Fokus. Gleichzeitig wurde die Rehabilitation frisch operierter Patienten zum wichtigsten Standbein. Im scharfen Wettbewerb um Patienten wurden Unternehmensberater angeheuert. Mit vier Spezialabteilungen für Lungenkrankheiten, Herzkrankheiten, Neurorehabilitaion sowie (Unfall-)Rehabilitation begann nach einer 26,1 Millionen Franken schweren Generalsanierung 1983 eine neue Epoche auf dem Faltigberg.

    • Image: INVESTITIONSSTAU, Bildlegende:

      Investitionen waren dringend nötig, um die Höhenklinik auch als Arbeitgeberin attraktiv zu halten. Hohe Mitarbeiter-Fluktuation und generell der Mangel an geeigneten Bewerbern prägten die 1970-er Jahre. Die flächendeckende Personalknappheit wurde durch viele ausländische Kräfte ausgeglichen. Aber mit seinen begrenzten Verdienstmöglichkeiten, den einfachen Personalräumen und der ländlichen Situation hatte die Höhenklinik keine besonders guten Karten.

    • Image: ATTRAKTIVITÄT STEIGERN, Bildlegende:

      Investitionen flossen in neue Personalräume, bessere Verpflegung und die markanten Diensthäuser. Anfang der 1990-er Jahre wurde noch einmal mit Blick auf die Mitarbeiter saniert sowie die ehemalige Kinderstation zum Personalhaus mit 22 Studios umgebaut.

    • Image: SPITAL WALD, Bildlegende:

      Wie viel Planung und persönlicher Einsatz nötig waren, um den Platz auf der Spitalliste zu behaupten, zeigt der Blick auf das Spital Wald, das längst Geschichte ist. Der betriebswirtschaftliche Kostendruck beschleunigt den Trend zur Zentralisierung medizinischer Versorgung.

    • Image: FAST EINE SCHWARZWALDKLINIK, Bildlegende:

      Stolz präsentierte sich die Zürcher Höhenklinik nach ihrer Rundumerneuerung mit seinen vielfältigen Angeboten – von Schlafbeobachtung bis zu Maltherapie.

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BEVÖLKERUNGSWACHSTUM

  • TITEL DER GESCHICHTE: BEVÖLKERUNGSWACHSTUM
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    • Image: BEVÖLKERUNGSWACHSTUM, Bildlegende:

      Nicht nur, aber besonders auch Ried: Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wuchsen Wald und seine Aussenwachten enorm. Ausschlaggebend dafür war die Erteilung des Marktrechts sowie die boomende Heimarbeit.

    • Image: STARKES RIED, Bildlegende:

      Um das Jahr 1750 war die Gemeinde Wald gemessen an seinen 2'400 Einwohnern der Platzhirsch im weiten Umkreis. Wald war grösser als Rüti (701 Einwohner), Wetzikon (1547 Einwohner) und Hinwil (1787 Einwohner). Ried war die zahlenmässig stärkste Aussenwacht und konnte entsprechend selbstbewusst auftreten. Das belegen eine ganze Reihe von Anekdoten...

    • Image: EINE KIRCHE FÜR RIED, Bildlegende:

      Kein Wunder, versuchten die meisten Pilger, das Gemeindegebiet möglichst rasch zu durchqueren. Schliesslich war es die letzte Etappe, bevor der Blick über den Zürichsee die Reiseetappe Einsiedeln ahnen lässt.

    • Image: BRANDBRIEF NACH ZÜRICH, Bildlegende:

      „Schon lange habe ich die aus dem engen Raum sich ergebenden Nöte beseufzen müssen, sitzen doch oftmals 14–15 Personen eng gedrängt in den 12 Schuh [3,60m] langen Bänken. Es ist nicht selten, dass draussen Leute vor den Eingängen stehen zu bleiben gezwungen sind und dass der Plätze willen leider sogar gelegentlich Streit entsteht."

    • Image: NEUBAU IN WALD, Bildlegende:

      Das Gesuch wird abgeschmettert. Der in der Ostschweiz aktive Baumeister Jakob Grubenmann baut als Generalunternehmer die neue Kirche. Er starb im darauffolgenden Jahr. Was für ein Mensch war Grubenmann? Die Kirche von St. Gallenkappel hatte er ein paar Jahre vor Wald gebaut. Hier ist Grubenmann übrigens bis heute prominent porträtiert: inmitten von Wucherern und Betrügern.

