TIRGGEL
- TITEL DER GESCHICHTE: TIRGGEL
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Der Tirggel gehörte so selbstverständlich zu Wald, dass viele gar nichts Besonderes in ihm sahen. Dabei war Heinrich Honegger der weltweit letzte handwerkliche Tirggel-Bäcker. Bis er 2018 sein Geschäft auflöste und das geheime Rezept an die Zürcher Stiftung St. Jakob übertrug. Die Walder Heimet 254 ist ganz dem Tirggel gewidmet..
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Der Tirggel ist eine Süssigkeit für Kenner, gebacken aus einem Honigteig ohne Triebmittel. „Der Feinschmecker bricht ein Stück ab, das nicht zu gross, nicht zu klein sein darf; das trölt er im Munde, und seine Zunge geht mit dem Tirggelsplitter um wie ein Brautwerber mit der Schwiegermutter: Das ist ein Einwickeln und Umwenden, ein Befühlen und ein Abtasten! Der Tirggel öffnet sein Innerstes nicht auf den ersten Zahnhieb; erst nach und nach löst er sich und es dauert eine Zeit, bis er seinen wahren Charakter, seine Vorzüge und seinen Wert offenbart. Er ist ein Gebäck, das mehr mit der Zungenspitze als den Zähnen gegessen werden will, aber dann entdeckt man, dass auf dem Grund seiner puritanischen Nüchternheit Honiggeschmack liegt.“ (Edwin Arnet)
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Die Redensart „Er hät en Tirggel“ bedeutet so viel wie: Er hat einen sitzen. Sie stammt aus einer Zeit, als jede Zürcher Zunft Tirggel mit ihrem Wappen an ihren Versammlungen als „Bhaltis“ ausgaben. Kam ein Zünfter mit dem Tirggel als Trophäe spät nach Hause, war das Zeichen genug, dass er wohl auch nicht mehr ganz nüchtern war.
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