FELDER UND VIEH
- TITEL DER GESCHICHTE: FELDER UND VIEH
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Rieds DNA ist ganz klar landwirtschaftlich geprägt. Stolze Bauernhöfe zeugen von einer kontinuierlichen Bewirtschaftung des Gebiets,...
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...das die Bauern allerdings auch hier – wie in den anderen Aussenwachten – erst mühsam nutzbar machen mussten. Sie rodeten die Hänge und entwässerten den Boden.
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Unter welch abenteurlichen Bedingungen das mitunter geschah, zeigte ein Bauernhaus in Hessen unterhalb der Scheidegg: Mit Drahtseilen musste es angebunden werden, um nicht in die Tössschlucht abzurutschen.
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Ried war von Anfang ein Paradeplatz für kluge Bauern. 1634 lebten in Ried 122 Menschen. Keine zweihundert Jahre später zählte es 581 Einwohner. Daraus erklärt sich auch das starke Selbstbewusstsein der Aussenwacht, mit dem sie in diversen Konflikten wie dem Schulstreit oder der Kircheninitiative auftrat.
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Durch seine bevorzugte Lage konnte Ried vergleichsweise einfach besiedelt werden, anders als etwa im Hüebli. Lange Zeit war Ried deshalb auch die grösste Aussenwacht der Gemeinde (bis es von Laupen überrundet wurde). Den Menschen ging es wirtschaftlich so gut, dass sie in der Regel nicht zur Heimspinnerei oder Heimweberei gezwungen waren.
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Genügend Fläche und Weideland ermöglichte den Bauern stolze Viehbestände. Die Gemeinde Wald mit ihren Aussenwachten hält übrigens noch immer den Rekord: Nirgendwo im Kanton leben mehr Rindviecher (Stand 2016).
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Wege kurz und die Qualität hoch halten: Käsereien veredeln die Milch an Ort und Stelle.
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Das Bachtelgebiet um Ried ist eine von 24 kantonalen Schutzzonen, die Zersiedelung verhindern sollen. Sie macht den Bauern gleichzeitig Vorschriften zum Schutz seltener Pflanzen und Tiere. Die Schutzverordnung von 1967 wurde 2015. Ihr heutiger Sinn ist umstritten.
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