    • Image: SCHULSTREIT MIT METTLEN, Bildlegende:

      Ein kantonales Gesetz sah 1904 den Zusammenschluss von kleineren Wachtschulen vor. Die starken Aussenwachten Ried, Hittenberg und Hüebli, die aus eigener Kraft ihr Schulwesen organisiert und finanziert hatten, widersetzten sich. Nicht zuletzt fürchteten sie um ihre Unabhängigkeit. Trotzdem: 1907 wurde vom Kantonsrat die Totalvereinigug beschlossen. Seither gibt es für die Primarschule nur noch eine Schulbehörde.

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WALDS WACHTSCHULEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: WALDS WACHTSCHULEN
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    • Image: WALDS WACHTSCHULEN, Bildlegende:

      Wie so vieles andere auch, nahmen die Aussenwachten das Thema Schulbildung selbst in die Hand: Die weiten Wege nach Wald waren nicht akzeptabel. Also mussten sie die Schulbildung selbst organisieren.

    • Image: BILDUNG IN EIGENREGIE, Bildlegende:

      Wald ist heute stolz auf seine Wachtschulen, die eine individuelle und intensive Betreuung ermöglichen. Dem Trend sinkender Schülerzahlen begegneten einige Schulen mit der Einrichtung von Ganztagsbetreuung.

    • Image: PRAGMATISCHE PIONIERE, Bildlegende:

      Unterrichtet wurde zunächst entweder direkt in der Wohnstube des Lehrers oder in angemieteten Räumen. In Hittenberg zum Beispiel wurde ein eigenes Waldstück angekauft, um die Schulstube heizen zu können.

    • Image: MEHR SCHULE FÜR MEHR KINDER, Bildlegende:

      Mit der erstarkenden Heimindustrie sank auch die Kindersterblichkeit. Entsprechend erlebten die Wachtschulen ihre Blütezeit und ständige Anpassungen an die kontinuierlich steigenden Schülerzahlen.

    • Image: EIN LEHRERSEMINAR IN WALD?, Bildlegende:

      Erst unter dem Einfluss Johann Heinrich Pestalozzis (1746–1827) und zur Zeit der Helvetischen Republik gibt es Bestrebungen, im Kanton Zürich ein Lehrerseminar einzurichten. Es sollte in der Helferei in Wald untergebracht werden. Der Plan zerschlägt sich.

    • Image: MÄSSIGE ANSPRÜCHE, Bildlegende:

      Bis dahin wurden offene Stellen von der Kanzel herab verkündet. Der Pfarrer prüfte Bewerber, ob sie lesen, schreiben und gut singen konnten sowie sich etwas in der Bibel auskannten. Die wenigen Schulbücher waren kein Unterrichtsmaterial. Die Kinder lernten mit ihnen lediglich das Buchstabieren.

    • Image: ZWEI HERREN DIENEN, Bildlegende:

      Zwei Wirtschaften gab es im Hüebli, eine direkt neben dem Schulhaus sowie die „Sennhütte“. Deren Wirt war zugleich Schulpflegepräsident. Der Lehrer tat gut daran, sich mit beiden Herren gut zu stellen. Also beehrte er regelmässig beide Wirtschaften am selben Abend. Immer wieder mussten Schulmeister wegen Alkoholkonsums aus dem Verkehr gezogen werden.

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BLÜHENDES LEBEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: BLÜHENDES LEBEN
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    • Image: BLÜHENDES LEBEN, Bildlegende:

      Der wirtschaftliche Aufschwung führt im 19. Jahrhundert zu einer raschen Bevölkerungszunahme. Auch ohne eigene Kirche wurde in Laupen Ende Juni Chilbi gefeiert.

    • Image: KINDERGARTEN, Bildlegende:

      Spoerry & Schaufelberger gründeten 1883 den ersten Betriebskindergarten in der Hubwies. Später wurde er auch für andere Kinder geöffnet. Erst im Jahr 1961 übernahm die Schulgemeinde Wald den Kindergartenbetrieb Laupen.

    • Image: SCHULE, Bildlegende:

      Auch im Schulwesen spiegeln sich die Veränderungen. Lange hatte ein kleines Häuschen am Weg gegen das Restaurant „Warteck“ als Schule genügt. 1864 wurde ein Neubau errichtet (das heutige Lehrerhaus). Um die Wende zum 20. Jahrhundert stieg die Schülerzahl noch einmal an, so dass 1903 der Einzug ins heutige Schulhaus erfolgte.

