BAUBEGINN SANATORIUM
- TITEL DER GESCHICHTE: BAUBEGINN SANATORIUM
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Damit Visionen Wirklichkeit werden, muss man auch Fakten schaffen. Der Baubeginn erfolgte, obwohl das nötige Geld noch lange nicht beisammen war. Zu den projektierten 520‘000 Franken fehlte immerhin noch knapp die Hälfte.
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Hinter dem mutigen Schritt stand einfaches Kalkül. Wenn bereits Arbeiten im Gange sind, seien Menschen leichter zu Spenden zu bewegen. Tatsächlich waren Ende 1898 stolze 488‘000 Franken in der Kasse. Ein Grossteil davon stammte aus der Stadt Zürich, aber auch von der Gemeinde Wald sowie privaten Geldgebern aus der Region.
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Die Tuberkulose wurde als drängendes Problem wahrgenommen. Ihre wirksame Bekämpfung war ein öffentliches Anliegen: „Jeder Eingeweihte fühlt, dass die monumentalste Aufgabe des 20. Jahrhunderts darin bestehen wird, die Macht der Tuberkulose zu brechen.“ (Freiherr von Korànyi). 1901/1902 starben in der Schweiz 57 Prozent der 15-19-Jährigen an Tuberkulose, bei den 20-39-Jährigen waren es immer noch 48 Prozent. Die Tuberkulose führt noch heute die weltweite Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an.
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Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit. Enge Behausungen, unzureichende Ernährung und schlechte Belüftung förderten die Verbreitung der Tuberkulose besonders in ärmeren städtischen Verhältnissen. Es herrschte die Meinung, dass die Übertragung vor allem durch Speichel entstünde – sowohl durch Husten, Ausspucken, aber auch getrocknet über Staub. Eindrücklich bebilderte Flugblätter und Plakate machten auf die Gefahren aufmerksam. Die ärmere Bevölkerung dient als abschreckendes Beispiel. Sie wird als schmutzig, verwahrlost, unordentlich und alkoholsüchtig dargestellt.
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Von 1850 an entstanden Kurkliniken für Tuberkulose-Patienten. Therapie-Grundlage waren gute Ernährung, Aufenthalt im Freien und kalte Wassergüsse. Strikt wurde auf Disziplin und Hygiene geachtet. Es ging immer auch um „eine Erziehungsschule zu richtiger Lebensführung“.
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Die Therapie beruhte weniger auf medizinischen Erkenntnissen als auf Erfahrungswerten. Mitunter wurde Cognac verschrieben, der – wie andere Alkoholika – weithin als besonders heilkräftig galt: "...wir geben in diesen Fällen 80-100 Gramm und mehr Cognac, wovon ein Theil durch die entsprechende Menge Wein oder Champagner ersetzt werden kann."
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