WALD WIDER DIE VERNUNFT
- TITEL DER GESCHICHTE: WALD WIDER DIE VERNUNFT
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Die Lokalposse wurde politisch, als sich Bern einschaltete und Zuschüsse von einem landesweiten Interesse abhängig machte. Als sinnvolle Lösung entpuppte sich ein Bahnhof am Nordholz. Die Strecke verlängerte sich dadurch zwar etwas. Dafür war die Steigung Richtung Bauma zu meistern. Ende gut, alles gut? Die Walder stellen auf stur.
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Ein Bahnhof so weit weg vom Dorf? „Was isch au mit de Iisebahn / Vom Pilgersteg uf Wald? / Es frögt efange jedermann / was goht ächt öppe bald? / So mänge möcht gern neime hii, / doch lauft er gar nüd gern, / und warte scho sit fern. / De Bahnhof wünsch ich nächer zie / suscht stiig I erscht nüd ii / Is Hinternord bruuchts gar viil Schue / und mir wänd gspare sii.“ (Leserbrief im Volksblatt 1873)
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Den Höhepunkt der Auseinandersetzung markierte eine Gemeindeversammlung, an der man längst fällige Aktienbeteiligungen an der Tösstalbahn aus fadenscheinigen Gründen nicht bewilligen wollte. Aus Protest traten Gemeindepräsident Reimann und Gemeinderat Zangger zurück. Der Bezirksrat akzeptierte die Rücktritte nicht und erklärte die Abstimmung aus rechtlichen Gründen für gesetzwidrig. Die erneute Abstimmung 1874 wendete die Schildbürger-Blamage schliesslich ab.
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Der Fischenthaler Johannes Schoch, in Mailand zu Reichtum gekommen, unterstützte den Tösstalbahn-Anschluss mit der gewaltigen Summe von 652‘000 Franken, um sein Heimatdorf ans Schienennetz anzuschliessen. Im Gegenzug wurde eine der ersten Dampfloks auf seinen Namen getauft. Ausserdem, so wird berichtet, war ihm gestattet, nach Gusto auf den Geleisen spazieren zu gehen.
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