    • Image: BÜRGERPFLICHTEN, Bildlegende:

      Ein neues Schulhaus war auch um 1860 herum nicht kostenlos zu haben. Aus Protest gegen die zusätzlichen Steuern verlegte ein Bürger seinen Wohnsitz kurzerhand nach Wald. Als er später reumütig nach Laupen zurückkehrte, bot er freiwillig 1‘000 Franken an. Seinen Stolz hatte der verlorene Sohn aber nicht verloren: Der Schulverwalter solle das Geld gefälligst persönlich abholen. Dieser weigerte sich und pochte darauf, es gehöre sich, das Geld zu bringen. Wer die Walder Sturköpfe kennt, der weiss: Die Sache kam nie zu einem Ende.

    • Image: POSTSTELLE, Bildlegende:

      Als einzige Aussenwacht verfügte Laupen lange über eine eigene Poststelle. Mit der Eröffnung der Pferdepostverbindung Wald–Goldingen erhielt Laupen 1899 das erste öffentliche Verkehrsmittel. 1927 wurde das Pferdegespann durch eine grosse Limousine abgelöst.

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MUSIK IN DEN OHREN

  • TITEL DER GESCHICHTE: MUSIK IN DEN OHREN
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    • Image: MUSIK IN DEN OHREN, Bildlegende:

      So klingt echte Stille: Wer acht gibt und genau hinhört, wird leicht feststellen, dass das Sagenraintobel alle paar Schritte seinen Klang verändert.

    • Image: MUSIK IN DEN OHREN, Bildlegende:

      Da ist Vogelgezwitscher und das leichte Laubrascheln am Weberegg-Weiher...

    • Image: MUSIK IN DEN OHREN, Bildlegende:

      ... und vor allem das Plätschern des Wassers, das sich je nach Beschaffenheit der Stufen verändert.

    • Image: MUSIK IN DEN OHREN, Bildlegende:

      Es fliesst, plätschert, sprudelt, gurgelt, gluckert, rauscht und donnert...

    • Image: MUSIK IN DEN OHREN, Bildlegende:

      Und dazu mischt sich, wie so häufig in Wald und manchmal vom Wind ein wenig verweht,...

    • Image: MUSIK IN DEN OHREN, Bildlegende:

      ...das Bimmeln von Kuhglocken und Schafen.

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WEGE AUS DER KRISE

  • TITEL DER GESCHICHTE: WEGE AUS DER KRISE
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    • Image: WEGE AUS DER KRISE, Bildlegende:

      Die Textilindustrie reagierte sensibel auf alle weltpolitischen Krisen wie zum Beispiel den ersten Weltkrieg. Damit bekam sie auch Wald unmittelbar zu spüren. Die Notwendigkeit einer Diversifikation war immer gegeben. Man war gut beraten, wirtschaftlich breit aufgestellt sein, um vom Auf und Ab der Textilindustrie unabhängiger zu werden.

    • Image: SCHOKOLADE AUS WALD, Bildlegende:

      Wald wurde zum Ort für Schokolade-Produktion. Heinrich Spoerry begann 1930 im Jonathal mit der Herstellung von Schokolade. Die Migros AG war mit Gottlieb Duttweiler anfangs beteiligt. Aus diesem Grund trägt die Migros-Konzernbäckerei heute noch den Namen JOWA, ein Akronym aus der Ortsmarke Jonathal/Wald. 1932 entstand die SPOSA in einem ehemaligen Webereigebäude in Diezikon. Bis zur Jahrtausendwende wurden dort für die COOP Armeeschokolade, Waffelprodukte, Schoggi-Osterhasen und Pralinen hergestellt.

    • Image: SEGLER, SKI UND MUSIK, Bildlegende:

      Immer wieder gab und gibt es Unternehmer, die erfolgreich ihre eigene Nische besetzen. In Laupen wurden beispielsweise die unter Fliegern legendären Moswey-Segler produziert. Und die bei Wintersportlern beliebten Heizmann-Ski. Selbst eine Handharmonika Produktion wurde kurze Zeit betrieben.

