SOZIALE STELLUNG
- TITEL DER GESCHICHTE: SOZIALE STELLUNG
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Bereits 1659 gab es besoldete Lehrer in Wald und Ried. In der Kirchengutsrechnung taucht ein Betrag von vier Pfund auf, gezahlt für Schulstubenmiete an Hans Brändli im Raad. Der Lohn allerdings war und blieb karg. Lehrer genossen keinen guten Ruf. Wiederholte Einsprachen gegen die miserable Bezahlung, etwa in Ried, stiessen bei der Behörde auf taube Ohren.
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Spätestens zur Reformationszeit war ein Diakon mit der Führung der Hauptschule Wald beauftragt. Bald waren es so viele Kinder, dass man Helfer benötigte. Als Schulort wird 1640 das Haus „Helferei“ am Dorfplatz erwähnt.
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Die Kirche als treibende Kraft gegen den Analphabetismus: Huldrych Zwingli wollte, dass jeder die Bibel lesen könne. In der Folge blieb der Bildungsauftrag fest in kirchlicher Hand. Dies änderte sich erst mit den Umwälzungen des Ustertags.
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Verbindliche Lehrpläne gab es ebenso wenig wie eine pädagogische Ausbildung. Für die Lehrer hiess das: learning by doing.
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Ende des 18. Jahrhunderts galt Schulpflicht vom sechsten bis zum zwölften Lebensjahr. Allerdings liess der Schulbesuch oft zu wünschen übrig. „Die Kinder haben sich entschuldigt und konnten aus Mangel an Kleidern den Unterricht nicht besuchen“, notiert etwa Schulmeister Hess im Ried.
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Der Schweizer Dichter und Schriftsteller Albin Zollinger unterrichtete 1916 kurze Zeit in Mettlen. Seine Schüler zeigten ihm offenbar, wer hier der Stärkere war. „Hab ich es mit Wunderkindern zu tun, die ohne Kehlkopf zur Welt gekommen sind?“, klagt er in einem Brief: „Meine Schüler wissen alles, was Menschenbegehr! Ich werde mir demnächst die Hosentaschen vergrössern lassen, damit ich die Hände bequemer dreinstecken kann.“
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