    • Image: DAS DORF IM DORF, Bildlegende:

      Nach der Schliessung als Textilunternehmen erfuhr die Walder Bleiche die konsequenteste Umnutzung in Hotel, Restaurant, Wellness- und Fitness-Center. Dieses Erfolgsrezept hatten die Walder schon einmal zu Beginn des 20. Jahrhunderts benutzt. Das Bleiche-Areal ist nicht nur für Tagungsgäste interessant, sondern bietet auch für das Dorf selbst Mehrwert.

    • Image: TOURISMUS-MARKETING ANNO 1928, Bildlegende:

      Die Mieter kamen und gingen, bis die ehemalige Textilfabrik im Sagenrain ihre neue Bestimmung fand. Die von Pio Meyer gegründete Bioengineering entwickelt und baut hoch spezialisierte Fermentieranlagen für Kunden in aller Welt. Behutsam wurde die Anlage erweitert und Schritt für Schritt den modernen Bedürfnissen angepasst. Regelmässig finden hier auch Konzerte und Kulturanlässe statt.

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WIE WEITER?

  • TITEL DER GESCHICHTE: WIE WEITER?
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    • Image: WIE WEITER?, Bildlegende:

      Alle einstigen Textilfabriken in Wald existieren noch: Sie haben nach und nach ein neues Leben bekommen - als Loftwohnungen, Gewerberäume für kleine Kreativbetriebe und grosse Unternehmen.

    • Image: MIKROKOSMOS „BLEICHE“, Bildlegende:

      Die konsequenteste Umnutzung geschah wahrscheinlich mit der Bleiche: Als Hotel mit Restaurant, Wellnessbad und Fitnessstudio symbolisiert sie das postindustrielle Wald, das sich wieder seinen Freizeit- und Erholungswert bewusst macht.

    • Image: THAT'S ALL, FOLKS, Bildlegende:

      Geblieben ist einzig ein „Neuzuzüger“. Seit 1965 betreibt die Salzmann Group eine Umspinnerei für technische Stretch-Garne ­− zum Beispiel für medizinische Kompressionsstrümpfe.

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NEUE BERUFLICHE HERAUSFORDERUNGEN

  • TITEL DER GESCHICHTE: NEUE BERUFLICHE HERAUSFORDERUNGEN
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    • Image: NEUE BERUFLICHE HERAUSFORDERUNGEN, Bildlegende:

      „Für die Stations-Verwalterstellen der Tössthalbahn haben sich unter der Legion Bewerber unter Andern auch ein Brauer, ein Schreiner, ein Zahnoperateur und ein Schneidergeselle gemeldet. Jetzt fehlte nur noch der Gevatter Lampenanzünder, Messmer, und Todtengräber, und da kann es der Tössthalbahn nicht mehr fehlen, tüchtige im Eisenbahnbetriebsdienste routinierte Stationsverwalter zu gewinnen!“ (eine Glosse im Volksblatt vom Bachtel)

    • Image: EISENBAHN-ROMANTIK, Bildlegende:

      „Während des Selbstbetriebes (1875-1918) haftete der Tössthalbahn stets etwas Heimeliges, Trauliches an. Dazu trug neben den kleinen, getauften Lokomotivchen und Wägelein, dem gemächlich-muntern Gehopfe und den urchristlichen Oellampen das Betriebspersonal viel bei. Es war fast ausnahmslos dem Oberland entnommen, dem es ja nie an knorrigen Sprösslingen fehlt.“

    • Image: BITTE ALLE AUSSTEIGEN!, Bildlegende:

      Die Strecke wurde von beiden Bahngesellschaften gemeinsam betrieben. Immer wieder mussten die Passagiere im Ried aussteigen, damit die Lokomotiven die Steigung bewältigen konnten.

    • Image: SEINER ZEIT VORAUS, Bildlegende:

      Für kurze Zeit kamen Doppelstock-Waggons zum Einsatz. Keine Überraschung: Auf der kurvenreichen, steilen Strecke konnten sie sich nicht bewähren.

    • Image: UNGLÜCK IM GRUNDTAL, Bildlegende:

      Immer wieder das Grundtal: Am 31. März 1979 entgleiste ein Steuerwagen auf der Bahnstrecke im Grundtal und stürzt 15 Meter tief. Sechs Schwerverletzte konnten geborgen werden. Der Unfallwagen wurde repariert.

    • Image: ELEKTRISCH DAMPFEN, Bildlegende:

      Der Kohlenmangel während des 2. Weltkriegs trieb die Elektrifizierung der Bahnen voran. Die Strecke Wald−Rüti wurde vom 29. April 1944 an elektrisch betrieben.

    • Image: DRAHT NACH OBEN, Bildlegende:

      Es dauert bis 1951, bis auch die Strecke durchs Tösstal bis Winterthur elektrifiziert ist.

    • Image: TECHNISCHE REKORDE, Bildlegende:

      Bis heute ist die Strecke eine technische Meisterleistung und damit rekordverdächtig. Die 11,4 Kilometer zwischen Rüti und Gibswil führen über 57 Brücken und Durchlässe und schlängeln durch 39 Kurven - bisweilen unterschreitet ihr Kurvenradius 240 Meter. Die Steigung von 30 Promille schlägt sogar die Gotthard-Strecke.

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SONDERZÜGE UND EMPFÄNGE

  • TITEL DER GESCHICHTE: SONDERZÜGE UND EMPFÄNGE
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  • GESCHICHTEN-BILDER:
    • Image: SONDERZÜGE UND EMPFÄNGE, Bildlegende:

      Im Laufe der Jahre war die Bahnhofstrasse immer wieder Schauplatz von grossen Vereinsempfängen, Feierlichkeiten und auch Sportveranstaltungen. 

    • Image: MILITÄRISCHE DISZIPLIN, Bildlegende:

      Während des 2. Weltkriegs marschierten 1941 polnische Internierte durch die Bahnhofstrasse. Das Volksblatt vom Bachtel schwärmt: „Eine mustergültige Disziplin, ein vorbildlicher Korpsgeist zeichnet diese Soldaten aus. Untadelig wie ihre sauberen Uniformen, an denen nicht das geringste fehlt, ist die ganze militärische Haltung.“

    • Image: WALD ROLLT, Bildlegende:

      Auch schweres Geschütz rollte durch die Bahnhofstrasse...

    • Image: WALD TURNT, Bildlegende:

      ...während man anlässlich des Verbandsturnfestes 1919 stolz...

    • Image: JUGEND TRAINIERT, Bildlegende:

      ...aber pazifistisch Muskelkraft demonstrierte.

    • Image: MIT SCHWUNG INS JAHRHUNDERT, Bildlegende:

      Die Kantonale Landwirtschaftliche Ausstellung 1900 ist ein Riesen-Spektakel in und um Wald. Die Gemeinde strotzt zu dieser Zeit vor Kraft, der Textilindustrie sei Dank.

    • Image: ENDLICH IM MITTELPUNKT, Bildlegende:

      Das „Zürcher Volksblatt“ wird angesichts der Landwirtschafts-Schau geradezu poetisch und dichtet: „Lasst ruhn Euer Tagwerk, zur Ausstellung wallt! Zu schauen des Bauernstandes Leben und Streben. Steiget herauf aus den neblichten Gauen! Ziehet hinaus nach dem festlich geschmückten Wald.“

    • Image: SPANISCH-BRÖTLI-BAHN, Bildlegende:

      Per Dampflok durch die Bahnhofstrasse: Anlässlich eines Eisenbahnfestes der Bahnlinie Wald-Rüti 1947 veranstalteten die Schulkinder einen Umzug.

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TIRGGEL

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      Der Tirggel gehörte so selbstverständlich zu Wald, dass viele gar nichts Besonderes in ihm sahen. Dabei war Heinrich Honegger der weltweit letzte handwerkliche Tirggel-Bäcker. Bis er 2018 sein Geschäft auflöste und das geheime Rezept an die Zürcher Stiftung St. Jakob übertrug. Die Walder Heimet 254 ist ganz dem Tirggel gewidmet..

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      Der Tirggel ist eine Süssigkeit für Kenner, gebacken aus einem Honigteig ohne Triebmittel. „Der Feinschmecker bricht ein Stück ab, das nicht zu gross, nicht zu klein sein darf; das trölt er im Munde, und seine Zunge geht mit dem Tirggelsplitter um wie ein Brautwerber mit der Schwiegermutter: Das ist ein Einwickeln und Umwenden, ein Befühlen und ein Abtasten! Der Tirggel öffnet sein Innerstes nicht auf den ersten Zahnhieb; erst nach und nach löst er sich und es dauert eine Zeit, bis er seinen wahren Charakter, seine Vorzüge und seinen Wert offenbart. Er ist ein Gebäck, das mehr mit der Zungenspitze als den Zähnen gegessen werden will, aber dann entdeckt man, dass auf dem Grund seiner puritanischen Nüchternheit Honiggeschmack liegt.“ (Edwin Arnet)

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      Die Redensart „Er hät en Tirggel“ bedeutet so viel wie: Er hat einen sitzen. Sie stammt aus einer Zeit, als jede Zürcher Zunft Tirggel mit ihrem Wappen an ihren Versammlungen als „Bhaltis“ ausgaben. Kam ein Zünfter mit dem Tirggel als Trophäe spät nach Hause, war das Zeichen genug, dass er wohl auch nicht mehr ganz nüchtern war.

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BLEIBENDE ERINNERUNGEN

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      Pilger hatten im „Schwert“ nicht nur drei Kreuze in die Tischplatte geritzt. Dem Schiefereinsatz fehlt ein Eck – französische Soldaten schlugen es um 1800 aus Zorn mit dem Gewehrkolben heraus und schossen in die Decke. Der Grund für das ungebührliche Verhalten? Vor ihnen hatten bereits andere Soldaten die Vorräte geplündert.

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      In der Gaststube „Zum Weissen Kreuz“ in Ried war die Inschrift zu lesen: „Hüt ums Gält und morn umesuscht.“ Zecher, die glaubten, nach Mitternacht sei alles gratis, hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Bezahlt wurde natürlich immer ‚heute‘ – ob vor oder nach Mitternacht. Diese Art Wirtshumor funktioniert mit durchreisenden Pilgern natürlich besser als mit Stammgästen...

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      „Sei willkommen , lieber Gast, / wenn du Geld im Beutel hast, / hast du aber keins bi der, so zäpf dich wieder“: Um 1530 gab es im Gemeindegebiet zwei Wirtschaften für Pilger: eine in Wald und das Rottenschwert am Pilgerweg in Blattenbach. 1541 gab es bereits vier Wirtschaften, nämlich „im Dorf zween, das Rottenschwert und das Kreuz in Ried“.

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DIE SCHEIDEGG

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      Vom Hüebli ist noch nicht Ende der Fahnenstange. Von hier aus bleibt es ein steiler Aufstieg auf die Scheidegg. Wer will, kann dafür verschlungene und verwunschene Pfade wählen. Die Mühe lohnt sich auch für alle, die dann nicht herunter fliegen. Die Scheidegg ist übrigens auch ein Geheimtipp für laue Sommerabende. Oder um das Seenachtfest in Rapperswil ungestört vom Panoramaplatz aus zu beobachten.

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      Wald ist und bleibt ein Paradies für Luftikusse. Die Luftraumstruktur ist ein wenig kompliziert: Wer über Zürich fliegt, streift mit einiger Wahrscheinlichkeit Wald. Als Trost gilt die Scheideggflieger-Weisheit: „Nach Rapperswil geht‘s immer“.

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      Früher flogen ausgewachsene Segelflieger von der Scheidegg. Heute zieht der Hybrid-Flieger Archeopteryx regelmässig seine Runden. Wenn die Luft surrt, dann sind die Modellflieger am Werk und zelebrieren ferngesteuerte Luftakrobatik..

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HIDDENAIR

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      Totgesagte leben länger: Mit dem „HiddenAir“ feierte eines der charmantesten Open Air-Festivals im weiten Umfeld 2016 seine 14. Neuauflage. Ist es nun doch endgültig Geschichte oder schläft es momentan, „nur“ einen Dornröschenschlaf? 

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      Anfangs sollte es einfach nur ein tolles Sommerfest mit Musik werden. Also legten junge Hittenberger einfach los. Die Eltern unterstützten das Projekt und überliessen ihnen das Gelände ohne grosse Bedingungen.

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      Schnell wuchs das Programm: Schtärneföifi traten auf, Vera Kaa und Dodo. Und damit wuchsen die Anforderungen an Organisation, Technik und nicht zuletzt Strom.

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      Die legendäre Viehwagenbühne war Markenzeichen und Ansage: „HiddenAir“ wollte nie ein Grossanlass sein, sondern Geheimtipp bleiben. So passt es am besten in die Landschaft. In und um Hittenberg  ist nämlich eigentlich alles ein wenig schräg.

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